Ida Sands Album klingt wie der Besuch in einem Jazzclub, da passt der Titel. Sie singt eigenes Material ("Brutal Truth", "Home") und Songs von Komponisten wie Stevie Wonder ("Higher Ground") oder Bill Withers ("Use Me"), die in den frühen 1970er entstanden sind. Auch Titel, die die beiden Sinatras gesungen haben, sind dabei: Nancys "Bang Bang" und Franks "One for My Baby", und dazu noch Annie Lennox' "Here Comes the Rain Again." Das ist ein ungewöhnlicher Mix, der aber durch Sands dunklen, erdigen Vortrag zu einem Ganzen gefügt wird. Ihre Band ist erstklassig: Ulf Wakenius (g), Lars Danielsson (b), Rasmus Kihlberg (dr), Jan Lundgren (p) und Henrik Janson (g) gehören zu Europas führenden Jazzern. Auch Nils Landgren, ihr Produzent, ist auf "Use Me" zu hören. Insgesamt ergibt das ein stimmiges, jazziges (!) Album mit After Hours Stimmung. Nicht brillant, aber viel mehr wert als zwei Sterne, die andere Rezensenten vergeben haben.