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Sanjuro
 
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Sanjuro

Toshirô Mifune , Yuzo Kayama , Akira Kurosawa    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Toshirô Mifune, Yuzo Kayama, Tatsuya Nakadai
  • Regisseur(e): Akira Kurosawa
  • Komponist: Masaru Sato
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 12. September 2005
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000ZINL9E
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.490 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Inhalt

Akira Kurosawa – dieser Name bürgt in der internationalen Filmwelt für absolute Qualität. Der 1910 in Tokio geborene japanische Meisterregisseur schuf zwischen 1943 und 1993 unzählige Filme, ein wahrlich großes und vielseitiges Œuvre: Die berühmtesten unter ihnen, wie Die sieben Samurai, Rashomon oder Ran sind heutzutage Meilensteine der Kinogeschichte. In den 1950er und 60er Jahren gehörte Kurosawa neben Regisseuren wie Federico Fellini, Ingmar Bergman, Luchino Visconti oder Luis Buñuel zu den prägendsten Figuren der Filmkunst. Diverse Filmpreise und Oscar-Nominierungen waren der Lohn für den 1998 verstorbenen Ausnahme-Regisseur.

Doch die höchste Auszeichnung, den Oscar, durfte Akira Kurosawa nie entgegennehmen. Warum, wissen wohl nur die Jury-Mitglieder, denn auf dem Höhepunkt seines Schaffens legte Kurosawa eine ungewöhnliche visuelle und intellektuelle Lebendigkeit an den Tag, die völlig konkurrenzlos war. Getreu seinem Lebensmotto „Wenn man allem mit offenen Blick begegnet, gibt es nichts, wovor man Angst haben müsste“ ging der Filmemacher keinem Problem oder Widerspruch aus dem Weg. Ob seine Filme in mittelalterlichen Wäldern oder in modernen Großstadtschluchten spielen, immer zeigen sie gewaltige, fast übermenschliche Konflikte. Dazu seine legendäre Bildsprache: Mittels seiner dynamischen Schnittechnik oder seinem Faible für die Schaffung düsterer und bedrohlicher Stimmungen durch bestimmte Wetterphänomene wie Regen oder Sturm, unterstrich „Nippons Regiestolz“ eindrucksvoll seine Szenerien. Gerade auch im Bereich des Schwertkampf – oder Samurai-Films setzte Kurosawa neue Maßstäbe: Seine Kampfszenen bestechen durch ihren Realismus. So reicht einem erfahrenen Kämpfer oft schon ein einziger, guter Hieb, um seinen Gegner zu töten, während ungeübte Bauern mit dem Schwert eher orientierungslos herumfuchteln. Auf die bis dato üblichen, ballettähnlichen Choreografien verzichtet der Regisseur gänzlich.

Mit Sanjuro legte Akira Kurosawa 1962 einen weiteren Klassiker des Samurai-Genres vor. In der Hauptrolle als Samurai-Kämpfer Tsubaki Sanjuro brilliert erneut sein Lieblingsakteur Toshiro Mifune, der es mit Filmen wie Grand Prix, Die Hölle sind wir oder Rivalen unter roter Sonne auch in Hollywood zu Weltruhm brachte. Quasi als Nachfolger von Yojimbo, der Leibwächter gerät Sanjuro erneut zwischen die Fronten zweier verfeindeter Parteien: In einem Dorf sitzen neun Samurai unter Führung von Iori (Yuzo Kayama) zusammen und reden über ein schwieriges Problem.

Irgendjemand im Clan des Dorfes hat offensichtlich vor, die Macht an sich zu reißen. Gemeinsam überlegen sie, wer das sein könnte. Aus dem Nebenraum taucht plötzlich ein Fremder auf, der durch die neun Männer geweckt wurde und ihr Gespräch mitbekommen hat. Der Fremde namens Tsubaki Sanjuro schlussfolgert aus dem Gespräch, dass der Vorsteher Kikui (Masao Shimizu) mit der Übernahme der Macht liebäugelt. Doch die neun Männer glauben ihm nicht. Erst als Sanjuro ihnen zeigt, dass Kikuis Männer das Haus bereits umstellt haben, sehen die Neun klarer. Zunächst verstecken sie sich und Sanjuro gelingt es, die Männer Kikuis und deren Anführer Muroto (Tatsyua Nakadai) los zu werden. Es stellt sich heraus, dass der machtbesessene Kikui es auf den Onkel Ioris, den Kammerherrn Mutsuta (Yunosuke Ito), abgesehen hat, um ihn als Verräter und korrupten Mann darzustellen. Mutsuta ist Kikui offenbar im Weg, sich die Macht im Clan zu sichern. So machen sich Sanjuro und die anderen auf, und befreien zunächst durch eine List Mutsutas Frau (Takako Irie) und dessen Tochter Chidori (Reiko Dan). Dabei offenbart sich, dass Kikui tatsächlich Mutsuta gefangen hält. Sanjuro sieht nur eine Möglichkeit, Mutsuta zu befreien und das Komplott aufzudecken: Er will zum Schein auf das Angebot Murotos eingehen und sich ihm andienen. Doch die neun Samurai zweifeln noch immer an der Ehrbarkeit Sanjuros und durchkreuzen den Plan des listigen Kämpfers. Jetzt gibt es für ihn nur noch eine Chance, Kikui und vor allem Muroto zu besiegen – wiederum durch eine List...

