Die kanadische Mysteryserie "Sanctuary" wurde von dem Macher von "Stargate" und "Stargate Atlantis" erdacht, was man der Serie auch anmerkt. Es geht um eine Zufluchtsstätte (Englisch = "Sanctuary") für Menschen und Kreaturen, die anders sind oder /und besondere Fähigkeiten haben. Diese leben dort freiwillig oder unfreiwillig zum Schutz ihres Leben und der der anderen Lebewesen. Als Leiterin ist Dr. Helen Magnus (Amanda Tapping aus den drei "Stargate" Serien) mit ihrer schlagkräftigen Tochter Ashley auf der Jagd nach diesen Wesen, der forensische Psychiater und ehemalige FBI Mann Doktor Will Zimmermann, d jetzt bei der Polizist arbeitend wird von ihr abgeworben und muss sich in dieses Umfeld erst einmal einarbeiten, da er solche Kreaturen Hinweise in seiner Karriere oft hatte, ihm jedoch keiner glauben wollte. 14 Folgen lang geht dieses Trio mit einem kleinen Team mysteriösen Sachen auf den Grund und muss sich später in der Staffel mit einem Geheimbund ("die Verbindung") herumschlagen, welcher auch seit vielen Jahrhunderten durch abnorme Wesen Macht und Einfluss versucht zu bekommen. Die Tatsache, dass Helen Magnus durch reines Vampirblut 150 Jahre alt ist, wie einige ihrer ebenso alten englischen Freunde, lässt Geschichten mit / über Dr. Watson, Nikola Tesla und Jack The Ripper in die Handlung einfliesen, was eine nette Verquickung von Fiktion und Geschichte ist.
Auffallend anders ist das Design der Serie! Viele Sets sind komplett wie bei der neuen "Star Wars" Trilogie am PC entstanden, so dass die Akteure vor der berüchtigten grünen Wand agieren. Das sieht aber beim imposanten und vom Prinzip an "Stargate Atlantis" angelehnten Vorspann super aus, aber nicht immer. Manchmal wären mir persönlich echte Räume und Straßen jedoch lieber. Billig war hier jedoch nichts, was Kreaturen, Sets und die Darsteller beweisen. Alte Bekannte aus Serie wie "Highlander", "24" und "Stargate" kommen natürlich auch, aber nicht so häufig vor wie ich gedacht habe. Die Mischung aus "Akte X" und "Highlander" wie es die Macher gerne nennen ist sicherlich nicht neu, Ähnlichkeiten zu aktuellen Serien wie "Fringe" oder "Torchwood" mal ganz außen vor gelassen, doch Laune macht es trotzdem.
Die Charaktere und die Story entwickeln sich mit der Zeit, leider laufen im "Sanctuary" weniger Kreaturen frei herum bzw. werden gezeigt als man anfangs den Zuschauer glauben machen wollte. Der Seriefan wird gut unterhalten und darf sich auf der fünften DVD mit verschiedenen Making Ofs und den leicht abgewandelten Folgen der (vorangegangenen) Internetserie der Reihe, sogenannten Webepisoden unterhalten lassen. Die Berichte und Interviews sind wie so oft bei dieser Art recht informativ, jedoch unterlassen es die Macher auch hier nicht sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, was ich aber schon schlimmer gesehen habe.
Fazit: Man darf gespannt sein auf die zweite Staffel!