Aufgrund der verwirrenden, falschen Geschwindigkeitsmessungen in anderen Rezensionen habe ich nach langer Suche folgende Details zusammengetragen:
Von der Sandisk SDHC Extreme 32GB gibt es zwei Modelle, die sich optisch ganz rechts neben dem SDHC-Logo um ein "Römisch-Eins" unterscheiden.
- Ohne "Römisch-Eins" handelt es sich um die nicht mehr produzierte SDSDX3-032G-A31 (Beachte die Ziffer 3 an der sechsten Stelle und die Endung 31). Diese arbeitet nach den alten SD-Spezifikationen SD 2.0 und erreicht die Geschwindigkeitsklasse 10 (siehe das eingekreiste 10 links auf der Karte).
- Mit "Römisch-Eins" ist es die aktuelle SDSDX-032G-X46, welche zusätzlich auch die neue Bus-Schnittstelle UHS-I unterstützt. Wenn eine Kamera dieses UHS-I unterstützt, dann kann diese Karte mit über 30 MB/s schreiben und lesen. In den vielen, vielen Kameras ohne UHS-I Unterstützung arbeitet die Karte mit Geschwindigkeitsklasse 10 (siehe das eingekreiste 10 links auf der Karte). Gemäss Aussage in c't 18/2011 ist dieser ältere SD-Standard auf ungefähr 25 MB/s beschränkt.
Wenn man nun eine solche Karte mit einem USB-Reader benutzt und Geschwindigkeitsmessungen macht, dann wird die langsame USB2-Schnittstelle und/oder die fehlende UHS-I Unterstützung die Messung unbrauchbar machen. Ein Reader mit USB3 und ausserdem UHS-I Unterstützung, beispielsweise Sandisk Imagemate All-in-One 3.0 Reader, sollte für Geschwindigkeitsmessungen benutzt werden.
- Die teureren "Extreme Pro"-Modelle bieten nicht nur schnellere Flash-Bausteine, sondern garantieren ausserdem die Einhaltung der sogenannten UHS-Geschwindigkeitsklasse 1. Optisch wird das durch eine Ziffer Eins innerhalb eines Buchstaben U dargestellt. Gemäss Aussage in der englischen Wikipedia ermöglicht diese Klasse die Übertragung von 50 MB/s. Auch hier macht eine Geschwindigkeitsmessung nur Sinn, wenn der Reader UHS-I unterstützt.
Ob es nun Sinn macht, wegen UHS-I eine teurere Karte zu kaufen, ist momentan sehr fraglich, weil die meisten Kameras diese neue Schnittstelle gar nicht nutzen können.