Pressestimmen
»Die von Alessandro Nova verantwortete deutsche Vasari-Edition kann kaum genug gerühmt werden. Derart glücklich wirken Wissenschaftler, Verleger und fördernde Stiftungen selten zusammen. In Einzelbände zerlegt, erhält man Vasari in einem eleganten Format, das die Damen der Renaissance auf ihren Nachttischchen geschätzt hätten. ... Vorwiegend angemessene Übersetzungen des in sich ungekürzten Textes der wissenschaftlich besten verfügbaren Ausgabe, kundige Einleitungen und exzellente Kommentare: dies alles zu einem erschwinglichen Preis dergleichen ist heutzutage schon beinahe eine Heldentat.« (Andreas Dorschel, Süddeutsche Zeitung)
»Kein Superlativ scheint gegenüber diesem Werk übertrieben. Vasaris Viten bilden eine geschlossene Geschichte der Kunst des 14. bis 16. Jahrhunderts, damit wurde ihr Autor zum viel beschworenen Vater der Kunstgeschichte . Nun bringt der Wagenbach Verlag eine Neuedition mit neuen Übersetzungen heraus. Ein Blick ein die ersten Bände erweist, daß es ihnen auf vorzügliche Weise gelingt, so wörtlich wie möglich an Vasaris Text zu bleiben und zugleich die Melodie seiner Diktion zu wahren. Erstmals seit der Übersetzung Schorn und Försters in das Deutsche des frühen 19. Jahrhunderts liegen damit die Viten in einer Form vor, die vorzüglich lesbar ist, ohne die Genauigkeit der Schilderung preiszugeben. Vasari wie noch nie.« (Literaturen)
Kurzbeschreibung
Dieser Band stellt vier Maler des 15. Jahrhunderts vor, die unser Bild von der Florentiner Renaissance nachhaltig geprägt haben: Sandro Botticelli gehört zu den populärsten Künstlern aller Zeiten. Vor allem die grazilen Frauengestalten seiner mythologischen Gemälde die Geburt der Venus und der Frühling machten ihn berühmt. Vasari setzt andere Akzente: Er erfindet eine dramatische Lebensgeschichte von Ruhm und Elend des Malers, die sich später zur Legende verfestigte. Filippino Lippi arbeitete in Botticellis Werkstatt, ehe er durch eigene Aufträge von Lorenzo de Medici zu einem der angesehensten Künstler seiner Zeit wurde. Vasari schätzt ihn für sein bescheidenes Wesen und seine überfließende Erfindungskraft in der Malerei. Von Cosimo Rosselli berichtet Vasari, wie er im Wettstreit mit Botticelli und anderen Malern den Papst durch den Einsatz von Gold für sich einzunehmen wusste. Alesso Baldovinetti wirkte über viele Jahrzehnte als Maler und Mosaizist in Florenz. Im Kreuzgang der Kirche SS. Annunziata schuf er die erste naturgetreue Landschaftsdarstellung der Florentiner Kunstgeschichte.