Ein NiMH Akku mit geringer Selbstentladung sollte es sein, da normale NiMH Akkus bereits im ersten Monat nach dem Laden bis zu 40% ihrer Kapazität verlieren können. Also sehr schlecht bei Geräten, die auch mal wochenlang ungenutzt im Schrank liegen.
Doch welche bloß nehmen bei der Auswahl? Für alle, die vor der Qual der Wahl stehen, welche Akkus mit geringer Selbstentladung sie denn nehmen sollen, hier mal eine kleine Entscheidungshilfe.
Eins vorweg: Ich habe kein professionelles Ladegerät mit LCD-Display und Kapazitätstest, kann daher nicht mit eigenen Mess-/ Vergleichswerten dienen. Ich stand jedoch vor der gleichen Qual der Wahl und habe mich daher durch zahlreiche Rezensionen und Test-/ Erfahrungsberichte zu den einzelnen Akkus gelesen und gebe hier eine kleine Zusammenfassung. Vielleicht für den ein oder anderen eine gute Entscheidungshilfe.
Folgende Akkus mit geringer Selbstentladung standen in der engeren Auswahl:
- Ansmann maxE+ 2.500 mAh
- Ansmann maxE 2.100 mAh
- Sanyo eneloop 2.000 mAh
- Sanyo XX 2.500 mAh
Hier der Vergleich der Vor- und Nachteile:
Ansmann maxE 2.100 mAh vs. Sanyo eneloop 2.000 mAh:
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Der eneloop hält länger die Spannung als der maxE, daher ist er besser für Geräte geeignet, die eine hohe Mindestspannung benötigen, weil sie sonst abschalten (manche stromfressende Kameras). Bei Geräten, die nicht so schnell abschalten, halten dagegen die Ansmann auf Grund ihrer größeren Kapazität länger durch. Beide haben eine sehr geringe Selbstentladung und kommen nahe an die vom Hersteller angegebene Kapazität von 2.000 bzw. 2.100 mAh heran.
Ansmann maxE 2.100 mAh vs. Ansmann maxE+ 2.500 mAh:
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Die "alten" maxE 2100 Akkus liegen in der tatsächlich geladenen Kapazität sehr dicht beieinander, genau wie auch die eneloops. Die neueren maxE+ mit 2.500 mAh haben jedoch größere Abweichungen. Da kann ein Akku nach dem Laden 2.300 mAh Kapazität haben und ein anderer 2.430 mAh (mit einem guten, intelligenten Ladegerät mit Einzelschachtüberwachung etc. versteht sich), und bei der nächsten Ladung genau andersrum. Da bei einem Gerät mit mehreren Akkus das schwächste Glied in der Kette entscheidet, ist das natürlich ungünstig. Dennoch halten die 2.500er Ansmann Akkus in Summe immer noch länger durch, als die 2.100er.
Ansmann gibt 1.000 maximale Ladezyklen für die 2.500er an, bei den 2.100ern weiß ich es nicht. Der maxE hat laut Hersteller mindestens 15% Selbstentladung in einem Jahr an und der 2.500er mindestens 25%.
Sanyo eneloop 2.000 mAh vs. Sanyo XX 2.500 mAh:
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Bei dem Sanyo XX handelt es sich um eine Weiterentwicklung des eneloop. Es gibt zwar noch keine Langzeit-Erfahrungsberichte, jedoch ist bekannt, dass (ähnlich wie bei Ansmann) die höhere Kapazität des XX auf Kosten der maximalen Ladezyklen und der Selbstentladung geht. Die alten eneloop hatten 1.500 maximale Ladezyklen und eine Selbstentladung von 25% nach 3 Jahren, die neuen XX haben "nur" noch 500 maximale Ladezyklen und eine Selbstentladung von 25% nach bereits einem Jahr. Dies sind aber immer noch sehr gute Werte und wer seine Akkus 5x im Monat auflädt, kommt mit 500 Ladezyklen rein rechnerisch immer noch über 8 Jahre hin.
Fazit:
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Ich habe mich im Endeffekt für die Sanyo XX entschieden weil die Kapazität sehr hoch ist, die eneloop Technologie für geringe Selbstentladung und sehr flach verlaufenden Spannungsverlust steht (mit geringer Streuung bei der tatsächlichen Ladekapazität), und die 500 Ladezyklen für mich völlig ausreichend sind. Wer seine Akkus sehr oft auflädt (mehrmals pro Woche oder sogar täglich), der sollte eher zu Akkus mit mehr möglichen Ladezyklen greifen wie beispielsweise den Vorgänger eneloop.
Mit konkreten Messwerten kann ich wie gesagt nicht dienen, aber ich habe den Kauf nicht bereut. Die Akkus wurden, wie vom Hersteller angegeben, in vollgeladenem Zustand geliefert und die Akkus halten sehr viel länger durch als meine alten NoName. Auch wenn die Akkus mal ein paar Wochen unbenutzt rumlagen, haben sie danach noch die volle Kapazität (die verwendeten Geräte zeigen vollen Batteriestand an), was bei normalen NiMH ja leider nicht der Fall ist.
Schlecht sind keine der oben genannten Akkus, in Vergleichen liegen sie immer recht dicht beieinander. Welchen man davon nimmt, muss man also anhand der Vor- und Nachteile für sich selbst abwägen. Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass der neue Sanyo XX zurzeit etwa doppelt so teuer ist wie der alte eneloop (etwa 8 zu 16¤ pro 4er-Pack). Bei Ansmann ist der Preisunterschied nicht ganz so hoch (etwa 10 zu 14¤).
Wer also keine sehr stromfressenden Geräte damit betreiben will, der hat mit den 2.000 mAh eneloop für 2¤ das Stück wohl das absolut beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wer absolute Hochleistungsakkus braucht, der kommt um 2.500 mAh Akkus nicht herum.