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am 12. Oktober 2003
Um es für ungeduldige Leser gleich vorwegzunehmen: Auch dieses frühe Album von Santana kann ich uneingeschränkt empfehlen. Geniale Musik, toller Sound, super Feeling. Das groovt, geht in die Beine und ins Herz.

"Santana 3" (1971) schließt die Anfangstrilogie von Santana nach dem Debutalbum und dem folgenden "Abraxas" ab - eine weitere Scheibe, prall gefüllt mit heißer, begeisternder, afrokubanisch geprägter Rockmusik, mit der Santana sich im allgemeinen Bewusstsein als Begründer des Latinrocks etablierte. Nach diesem Album machte die Combo mit deutlich veränderter Besetzung weiter und trat in eine jazzorientierte Phase ein. Daher stellen die ersten drei Veröffentlichungen in gewisser Weise ein abgeschlossenes Kapitel dar...

...das freilich in sich eine hörbare Fortentwicklung aufweist. Die Musiker wurden von Platte zu Platte versierter, mutiger, haben komplexere Songs geschrieben und verschachteltere Arrangements realisiert. Heraus kam dieses niveauvolle Album. Obwohl es fünf Wochen lang die Billboard-Charts anführte, ließen sich keine wirklich auffälligen Hits auskoppeln. "Everybody's Everything" war mit einer Höchstplatzierung auf Rang 12 noch der erfolgreichste Einzeltitel. "Santana 3" ist eben ein Gesamtkunstwerk und mehr als die Summe seiner Teile. Man muss es ohne Unterbrechung hören.

Vom ersten Ton an ist klar, wohin die Reise geht. Langsam blendet die Percussion von "Batuka" ein. Wah-Wah-verzerrte Gitarren und Greg Rolies Keyboard lassen das Stück schwer und dickflüssig wie Honig werden, bevor es ebenso leichtfüßig endet, wie es begonnen hat und in "No One To Depend On" übergeht. "Taboo" ist bereits ein leichter Vorgeschmack auf Santanas Zukunft nach diesem Album (mit "Caravanserai" usw.). "Toussaint L'Overture" (benannt nach einem haitianischen Freiheitskämpfer) ist sehr erdig und von hypnotischer Intensität. In "Everybody's Everything" sorgt nicht zuletzt die Horn Section von Tower Of Power für begeisternde Spritzigkeit. "Guajira" ist wieder ganz anders, Klavier statt Keyboard, irgendwie schwebender, mit einem tollen Bläser- und einem ebenso schönen Gitarrensolo. In "Jungle Strut" röhren die Gitarren von Carlos Santana und Neal Schon mächtig um die Wette. "Everything's Coming Our Way" ist ein rundherum fröhliches Lied. Bei "Para Los Rumberos" schließlich, ebenso schnell wie kurz, legen alle Musiker einen berauschenden Schlussspurt hin. Das war's.

Ursprünglich, jedenfalls. Seit 1998 befinden sich drei Bonus-Livetracks auf der CD, aufgenommen am 4. Juli 1971 im Fillmore West und natürlich previously unreleased. Hübsche Extras. Kantige, nicht ganz ausgefeilte Alternativversionen von "Batuka" und "Jungle Strut" sowie ein Jamsession ähnliches "Gumbo", immerhin eine zusätzliche Viertelstunde Santana.

Nach diesem Album also drifteten die Musiker auseinander. Umso interessanter und erfreulicher, dass fast die gleiche Crew 1997 erneut zusammenkam, um unter dem Namen "Abraxas Pool" das gleichnamige, hörenswerte Album zu produzieren: Greg Rolie (Gesang und Keyboards), Michael Shrieve (Schlagzeug), Michael Carabello (Congas), Jose Chepito Areas (Timbales) und Neal Schon (Gitarre). Es fehlen lediglich der Bassist David Brown (ersetzt durch Alphonso Johnson) - und Carlos Santana.
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Santana gilt als "Erfinder" des Latinrock, hat seinen musikalischen Kurs allerdings im Lauf seiner Karriere mehrfach umgesteuert. Puren, ungeschliffenen, ungefärbten, feurigen Latinrock bieten eigentlich nur die ersten drei Alben "Santana", "Abraxas" und "3". Danach kamen das jazzige "Caravanserai" und mehrere daran anknüpfende Werke, bevor es in den Endsiebzigern und Achtzigern poppiger und glatter, aber auch bedeutungsloser wurde, unterbrochen von ziellosen Soloalben. In den Neunzigern kam schließlich das phänomenale kommerzielle Comeback mit "Supernatural" und dessen Karbonkopie "Shaman".