Mit Sanjuro gelingt Akira Kurosawa ein weiterer Meilenstein des Schwertkampffilms, der unter anderem auch als Vorlage für Meisterwerke wie Für eine Handvoll Dollar oder Last Man Standing diente. Mit den sensationellen Kampfszenen revolutionierte er ganz nebenbei auch das Samurai-Genre: Von nun an setzte man auf drastische Szenen voller Gewalt, und Blutfontänen wurden zum Standard. Für Freunde des gepflegten „Klinge-Kreuzens“ ein echter Hingucker!

Movieman.de

"Sanjuro" ist ein Meisterwerk und der erste Film von Kurosawa, der in glorreichem Widescreen gedreht wurde. Die Bildkomposition ist wundervoll, die Kamera immer punktgenau — egal, ob sie ruht, oder sich geschmeidig bewegt — und die Darstellung von Toshiro Mifune ist unübertroffen. Doch nicht nur formal, auch inhaltlich ist dies ein Klassiker des japanischen Films, der viel aussagt über die Psychologie der Führerschaft, der zeigt, wie Sanjuro das Kommando über ihm völlig Fremde annimmt. Und er ist ein Film, der eine Aussage über die Schrecken des Krieges trifft, die das Herz des Kriegers für alle Zeiten vernarben lassen und ihn unfähig werden lassen, wieder Teil der Gesellschaft zu werden. Doch damit nicht genug, wirft der Film sein Augenmerk auch auf den kleinen, gemeinen Soldaten, der in den Kampf geschickt wird für Ziele — ob gut oder böse -, die ihn nichts angehen. Kurosawa hat einen vielschichtigen Film geschaffen, über den man noch lange nach dem Abspann nachdenken kann. Fazit: Qualitativ hochwertiger Samuraifilm

Moviemans Kommentar zur DVD: Die Punktwertung ist aufgrund des fehlenden Bonusmaterials und des Monotons ein wenig verfälschend. "Sanjuro" ist ein Klassiker des japanischen Kinos in schöner Aufmachung. Man hätte sich Bonusmaterial gewünscht, aber technisch gesehen ist diese DVD das Beste, was sich aus dem Material wohl herausholen lässt. Die Covergestaltung ist schön geworden und besitzt sehr viel Klasse.

Bild: Das Bild ist recht hübsch geworden und wirkt sogar etwas schöner als das vielgelobte Bild der amerikanischen Criterion Collection. Der Kontrast ist mitunter etwas überdreht, was sich vor allem bei Gesichtern zeigt, oder aber in dunklen Flächen wie 00:24:41. Die Vorlage ist gut erhalten. Altersbedingt finden sich zwar immer wieder Dropouts und Kratzer, aber diese stören nicht wirklich (00:03:16). Rauschen ist da und man merkt es bei größeren homogenen Flächen auch, wobei sich mitunter stehende Rauschmuster dazumischen (00:47:34). Die Schärfe ist gut, bleibt auch bei Bewegungen konstant und sorgt für nette Detailtiefe. Fazit: Ein dem Alter angemessenes Bild in schöner Qualität.

Ton: Beide Tonspuren sind ziemlich gut. Der deutsche Ton klingt etwas lauter, hat die typische Abmischung einer Synchro, die ein wenig aufgesetzt wirkt, während der japanische Ton realistischer ist und sich auch besser ins Tongefüge einfindet, womit er etwas dynamischer wirkt. Nichtsdestotrotz sind beide Spuren unter jeweils leicht veränderten Betrachtungen im oberen Mono-Bereich anzusiedeln. Da es auch deutsche Untertitel gibt, kann der Film auch im japanischen Original genossen werden.

