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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sprachgewaltig,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. (Taschenbuch)
Der Roman dreht sich um diese Hauptcharaktere: Dies sind Gregor, ein Angehörigen der Partei, Knudsen, ein Fischer, ebenfalls Angehöriger der Roten Partei, Pfarrer Helander, Judith, eine Jüdin auf der Flucht und schliesslich der "Junge".Die Handlung dreht sich, im Hauptstrang, um die Rettung eines Kunstwerks aus der Kirche des Fischerorts Rerik. Diese stellt den "Lesenden Klosterschüler" dar, welcher den Nationalsozialisten ein arger Dorn im Auge war und zur entarteten Kunst zählen sollte. Der Pfarrer, dem seit WK 1 ein Bein fehlt, will der drohenden Zerstörung seines Schatzes entgegenwirken indem er versucht den Fischer zu bearbeiten, dass dieser den Klosterschüler nach Skandinavien bringt. Mit Hilfe von Gregor und Judith schafft er das auch. Das Faszinierende an diesem Werk ist unter anderem die Sprachgewalt Andersch'. Mit grösster Intensität erzählt er in nüchternem subjektivem Erzählstil aus der Perspektive des jeweiligen Protagonisten. Dabei fällt vor allem die Kursiv geschriebene Erzählung des Jungen auf, welche sich vorwiegend auf gedanklicher Ebene abspielt, während die anderen Charaktere neben Gefühlen auch die "Aussenwelt" schildern. Das Buch regt durch seinen Sprachstil zum Denken an und kritisiert nicht allzu versteckt das (damalige) System. Ein lesenswertes Werk. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. (Taschenbuch)
Die Erzählung dreht sich um fünf Hauptcharaktere: Einen Jungen, der sich in der kleinen Fischerstadt Rerik in der Nähe von Rostock langweilt und wie Huckleberry Finn davonlaufen möchte; Judith, eine junge Jüdin aus Hamburg, die vor den Nazis flüchtet (die Erzählung spielt 1937); Knudsen, Fischer mit eigenem Boot, KP-Mitglied, aber im Grunde von der Partei abtrünnig; Gregor, ZK-Funktionär, der Knudsen die neue Organisationsstruktur und Taktik der KPD mitteilen soll, aber sich vor allem selbst absetzen möchte; der Pfarrer Helander, dessen entzündeter Beinstumpf unheilbar ist, dem nur noch kurze Zeit zu leben bleibt, der aber vor allem eine kleine Holzstatue (ein lesender Mönch) retten möchte...Die Geschichte wird aus der Perspektive jeweils einer der Protagonisten entwickelt - die gesamte Handlung wiederzugeben, würde zu weitschweifig sein. Nach anfänglichem Widerstand entschließt sich Knudsen zunächst die Holzstatue, nach einer Schlägerei mit Gregor auch Judith mitzunehmen. Gregor lehnt aus Trotz Knudsens Angebot, mitzufahren, ab. Der Pfarrer erschießt einen Gestapo-Mann, der ihn wegen der Unterschlagung der Statue verhaften wollte. Die Statue war von den Nazis konfisziert worden, da sie einen Mönch darstellt, der liest WAS ER WILL - und das gefällt den Bücherverbrennern natürlich nicht. Wichtiger als die Handlung ist das, was das Buch zu großartiger Literatur macht - die Intensität der Sprache, die Art in der Gefühle, Landschaft, Stimmungen eingefangen werden (auch wenn alles irgendwie kalt, grau, bedrückend ist), die lebhafte Darstellung der inneren Spannungen der Charaktere. Einige Metaphern zergehen wie Zucker auf der Zunge ... "wehende Haarsträhnen" werden zu "Windschwarz der Haare"; "das Meer, (...), eine Schwinge aus eisigem Ultramarin, die den Spätherbst Skandinaviens umflog..."; "...ein Gesicht, in dem die Jugend sich wie ein im Traum gestörter Vogel regte, scheu und geisterhaft." (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sansibar oder der letzte Grund..auch etwas für Jugendliche,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sansibar oder der letzte Grund. (Taschenbuch)
Hallo.Ich bin 16 Jahre alt und musste dieses Buch im Deutschunterricht lesen.Ich muss jedoch sagen ,dass ich dieses Buch falsch eingeschätzt habe,da man zunächst etwas langweiliges erwartet.Die ersten 50-60 Seiten waren für mich etwas schwer zu lesen,da ich mich erst an den Sprachstil von Andersch gewöhnen musste doch nach einiger Zeit war es richtig gut.Ich fand dieses Buch zwar nicht sehr spannend aber interessant,da man so etwas über den Nationalsozialismus erfahren konnte was man nicht schon aus dem Geschichtsbuch kennt,da Andersch sich mit den Schicksalen von den einzelnen Personen befasst.Er versucht auch die verschieden Personen unterschiedlich darzustellen indem er sie verschieden erzählen lässt,wie zum Beispiel den Jungen der eine jugendliche Erzählart hat,zwar ist Andersch das nicht immer gelungen,aber man lernt sich in die Personen hineinzuversetzen.Für mich war dieses Buch keine Qual obwohl ich eigentlich lieber andere Bücher lese.Im Nachhinein war ich froh es gelesen zu haben.Ich kann dieses Buch nur empfehlen!
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