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Sand. Roman [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Herrndorf
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

15. November 2011
«Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und über­prüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trink­wasser, goss den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sand­farbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsun­kundige Frau in einem Auto hier­herzubestellen.» Während in München Palästinenser des «Schwarzen September» das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbelichteter Kommissar versucht sich an der Aufklärung des Falles. Ein verwirrter Atomspion, eine platinblonde Amerikanerin, ein Mann ohne Gedächtnis – Nordafrika 1972.

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Sand. Roman + In Plüschgewittern + Diesseits des Van-Allen-Gürtels
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [65kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin (15. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871347345
  • ISBN-13: 978-3871347344
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,7 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 28.020 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Nach wie vor ist hier ein gewitzter und universal belesener Artist am Werk, der auf seinem Hochseil mit Gewalt, Tod, Verderben und Vergessen jongliert und die Nichtigkeit der menschlichen Existenz als großes Kunststück aufführt. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Ebenso rätselhaft wie bewegend. (Die Zeit)

In Sand sieht man, was für ein großartiger, lapidar-berührender Autor er ist. Es ist ein lächelnder, freundlicher, sehr sympathischer Nihilismus, der aus seinen Sätzen spricht. (Frankfurter Rundschau)

Herrndorf verfügt über einen ganz ungewöhnlichen Ton, der das Höchste mit dem Alltäglichen, Selbstverständlichen mischt, ohne dass es je wie Komplexitäts-Bastelei aussähe. (Süddeutsche Zeitung)

Was immer der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf vorlegt, nie duldet es einen Zweifel, dass hier einer der einfallsreichsten und stilsichersten Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur am Werk ist. (Neue Zürcher Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger Buchpreis (2012) ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Sande verlaufen 18. Mai 2012
Von dadaxel
Format:Kindle Edition
Nordafrika 1972. Zwischen Dünen und Slums brennt die Sonne auf die Menschen hernieder, Menschen, die denkbar verschieden sind und doch alle in einem geeint: Sie sind auf der Suche. Die Polizei sucht einen Mörder, der Mörder sucht das Weite. Eine Gruppe Aussteiger sucht Erleuchtung. Ein Geschäftsmann sucht einen Kontaktmann. Die kleinen Verbrecher suchen schnellen Gewinn, die großen Verbrecher suchen eine Mine. Carl sucht sein Gedächtnis und Helen sucht ihm dabei zu helfen. Ein Verrückter sucht einen Goldschatz und ein kleines Mädchen sucht seine Puppe. Alle suchen und keiner wird finden: Wie Sand rieselt es durch die Finger...

In "Sand" hat Wolfgang Herrndorf ein aberwitziges Szenario mit skurrilen Figuren in unglaublichen Situationen entworfen. Ein simpler Charakter wird unfreiwillig zum Dreh- und Angelpunkt einer Gangster- und Spionagegeschichte. Die Wahl von Ort und Zeit ist dabei nicht zufällig. Die Wüstenregion im Norden Afrikas bietet Herrndorf nicht nur eine übergreifende Metapher, sie ist auch der Mehrzahl der Leser so fremd und unverständlich, dass das kriminelle Geschehen des Romans dort gut für möglich zu halten ist. Zeitlich ist die Handlung in die Ära verlegt, als Informationen mangels Computer und Handy sich noch mit überschaubarem Tempo verbreiteten. Leider unterlaufen Herrndorf in seiner Detailverliebtheit dabei kleine Fehler: Die Zentralverriegelung wurde erst 1974 erfunden und Goethe zierte erst ab 1975 den 20-Mark-Schein (woher der Koffer mit dem DDR-Geld kommt bleibt überhaupt ein Rätsel). Das sind keine schwerwiegenden Mängel, aber in Zeiten der Internet-Recherche leicht zu vermeidende Schönheitsfehler, die die Ernsthaftigkeit des Romans schmälern. Und ernst genommen will Herrndorf sein.

Das große Plus des Buchs ist Hermsdorfs souveräner Umgang mit der Sprache, der flüssige Stil, die bildhafte Beschreibung. Das lädt immer wieder zum Weiterlesen ein. Die lakonischen Zitate am Anfang jeden Kapitels werden von der Handlung ironisch gebrochen und relativieren das unglaubliche Geschehen. Wunderbar auch die pfiffigen Einfälle am Rande (die lange Nacht der Akten; die verirrte Esspresso-Maschine usw. usf.). Nicht mit Geld zu bezahlen etwa die Idee, Michelle (die einzige Gewinnerin des Romans) die Zukunft des Israel-Palästina-Konflikts ebenso wie die Flugtauglichkeit ihres Fliegers aus dem Tarot ablesen zu lassen. Einfach köstlich.

Hätte man meiner Mutter (und das war eine belesene Person) dieses Buch vorgelegt, hätte sie es wahrscheinlich als "Räuberpistole" kategorisiert. Für mich ist es Unterhaltungsliteratur im besten Wortsinn, ohne Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen. Das richtige Buch für den Urlaub am Strand (im "Sand"), nicht weniger, aber (leider) auch nicht viel mehr.
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78 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sand Rand 10. Januar 2012
Von Justus
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Bin in diesen Roman erst fest hinein und dann wieder hinausgekippt. Mir gefallen die vielen Ausflüge in viele spannende kleine Neben- und Nebelwelten sehr gut. Ausgesprochen witzig, gut gelungen, der Autor spielt mit seinem Spaß, seiner Romantik, und seiner "Tiefe der Bilder", die die Vielfalt komplett macht

