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Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas (edition suhrkamp)
 
 
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Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Hans Magnus Enzensberger
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 73 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 8 (14. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518061720
  • ISBN-13: 978-3518061725
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Hans Magnus Enzensberger
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Enzensberger hat gründlich recherchiert. Geduldig zählt er Fakten auf, reiht Indiz an Indiz, wie in einem Kriminalfall. Sein Tonfall ist unverwechselbar: entspannt und präzise, stets sprungbereit und dabei von jener sanften Ironie, unter deren Oberfläche die scharfen Klingen des Vivisekteurs lauern. Enzensberger will nicht einfach mal gegen die EU polemisieren, er will ein in seiner Machtgier sich unaufhaltsam voranwälzendes Ungeheuer entlarven. Dieses Monstrum hat eine Geschichte, aber kaum jemand kennt sie. Enzensberger erzählt von ihr, was jeder Europäer wissen sollte.«

(Hubert Spiegel Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Es mag nicht sehr originell sein, einen Essay gegen die Bürokratie der Europäischen Union zu schreiben, aber es ist notwendig. Wie wichtig, das belegt die Lektüre von Hans Magnus jüngstem Essay das Sanfte Monster Brüssel

(Knut Cordsen NDR Kultur )

»Dieser Essay unterschlägt nicht die Positiva, die durch das Näherrücken gewonnen wurden – die niemals belastete Ära friedlicher Nachbarschaft, die Erleichterungen für Verkehr und Wissenstransfer, die Kulanzen im Handelsgeschäft. Doch er warnt eindringlich und hier auf den Spuren von Hannah Arendt vor dem Moloch der Bürokratie, der die Komplexität reduzieren will und dabei immer weitere Komplexitäten schafft.«

(Martin Meyer Neue Zürcher Zeitung )

»In dem nur 67 Seiten umfassenden Büchlein gelingt es dem Autor hervorragend, kurz, knapp und bündig all das an Brüssel aufzuzählen, was einen normalen Bürger zur Weißglut bringen könnte, wenn er denn überhaupt von all den Missständen wüsste.«

(Preußische Allgemeine Zeitung )

»Fazit: Lesevergnügen zu einem wenig vergnüglichen Thema.«

(Ralph Malisch Smart Investor. Das Magazin für den kritischen Anleger )

»Kritik am europäischen Einigungsprozess gilt als nationalistischer Reflex. … Dass es auch anders geht, führt Hans Magnus Enzensberger in seinem luziden Essay vor. … Enzensberger leistet mit seinem Essay einen essentiellen Beitrag zur politischen Kultur Europas.«

(Stephan Wehowsky journal21.ch )

»Wer sich angesichts des Titels eine hitzige Streitschrift gegen „die in Brüssel“ erwartet, wird enttäuscht werden. Enzensberger nähert sich seinem Gegenstand mit wohl tuender Ausgewogenheit, Redseligkeit und Nüchternheit, trotzdem ist der Text äußerst witzig geschrieben. … So kompakt Enzensbergers Text geraten ist, so dicht ist er mit höchst informativen Häppchen angereichert, die das Lesevergnügen erheblich steigern. … Enzensberger ist ganz offenkundig kein dumpfer EU-Gegner, sondern eher ein enttäuschter Liebhaber einer großen Idee, die von der real existierenden Union nur allzu oft veruntreut wird. Er dürfte damit nicht ganz allein sein.«

(Christian Ortner Wiener Zeitung )

Kurzbeschreibung

Europa ist derzeit in aller Munde. Mißtrauen herrscht gegen die fernen Institutionen in Brüssel. Was, fragen sich immer mehr Europäer, treiben unsere weithin unbekannten Vormünder hinter verspiegelten Fassaden, meist verschlossenen Türen und mit einer höchst fragwürdigen Legitimation? In einem Essay hat sich Hans Magnus Enzensberger der Aufgabe gestellt, zur Aufklärung über die Gebräuche und Spielregeln beizutragen, mit denen das Europa von ‚Brüssel’ uns zu regieren beansprucht: lakonisch und treffsicher, wohlinformiert und bissig, dabei um Gerechtigkeit bemüht, denn das Monster, dem er ins Auge blickt, ist nicht immer nur furchterregend, sondern auch sanft. Dennoch muß der Leser Nebenwirkungen in Kauf nehmen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
E (uer) U (ntergang) 17. April 2011
Format:Taschenbuch
Knapp siebzig Jahre ohne Krieg in Europa, dafür gebührt - ja wem? - uns? ,Lob und Preis` (Kapitel I). Doch dann beginnt der alltägliche Brüsseler Wahnsinn. Nur einmal wird dessen Schilderung unterbrochen, wenn im Kapitel VI im geschichtlichen Rückblick von der ,halbvergessenen Vergangenheit' die Rede ist. Mit sprachlicher Lust genießt der Autor die ,Abkürzeritis', verweist auf den ,unpassierbaren Drahtverhau' der unzählbaren Verordnungen und warnt dezidiert vor der Entdemokratisierung des Halbkontinents, wobei Hinweise auf vergangene Diktaturen (Hitler und Stalin) in gewissen Bereichen Identitäten aufzeigen. Dabei meint es die EU-Kommission ja nur gut, sie will nur unser Bestes: nicht rauchen, nicht fett essen, ausreichend große Kondome, die richtig grünlich-weiße Färbung des Porree, gesundes Licht und und und - nur: mitreden sollte der EU-Bürger nicht. Er hat ja auch nicht den Überblick über 27 verschiedene Länder. Deshalb sei es richtig, ihn ein großes Parlament wählen zu lassen, aber das war's dann! Hier beginnt der Autor ärgerlich zu werden: ,Politische Entmündigung', ,Hang zu Bevormundung und Kontrolle',. Denunzierung all derer als Antieuropäer, die den ,Plänen der Kommission widersprechen'. Abschließend wird in einem Gespräch" des Autors mit einem Monsieur*** aus der Kommission" die ,Lebenswelt der EU-Bürger' und die des ,Biotops' EU-Institutionen thematisiert.
Ein herrliches Büchlein, tiefsinnig und irreal zugleich. Absolut lesens- und bedenkenswert, politisch brisant. Diese Satire wird nur noch von der Realität übertroffen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Man merkt gleich, dass der Autor es darauf angelegt hat, die Schwachstellen des "sanften Monsters" EU aufzudecken. Er tut dies so, dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Nicht alles, was er schreibt, hat mich an sich überrascht, aber in seinem Ausmaß doch beeindruckt. So etwa seine Thesen zur Aversion der EU gegenüber Kritik und Skeptik, die Enzensberger sicher aus eigener Erfahrung kennt. Ich kann seine Aussagen nachvollziehen, würde mir aber meine Meinung nicht nur aufgrund dieses einen Buches bilden. Darüber hinaus weiß Enzensberger vorzüglich mit Sprache und mit Ironie umzugehen, so dass sich die 68 Seiten trotz ihrer Faktenschwere lesen wie eine Glosse. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen, man muss als Leser aber aufpassen, es richtig einzuordnen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ob dem deutschen Normalbürger die EU noch als sanftes Monster erscheinen würde, wenn er sich einmal vorrechnen ließe, was sie ihn wirklich kostet, ist mehr als fraglich. Doch eine solche Bilanz lässt sich leider nicht aufmachen, weil dieses behördliche Monster Transparenz mehr scheut als der Teufel das Weihwasser. Das ist bereits einer der grundsätzlichen Mängel der EU, die Enzensberger in seinem Text anprangert.

