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Simon Webbes Erfolgsbilanz in Verkaufszahlen ausdrückt, könnte kaum besser sein. Als Mitglied der Band Blue verantwortete er 40 Nummer 1 Singles weltweit, 3,5 Millionen verkaufte Singles und über 9,5 Millionen verkaufte Alben. Zahlen der Superlative, die in ihrer Abstraktheit kaum erfassbar sind und in ihren Auswirkungen über Sein oder Nichtsein an die Welt des Leistungssports erinnern. Ist es Zufall, dass die Gestaltung von Simon Webbes erstem Solo-Album Sanctuary ebenso gut von einem Plakat des Sportartikelherstellers mit den drei Streifen oder der Welle stammen könnte? Vielleicht ja eine Reminiszenz an Zeiten, als der kleine Simon eigentlich Kicker werden wollte, bevor ein Bänderriss seinen Profi-Ambitionen eine jähes Ende bereitete. Seine Faszination für die Kirche und der praktische Hintergrund als Gospelsänger ließen ihn sich für das Showgeschäft entscheiden, -mit Erfolg, wie sich herausstellte. Nach seinen Erfolgen mit der Band Blue wandelt er nun mit Sanctuary auf Solopfaden und hat sich auf einen Sound spezialisiert, den er selbst als ³Urban Folk³ bezeichnet; eine Mischung aus Soul-Gesang, elektronisch angehauchten Beats und Akkustikgitarren. Keine Spur also von Kraftakten, die Schweißausbrüche, wie die auf dem Cover, rechtfertigen würden. Simon Webbe musiziert so gesetzt und maßvoll, als befürchte er sich erneut einen Bänderriss zuzuziehen, diesmal allerdings auf dem musikalischen Parkett. Fast ist man versucht ihm ängstliche Bemühtheit zu unterstellen, bloß nicht seine vorhergehenden Erfolge auf¹s Spiel zu setzen. Auch ohne seine Bestrebungen es allen recht machen zu wollen, wäre Sanctuary ganz ohne Frage ein perfekt arrangiertes und produziertes Album geworden, -dann jedoch vielleicht in einer etwas individuelleren Handschrift. Dass Simon Webbe dafür das Händchen besitzt, beweisen bereits Stücke wie der Opener ³Lay Your Hands³ mit seinen Ohrwurmqualitäten, sowie ³No worries³ , das sich charakteristisch glamouröser Streicher- und Soulsamples bedient. Spätestens aber nach der Hälfte des Albums beginnen die Songs an Beherztheit zu verlieren und sich ein wenig in ihrer Beliebigkeit zu ähneln. Doch was bei den Einen möglicherweise Langweile auslöst, mag für die Anderen pure Entspannung bewirken. Letztlich werden es die Fans sein, die Simon Webbes Solo-Album Sanctuary an seinen ganz großen früheren Erfolgen messen. Ganz sicher aber wird das Album all jenen wie eine Wohltat erscheinen, die Simon Webbes Gesangskünste schon immer zu schätzen wussten und deren Gemütslage nach einem ruhigen Abend verlangt, samt federnden Beats mit einem Schuss Gospel, Hip Hop und unverfänglichem Soul. Andreas Schultz
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Für mich;
ein absolut gelungenes und empfehlenswertes Album!!!!!
1. Lay your hands
2. No worries
3. After all this time
4. A little high
5. Lesen Sie weiter...
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