Die Brutalität, wie der Autor eine sehr feine Beziehung zwischen zwei Menschen auflöst und in einem Sumpf der Bösheiten verschwimmen lässt hat mich traurig und ratlos zurück gelassen. Das letzte Viertel des Romans lenkt die Geschichte weit weg von seiner feinen Absurdität an den Rand der Lächerlichkeit. Dass die vielen - mit viel Witz - aufgeworfenen Fragen bis zum Ende nicht beantwortet werden habe ich dem Autor dann nicht verziehen. Vor der Beschreibung der absurden - über zu viele Seiten reichenden - Bösartigkeit wäre es mir egal gewesen. Er hätte so weiter machen dürfen. Der glitzernde Sand und die Wüste hätten es entschuldigt. 5 Sterne bis zum letzten Vietel, ab dann ein Stern für die Qualen, die mich enttäuscht zurück gelassen haben. Da nützen auch die vielen fein gesponnenen Fäden am Ende nichts mehr.
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94 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Kunst 22. November 2011
Von MMMichael
Format:Gebundene Ausgabe
Was für ein Buch. Ich bin begeistert.
Es ist gleichermaßen spannender Thriller und gute Literatur - so etwas ist mir in dieser Form noch nie begegnet.
Den typischen Thriller liest man hungrig weg, ohne auf die Sprache zu achten. Kleinere Fehler stören nicht, die überliest man, um schnell zu erfahren, wie es ausgeht. Bei ernsthafter Literatur freut man sich an schöner Sprache oder/und erfährt etwas Neues über sich selbst, für sich selbst.
Es ist selten, dass man etwas Spannendes liest, das auch Gehalt hat. Und das findet man bei "Sand".

Auf den ersten 100 Seiten werden Personen vorgestellt, man findet sich in teils verwirrenden Szenen wieder und hängt ein bisschen in der Luft. Macht aber nichts, denn Herrndorf beschreibt so plastisch und auf ungewöhnliche Weise tiefgründig, dass es ein Vergnügen ist.
Und dann geht's los.
Ein Mann erwacht irgendwo in Nordafrika auf einem Dachboden mit schmerzendem Schädel und ohne Erinnerung. Die Szene seines Erwachens ist typisch für das Buch: er sieht aus einem Fenster und wie auf in einem Theater, eingerahmt von Brettern wie Bühnenvorhänge, sieht er wie sich in der Ferne wild gestikulierend vier Männer streiten. Die wenigen Satzfetzen, die er versteht, sind alles, was er für seine Suche nach seiner Identität zur Verfügung hat. Eine Achterbahnfahrt beginnt. Feinde werden Freunde, Freunde werden Feinde. Erfolge, die er sich mühsam erkämpft, werden brutal zerstört. Hilflos stolpert er von einer Katastrophe in die nächste.
Das ganze ist unglaublich plastisch erzählt, man sieht die Personen nicht nur vor sich, man versteht sie. Manchmal hat es was slapstickartig Komisches, manchmal ist es weise, manchmal grotesk ... ach man kann es nicht wirklich beschreiben. Ein typischer Herrndorf und auch noch spannend.

Lest dieses Buch. Es lohnt sich wirklich.
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3.0 von 5 Sternen ** Chapeau für Stefan Kaminski **
Freiheraus: Als gedruckte Version hätte ich den Roman nicht durchgehalten. Dazu dauert das Leiden von Karl zu lange, dazu sind die Details zu genau geschildert. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von Maria Lassmich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wenn überhaupt irgendwas
gut ist, dann das hier. Noch nie habe ich Sätze gelesen, die so miteinander harmonieren, dass man das praktisch aufsaugen möchte, die Sprache. Lesen Sie weiter...
Vor 26 Tagen von anonym veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Wortgauklerei.
Das Buch ist eine reine Wortgauklerei. Für mich ohne Wert. Dümmliches Geschreibe. Wer es positiv beschreibt, denkt wohl es sei etwas Wichtiges und traut sich nicht zu... Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von Bertram Schaier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannung pur!
Zu Beginn scheinen die Handlungsstränge wie Sand durch die Finger zu fließen und die Handlung kaum zu greifen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Finsterstock veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Jonglieren mit Charakteren und Ideen - Roncalli der Literatur
ganz ehrlich: dieses Buch ist mehr Akrobatik als Literatur. So viele grazile Handlungsfäden mit ebenso vielen diffizilen und glaubwürdigen Charakteren konsequent zu Ende... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Projekt Ich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr gut
War ein Geschenk für einen Bekannten. Hat sich das Buch aufgrund einer Bestsellerliste gewünscht. Scheint Gefallen gefunden zu haben. Gut.
Vor 2 Monaten von Nicole veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Sie dürfen Watson zu mir sagen
Titel wie Umschlagbild dieses Romans deuten zwar auf den Schauplatz der Handlung hin, Genaueres erfährt man aber nicht, man darf vermuten - Marokko, glauben viele. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Borux43 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen alles und nichts
Der Autor hat alle sprachlichen Fähigkeiten, um Bilder zu erwecken. Z.B. die Ziege in der Mine.

Ich habe das Buch auf S. 328 abgebrochen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von C. Bernhart veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bitte von den Coen-Brüdern verfilmen!
Großartigstes Buch das ich seit langem gelesen habe und meines Erachtens noch einmal um Längen besser als der zu Recht gefeierte "Tschick". Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von R. Platz veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Internationale Preise rechtfertigen den Kauf nicht
umständlich geschrieben, schwer zu lesen, die Reaktionen der Presse und die Auszeichnungen rechtfertigen m.E. den Kauf nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Dieter Gambke veröffentlicht
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