Extras: Einzige Extra ist eine Bildergalerie. Laut KSM erhielt die Firma keine Erlaubnis vom Lizenzgeber Toho, weiteres Bnousmaterial auf ihre Veröffentlichungen zu packen. Angesichts der Bedeutung der Filme eine echte Schande. --movieman.de


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Kurosawa. Einfach herrlich!, 23. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Sanjuro (DVD)
Kurze Vorbemerkung: Ich besitze die DVD aus der Sammlerbox "Korusawas Meisterwerke" und kann daher keine Aussagen über die Qualität dieser DVD machen, mir kommt es auf den Film an.

Sanjuro ist ein Ausnahmewerk von Akira Kurosawa. Meines Erachtens nach erreicht er nicht die erzählerische Dichte von "Ran" oder den "Sieben Samurai", denn man merkt von Anfang an, es ist ein eher kleinerer Samuraifilm, der dennoch vollends überzeugt. Auffallend ist mal wieder der typische Stil Kurosawas, der aufwendige Choreografien und Bilder mit dem theaterhaft wirkenden Schauspiel der Protagonisten. Hinzu kommt eine spannende Geschichte mit vielen Wendungen, die sich nicht um eine Einleitung schert, sondern sofort startet. Es ist schon erstaunlich, wie der Regisseur es schafft, innerhalb von 2 Minuten die gesamte Rahmenhandlung auf den Punkt zu bringen. Was an "Sanjuro" anders ist gegenüber den restlichen Kurosawa-Streifen, welche meistens sehr ernst und bedrückend sind, ist der ironische und humorvolle Ton des Films. Vor allem der Titelgebende Held sorgt mit seinem für einen Samurai ungewöhnlichen Benehmen immer wieder für Schmunzler, genauso wie das flapsige und unsichere Verhalter der 9 Krieger, die er im Film anführt. Aber dennoch gibt es einen ernsten Unterton im Film, nämlich Sanjuros Bestreben, den im Film geschilderten Konflikt ohne Blutvergießen zu einem Ende zu führen, was ihm allerdings aufgrund menschlichen Übermutes (oder schlichter Dummheit?) nicht gelingt und zu großartigen Kampfszenen führt, denen man ihr alter lediglich durch den Schwarzweißkontrast ansieht.

Alles in allem ist Sanjuro doch eine nette Abwechslung zu den schweren Dramen des Meisters und gerade deshalb für Fans und Interessierte zu empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Samurai Sanjuro ist zurück!, 1. Mai 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sanjuro (DVD)
Samurai Sanjuro der schon in Kurosawas Klassiker Yojimbo für Furore sorgte ist zurück. Wieder spielt Toshiro Mifune den leicht vergammelten, aber schlauen und mit der Klinge schnellen Samurai. Diesmal hilft er 9 jungen Samurai gegen korrupte Machthaber aus ihrem Clan. Der Film selbst ist natürlich klasse, nicht ganz so wie Yojimbo aber ähnlich. In Sanjuro gibt es um einiges mehr an Witz als in Yojimbo. Vielleicht sind aber auch die Sanjuros Feinde etwas zu leichtgläubig und seine Verbündeten eine Spur zu ungeschickt. Doch keine Sorge Sanjuro erledigt wieder jede Menge Bösewichte mit der Klinge und trickst seine Gegner geschickt aus. Am Ende gibt es noch ein Duell zwischen Sanjuro und seinem letztem Feind. Mit Sicherheit einer der humorvollsten Filme von Regielegende Akira Kurosawa.

Zur DVD selbst: Leider weisst das Bild da und dort Störungen auf und im Hintergrund gibt es ein leichtes Rauschen. Eine Japanische Fassung befindet sich auch auf der DVD. Die DVD kann aber an sich als zufriedenstellend bewertet werden. Leider sind keine Specials dabei und das Menü als auch die Bildergalerie sind ohne Film-Musik. Wer nicht auf die bevorstehende Neuauflage warten will, kann hier trotzdem zugreifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein leichterer Kurosawa, 6. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Sanjuro (DVD)
Eine sehr gelungene Fortsetzung von Yojimbo - Der Leibwächter. Im Vergleich zu diesem ist Sanjuro flüssiger erzählt und mit einer ordentliche Portion Humor ausgestattet. Mifune spielt den listigen, schmuddeligen und des Tötens eigentlich müden Samurai, der eine Horde übermütiger junger Spunde beim Kampf gegen Korruption und Machtmißbrauch unterstützt, wie immer perfekt. Neben Spannung, Humor und gelungenen Schwertkämpfen kommt auch Nachdenklichkeit nicht zu kurz.
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