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Sansibar Blues oder: Wie ich Livingstone fand [Gebundene Ausgabe]

Hans Christoph Buch
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 28,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

November 2008
Sklavenhandel, blutige Revolution und Kalter Krieg - ein deutsches Jahrhundert auf Sansibar
Sansibar. Schon der Name evoziert eine Vielzahl von Bildern, Gerüchen und
Traumwelten - kein Wunder, dass Hans Christoph Buch sich ans Werk machte, die Verknüpfungen der geheimnisvollen, ja mythischen Insel im Indischen Ozean mit deutscher
Geschichte zu entdecken. Und es trat dank seiner originellen und heiteren Beschwörung eine phantastische, ins Surreale wuchernde Realität ins halbe Licht, bevölkert von Gestalten wie dem berüchtigten Sklavenhändler Tippu Tipp, der Stanley und Livingstone durchs dunkle Afrika führte und später dem deutschen Konsul Dr. Brode seine Lebensgeschichte erzählte, bis zur Tochter des Sultans von Sansibar, Salme, deren Entführung aus dem Serail durch einen Hamburger Kaufmann eine politische Krise herauf beschwörte. Nach dem frühen Tod ihres Mannes lebte Salme in Hamburg und später in Berlin, wo sie als exotische Kuriosität bestaunt und von Bismarck als Faustpfand benutzt wurde in einem diplomatischen Ränkespiel, das zur Einverleibung Sansibars ins deutsche Kolonialreich führte. 1890 trat Bismarcks Nachfolger Caprivi die strategisch bedeutsame Insel vor der Küste Ostafrikas im Austausch gegen Helgoland an Großbritannien ab. Nach der Entlassung in die Unabhängigkeit 1964 wurde Sansibar zum Schauplatz einerblutigen Revolution, die mit der Anerkennung der DDR begann und mit der Ermordung oder Vertreibung der hier seit Jahrhunderten ansässigen Araber endete: Ein rassistisches Massaker und zugleich eine späte Rache für die Greuel der Sklaverei - eine mörderische Verschwörung, bei der die Stasi, aber auch der CIA, Kuba und China ihre Hände im schmutzigen Spiel hatten. Damit nicht genug, tauchen der polnische Reporter Kapuski und der argentinische Revolutionär Che Guevara in einer Großintrige auf. Ein historisches Verwirrspiel und politisches Kaleidoskop aus der heißen Phase des Kalten Krieges, das, so unglaublich es klingt, Fakten spiegelt und nicht Fiktion ist.

Wird oft zusammen gekauft

Sansibar Blues oder: Wie ich Livingstone fand + Kauderwelsch, Kisuaheli Wort für Wort: Für Tansania, Kenia und Uganda. Kauderwelsch-Sprachführer Band 10
Preis für beide: EUR 35,90

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 241 Seiten
  • Verlag: Ab - die Andere Bibliothek; Auflage: 1., Aufl. (November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821862181
  • ISBN-13: 978-3821862187
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 12,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 448.038 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

'Der in der "Anderen Bibliothek" erschienene Roman ist ein Lesevergnügen und mit historischen Fotos und Landkarten auch ein bibliophiles Schmuckstück.“ (dpa, 19. Februar 2009) 'Der Autor schildert die Historie Sansibars, die verwoben ist mit de

Über den Autor

Hans Christoph Buch, Erzähler, Essayist und Reporter, geb. 1944 in Wetzlar, war 1963 mit nur 19 Jahren der jüngste Teilnehmer der Gruppe 47. Er veröffentlichte zahlreiche politische Reportagen und Essays, insbesondere aus dem karibischen Raum und aus afrikanischen Krisengebieten. 2004 erhielt er den renommierten Preis der Frankfurter Anthologie.

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4.0 von 5 Sternen Halb Roman, halb Geschichtsbuch 26. August 2010
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Flott ist dieses Buch geschrieben. Ein anderes Wort will mir nicht so richtig einfallen. Schnell liest sich das Buch, fast jedes der kleinen Kapitel ist spannend und enthält vieles Unterhaltsames, Kurioses und manchmal auch Trauriges oder Grausames, und immer hat dieses auch einen historischen Hintergrund. So kann man beim Lesen die Geschichte der Insel Sansibar über ein gutes Jahrhundert verfolgen, wobei diese Geschichte nicht einfach direkt erzählt wird, sondern in den Aufzeichnungen von den und über die Protagonisten in diesem Roman erscheint. Ein neuer Blick auf das Thema Geschichte ist das, man lässt einfach die historischen Figuren sprechen. In Gedanken, Worten und Taten, wobei ersteres ja gerade nicht historisch überliefert ist. Aber dafür schaffen die Photos am Anfang und Ende des Buches wieder etwas historische Authenzität.

Um Elfenbein- und Sklavenhandel geht es hier. Um die Konflikte zwischen schwarzafrikanischen und arabischstämmigen Einwohnern der Insel. Die "Entdeckung" und Inbesitznahme von Afrika durch die Kolonialmächte spielt eine Rolle. Revolutionen, den Ost-West-Konflikt, die Diplomatie zischen England und Deutschland vor dem ersten Weltkrieg, Mischehen zur Kaiserzeit, all das und viel mehr findet sich in diesen Erzählungen. Wie man jetzt schon ahnt, hat das alles etwas Anektdotisches. Das Buch wirkt manchmal etwas ungeordnet, wenn eine Geschichte mal wieder unvermittelt aufhört, um dann nach einer Unterbrechung durch ein ganz anderes Thema viel später wieder fortgeführt zu werden. Am besten liest man das Buch daher einfach am Stück, dann merkt man auch schön, wie sich die Menschen und deren Konflikte über die Zeiträume hinweg doch immer wieder zu gleichen scheinen.

Zum Abschluss des Buches folgen dann noch einige historische Texte, die die Arbeitsweise des Autors beim Schreiben noch einmal gut erläutern und weitere Einsichten in die merkwürdige Geschichte Ostafrikas gewähren. Alles zusammen ergibt dann eine wirklich gute Einführung in das Thema.
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4.0 von 5 Sternen Faszinierend aber nicht einfach zu lesen 29. November 2012
Von Mpira
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich bin am Anfang überhaupt nicht in das Buch gekommen. Mag sein, dass ich das Konzept zunächst nicht ganz verstanden habe: Es werden drei Geschichten (Hans Dampf, Diplomat der DDR zur Zeit der Revolution 1964; Salme, die bekannte sansibarische Prinzessin, die einen deutschen Kaufmann heiratete und danach Emily Ruete hieß; Tibu Tipp, Sklavenhändler) in je zwei Abschnitten erzählt, meist in Ich-Form; dazwischen und davor gibt es Passagen namens "Jetlag", die ein modernes Stimmungsbild widergeben.

Dieses war allerdings eines der Bücher, bei denen ich mich nach dem Lesen bereichert fühlte. Aus diesem Grund gebe ich vier Sterne, obwohl mir das Lesen nicht immer leicht gefallen ist.
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