HILFE!
Nein, dies ist kein Hilferuf, sondern ein Hilfsangebot!
Wer mit dem Stick glücklich ist, soll einfach bei der nächsten Rezension weiterlesen. Wer allerdings etwas zu benörgeln hat, dem wird hier vielleicht geholfen:
1) NTFS
Der Stick läßt sich, anders als von einigen Rezensenten beschrieben, sehr wohl mit NTFS formatieren. Nur halt nicht "per Mausklick". Die folgende Methode ist sicher nichts für "Lieschen Müller", das muß man SanDisk schon anlasten. Nur würde Lieschen auch nicht unbedingt NTFS benötigen. Also, wie geht es? Einfach mal auf der Kommandozeile von XP
format X: /FS:NTFS
eingeben (X: durch den korrekten Laufwerksbuchstaben des Sticks ersetzen). Dann wird er entweder sang- und klanglos formatiert. Oder es kommt eine Fehlermeldung, die Dir ganz genau sagt, was Du noch anklicken mußt, bevor es geht. Mach das, und wiederhole den Format-Befehl. Warum? Der Stick ist in seiner Grundeinstellung im System "für schnelles Auswerfen" optimiert, das paßt nicht zu NTFS, welches die Einstellung für "schnelle Schreibgeschwindigkeit" wünscht. Die Art, wie Windows den Stick einbindet, kann man wie dort gezeigt durch ein paar Klicks ändern.
2) BOOTEN
Der Stick kann "FreeDOS" und alles was mit "syslinux" gebootet werden kann, booten. ABER keine einzige Windows-Version. Kein XP, kein POSReady2009, kein WinPE, BartPE u.s.w. Vermutlich auch kein Vista / Win7 - das habe ich nicht geprüft, aber es ist ziemlich sicher, siehe "diskpart" weiter unten.
Auch das unter StickJockeys beliebte, "HP's Schweizer Taschenmesser für USB-Sticks", namentlich "HPUSBFW_v2.2.3.exe" hilft hier nicht. Selbst MicroSofts "diskpart.exe" und "bootsect.exe" aus dem WAIK-Entwicklerkit müssen hier passen.
Stop - Finger weg vom Scrollrad! Weiterlesen:
Sehr hilfreich empfand ich darum das Tool "launchpadremoval.exe" von SanDisk. Denn nur solange man den Stick in der gelieferten Form einsetzt, läßt er sich nicht für Windows bootfähig machen. Nach Entfernen des U3-Krempels mit dem genannten Programm klappt aber auch das alles problemlos!
3) U3:
U3 läuft noch immer nicht auf jedem aktuellen PC (15 sehr verschiedene Modelle getestet) und hängt noch immer einige PCs beim Anstecken komplett weg. Ärgerlich, wenn man den Stick gerade darum angesteckt hat, um das Word-Dokument nach 3 Stunden endlich mal zu speichern. U3 ist klein, simpel und - Schrott.
"Portable Apps" ist sicher für viele Anwender eine sinnvollere und robustere Alternative zu U3. Es hat noch keine der Maschinen beeinträchtigt, für die ich verantwortlich bin. Und die Programme kosten bei Portable Apps fast alle nichts (Spenden willkommen) und sind fast alle Quelloffen (bei U3 ist es umgekehrt). Verschlüsselungssystemen von/für Portable Apps vertraue ich nach regelmäßiger Lektüre der c't grundsätzlich eher als solchen von U3-Herstellern. Mein Tip hier: TrueCrypt.
Ansonsten:
Die Schiebemechanik ist beim Einstecken etwas gewöhnungsbedürftig. Besonders wenn man den Stick an schwer zugänglichen (hinten-oben-links-aber-paß-auf-dort-ist-es-eng) oder an schwer einsehbaren (mußt-Du-mal-ertasten-gleich-neben-der-Kante-kurz-vor-der-Schraube) Anschlüssen benutzen muß. Letztlich ist die Mechanik aber clever und robust und geht per constructionem nicht nach ein paar hundert mal kaputt, wie bei anderen Sticks schon erlebt.
Ich hoffe, meine Rezension hat Dir geholfen eine Entscheidung zu fällen und bitte Dich höflichst um eine faire Bewertung.