Ich bin weder Jazzer noch Popfan. So gefällt mir aus dem Verlauf dieser Karriere die rohe Frühphase am besten. Hier ist die Band spielfreudig, lebendig, innovativ, rhythmisch, improvisationsfreudig und intensiv wie später nie wieder. Michael Shrieves inspiriertes Drumming wird durch zwei Percussionisten kongenial ergänzt. Zwischen Gesangsstücken kommen ausgedehnte Instrumental- Jampassagen, wo Carlos seine Gitarre unnachahmlich singen lässt; dahinter heult Gregg Rolies Orgel. Auf dem hier rezensierten dritten Album kommt Neal Schon als Co- Gitarrist hinzu, was etwas mehr Härte bewirkt. Es fehlen zwar Welthits wie "Jingo" und "Black Magic Woman", dennoch ist das Album aber mindestens genauso gut wie die zwei Vorgänger. Als Bonus liegt in dieser 2CD- Ausgabe eine komplette Live- CD dabei. Mein Anspieltipp ist "No one to depend on". Schon und Rolie waren zwar auch beim folgenden "Caravanserai" noch dabei, stiegen aber bald darauf aus und gründeten Journey. Fünf Sterne.
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Santana gilt als "Erfinder" des Latinrock, hat seinen musikalischen Kurs allerdings im Lauf seiner Karriere mehrfach umgesteuert. Puren, ungeschliffenen, ungefärbten, feurigen Latinrock bieten eigentlich nur die ersten drei Alben "Santana", "Abraxas" und "3". Danach kamen das jazzige "Caravanserai" und mehrere daran anknüpfende Werke, bevor es in den Endsiebzigern und Achtzigern poppiger und glatter, aber auch bedeutungsloser wurde, unterbrochen von ziellosen Soloalben. In den Neunzigern kam schließlich das phänomenale kommerzielle Comeback mit "Supernatural" und dessen Karbonkopie "Shaman".

Ich bin weder Jazzer noch Popfan. So gefällt mir aus dem Verlauf dieser Karriere die rohe Frühphase am besten. Hier ist die Band spielfreudig, lebendig, innovativ, rhythmisch, improvisationsfreudig und intensiv wie später nie wieder. Michael Shrieves inspiriertes Drumming wird durch zwei Percussionisten kongenial ergänzt. Zwischen Gesangsstücken kommen ausgedehnte Instrumental- Jampassagen, wo Carlos seine Gitarre unnachahmlich singen lässt; dahinter heult Gregg Rolies Orgel. Auf dem hier rezensierten dritten Album kommt Neal Schon als Co- Gitarrist hinzu, was etwas mehr Härte bewirkt. Es fehlen zwar Welthits wie "Jingo" und "Black Magic Woman", dennoch ist das Album aber mindestens genauso gut wie die zwei Vorgänger. Mein Anspieltipp ist "No one to depend on". Schon und Rolie waren zwar auch beim folgenden "Caravanserai" noch dabei, stiegen aber bald darauf aus und gründeten Journey. Fünf Sterne.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. August 2011
SANTANA III, erschienen 1971, war wild, voller tropischer Hitze und gleichzeitig absolut cool. Es enthielt jazzige Momente und hatte einen gewissen Progressive-Rock-Touch. Carlos Santanas Gitarrenspiel war makellos, Piano und Perkussion einfach fantastisch.

Insgesamt also ein tolles Album, dem allerdings der große Hit fehlte. Das als Single ausgekoppelte "Everybody's Everything" war den meisten wohl zu hitzig und letztlich nicht eingängig genug.

Meine persönlichen Highlights: "Taboo" und das lässig-leichte "Guajira", das man einfach immer wieder hören kann, ohne dass es einem jemals zu viel wird.
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am 25. Oktober 2015
Da ich das Album schon auf Vinyl besitze, musste ich dieses Klasse-Album natürlich auch auf CD kaufen. Carlos in Höchstform, auch auf den Bonusstücken. Die Bonus-CD ist zwar erneut in Filmore West (1971) aufgenommen und ich besitze schon Aufnahmen von einem 68iger-Konzert, aber die alten Stücke sind halt die besten!
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am 30. August 2013
Eine meiner Top Santana Alben - ein Meisterwerk! Hier gibt es keine Schwachstelle, mehr noch: wie viele Alben gibt es, die so gut sind? Carlos bleibt für mich immer wieder ein Rätsel: der Typ muß ein Genie sein. Eines jener Alben die man Repeat-mäßig totspielen kann, ohne daß man ihrer überdrüssig wird! Das macht ein Meisterwerk aus! Dringend zu empfehlen
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am 6. Dezember 2014
Über Santanas Musik muß man keine Worte verlieren, leider war die LP verwellt, trotz MFSL Pressung!

Ich stelle fest, daß sich bei meinen Bestellungen das Phänomen defekter "neuer" LPs häuft,
insbesondere diese unsinnigen 180g Pressungen sind betroffen. Zweite Wahl?
Zusammenfassung: Für ein unbeschädigtes Exemplar dieser LP würde ich 5 Sterne und mehr :-) vergeben.
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am 4. Dezember 2013
Abraxas war meine erste LP von Santana. Logischerweise habe ich mir die nächste LP von Santana auch gekauft. Meine Kumpels haben zu dieser Zeit noch Uriah Heep und so ein Zeug gehört.
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am 10. August 2013
Ist ok, diese Scheibe zu haben. Es fehlen mir die ruhigeren Nummern mit Feeling, wie sie auf der „Amigos zu finden sind“.
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am 9. September 2002
nicht so schlecht, wie so manches, was danach kam. Anspieltipp: Everythings comin' our way....
Vor allem ist Santana auf den frühen Platten noch erheblich unkommerzieller und das hört sich immer noch gut an, auch wenn es in den Augen von einigen Hörern schon verstaubt klingen mag.
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