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Meisterwerk des Horrors, 25. Oktober 2008
Der Sandmann ist ein sehr vielschichtiges, tiefgründiges Werk. Da hier schon zahlreiche sehr gute Rezensionen vorliegen, die auf verschiedenste Aspekte eingehen und ich mich in letzter Zeit mit moderner Horrorunterhaltungsliteratur befasst habe, möchte ich mich auf den Horroraspekt der Erzählung beschränken. E.T.A. Hoffmann skizziert mit einigen wenigen Pinselstrichen ein Meisterwerk des Horrors. Ich habe noch nie zuvor irgendetwas gelesen, das so erschreckend ist und unter die Haut geht wie der Eröffnungsteil des Sandmanns. Bemerkenswert ist, dass Hoffmann diese schreckliche Bild des Sandmanns in einer düsteren, angespannten Atmosphäre sehr kurz und präzise erzählt ohne weit auszuschweifen. So manch moderner, gefeierter König des Horros schafft auf 1000 Seiten nicht, was Hoffmann auf nur 10 erledigt. Beim Lesen hat man das Gefühl, dass man sich tatsächlich selbst in der Situation befindet: man ist ein Kind, das mit Schrecken darauf wartet, dass der Sandmann die Treppe heraufgeht. Die Figur des Sandmanns selbst ist in wenigen Worten so erschreckend und furchteinflößend dargestellt, dass man hofft ihm niemals zu begegnen. Allein der von mir beschriebene Aspekt verdient sich 5 Sterne. Dieser ist aber, wie bereits oben erwähnt, nur einer von vielen, den dieses Meisterwerk zu bieten hat.
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Wahn und Wirklichkeit, 12. Juli 2006
Es fängt ganz harmlos an: Der kleine Nathanael fürchtet sich vor dem Sandmann, wie das bei Kindern nun mal vorkommen kann. Nathanael ist sich sicher, dass der Advokat Coppelius, der oft abends den Vater besucht, der Sandmann ist, von dem ihm die Kinderfrau schreckliche Dinge erzählt hat. Als dann der Vater ums Leben kommt, woran Coppelius nicht ganz unschuldig ist, bestätigt das die Ängste des Jungen. Jahre später - Nathanael ist inzwischen Student - glaubt er in einem Hausierer Coppelius wiederzuerkennen. Seine Angst flammt wieder auf; er fürchtet, Coppelius könnte mit dämonischen Kräften sein Leben zerstören. So kommt es dann auch: Nathanael sieht sich auf Schritt und Tritt vom bösen Sandmann verfolgt, der es auf Menschenaugen abgesehen hat. Schließlich stürzt er sich von einem Turm in den Tod. Ist Nathanael tatsächlich wehrloses Opfer einer bösen Macht? Oder verfällt hier ein übersensibler junger Mann nach und nach dem Wahnsinn? Diese Frage wird nicht geklärt. Denn E. T. A. Hoffmann, der Meister der phantastischen Literatur, verwischt in seiner Erzählung bewusst die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Wahn und lässt unterschiedliche Deutungen zu. Mit dieser Erzählweise gilt der "Gespenster-Hoffmann" als ein Vorläufer der modernen Literatur.
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Übersichtlich und logisch gegliedert!, 2. September 2007
Die "Königs Erläuterung" zum "Sandmann" ist sehr übersichtlich gegliedert! Der "Sandmann" wird über die verschiedenen Aspekte hinweg logisch in zwei Hauptteile eingeteilt. Über die gesamte Interpretationshilfe wird die Gefühlslage des Protagonisten sehr gut wiedergegeben. In der Charakteristik werden alle Personen berücksichtigt. Hier wird immer jeweils die Beziehung zweier Personen zueinander einzeln betrachtet, was das Verhältnis zwischen den Personen ganz besonders gut verdeutlicht. Auch wird eingehend die Erzählweise Hoffmanns behandelt. Es werden immer die einzelnen Briefe eines Autors an einen Empfänger zusammengefasst, wobei die unterschiedlichen Ansichten, Gefühle und Weltbilder der Schreiber gut ersichtlich werden. Angaben von Zitate und Textstellen werden aber trotzdem nicht vernachlässigt. Auch werden die zentralen Motive im "Sandmann" erklärt, was ideale Denkanstöße zur eigenen Interpretation gibt. Besonders hilfreich für Lehrer sind die verschiedenen Themen und Aufgaben mit Tipps zur Lösung, die gut im Unterricht verwendet werden können. Besonders hilfreich für Schüler sind die verschiedenen, hervorgehobenen Tabellen, Zusammenfassungen und Stichworte. Unumschränkt empfehlenswert!
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