Mir ist beim Lesen nicht klar geworden, für wen der Autor sein dünnes Büchlein eigentlich verfasst hat. Jemand, der sich mit dem EU-Monster auch nur etwas beschäftigt hat, erfährt hier allenfalls partielle Neuigkeiten. Vielleicht erweist sich für den einen oder anderen die von Enzensberger relativ ausführlich beschriebene Tatsache als nützlich, dass diese Behörde von Anfang an bewusst in Widerspruch zu den demokratischen Prinzipien Europas konstruiert wurde.

Die meisten deutschen Gesetze werden inzwischen von der Brüsseler Eurokratie entworfen und anschließend im Bundestag nur noch durchgewunken. Doch die EU-Kommission besitzt keine demokratische Legitimation, weil sie faktisch von den EU-Staaten eingesetzt wird. Sie kann nicht abgewählt werden und ist niemandem Rechenschaft pflichtig. Doch sie kann beschließen, welche Glühlampen wir benutzen dürfen und welches Benzin wir zu tanken haben. Außerdem ist sie gleichzeitig Legislative und Exekutive, was jedem demokratischen Grundverständnis diametral zuwider läuft. Dies alles macht der Autor in seinem in acht Kapitel und einen Anhang unterteilten Werk mit klaren Worten deutlich.

Obwohl Enzensberger mit seinem gut lesbaren Text das Wesen dieser undemokratischen und Wohlstand fressenden Behörde beschreibt, scheut er am Ende die auf der Hand liegende Schlussfolgerung: Ein solches Monster zerstört die europäische Idee nicht nur grundlegend, sie erzeugt durch ihre dirigistischen Zwangsmaßnahmen und Umverteilungsprozesse zunehmend Spannungen zwischen den Völkern.

Fazit.
Ein ironischer Text, der das undemokratische und planwirtschaftliche Wesen der EU aufdeckt, jedoch keinerlei Neuigkeiten verbreitet und am Ende lieber nicht über die wahrscheinlichen Folgen einer solchen undemokratischen und von den Völkern nicht gewollten Entwicklung nachdenkt.
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" eye-opener" about "Brussel"
A very interesting and witty book, especially now. When you read this you cannot be surprised at the present eurocrisis!
Vor 5 Monaten von E.J. Stam-van Waasdijk veröffentlicht
Einfach nur saugut
Man hat immer wieder bemängelt, dass unsere geistige Elite sich dem Politischen zusehends verweigert. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Reinard Schmitz veröffentlicht
solche Bücher
sollten es häufiger geben. Sehr humorvoll geschrieben. Dieses Buch kann man jedem EU Politiker empfehlen, damit die endlich mal wissen, das es auch Bürger gibt, die gerne... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von jott-emm veröffentlicht
Mit Gefühl, aber ohne Verstand
Es gibt viele gute Bücher, die die EU zu recht für Ihre mangelnde emotionale Verbundenheit zu den Bürgern, aus demokratietheoretischen oder liberalen... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Naphta veröffentlicht
Erfrischend und notwendig
Aus eidgenössischer Perspektive: Die von Enzensberger vorgetragenen Kritikpunkte gegenüber der EU sind nicht neu - vor allem nicht für ein Schweizer Publikum. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von j. van wezemael veröffentlicht
Sanftes Monster, Hans Magnus Enzensberger
Wüsste man nicht, dass Enzensberger ein bekannter und seriöser Schriftsteller und kritischer Zeitgenosse ist, wäre man geneigt die im Buch beschriebenen... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Armin veröffentlicht
Europa-Misstrauen, intellektuellig
Schriftsteller, Lyriker und Querulant Hans Magnus Enzensberger hat mit Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas (edition suhrkamp) einen Essay geschrieben,... Lesen Sie weiter...
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Dr. Hans W. Wieczorrek Das Monster
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Merkels Spardiktat treibt Europa immer weiter in die Krise Silvio Duwe 01.02.2012 0 01.02.2012
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