Es ist "die Geschichte eines lustigen Rollentauschs", wie es im Untertitel heißt. Das Buch erzählt vom Sandmännchen, das krank im Bett liegt und seine Aufgabe, den Kindern auf der Erde Traumsand in die Augen zu streuen, nicht mehr erfüllen kann. Da stehen alle Kinderzimmer Kopf. Statt schlafen zu gehen, toben die Kleinen, und die Eltern sind verzweifelt. Dass da wohl etwas nicht stimmt, bemerkt schon bald der Mann im Mond. Er eilt zum kranken Sandmännchen, und die beiden haben eine tolle Idee: Der Mondmann soll den Sand zur Erde bringen, und derweil passt das Sandmännehen auf die riesigen Mondscheinwerfer auf. Doch schon bald geht allerhand schief. Die vergnügliche Geschichte lebt nicht nur von der Spannung des Geschehens, sondern auch von den vorzüglichen Bildern. Etliche Seiten lassen sich ausfalten oder erlauben Durchblicke auf die nächste Seite, so dass das Blättern und Anschauen zu einem großen Spaß wird. Kinder ab dem vierten Lebensjahr genießen das Buch beim Vorlesen und Zeigen ebenso wie Grundschulkinder, die das Abenteuer vom beinahe missglückten Rollentausch schon selbst lesen können. Wobei Raum für die eigene Fantasie bleibt - ein nicht zu unterschätzendes Element in einer technisierten Welt, die das kindliche Träumen immer mehr einzuengen droht.