Intro.:
Also rein auf die Speicherkapazität bezogen mag "Ultra-Backup" noch zutreffen, aber was das rasche Ablegen kleiner Dateien betrifft, so spielt dieser Speicherstick in der untersten Liga. Viele kleine Dateien sollten auf diesem Speicher vorher z.B. in ein Zip-Archiv gelegt werden, ansonsten wird die Arbeit damit zu einer ULTRA-LANGEN Tortur. Programme, wie z.B. AudialsOne (USB-Stick-Version), sollte man nicht in Erwägung ziehen, da sie permanent auf den Speicherstick zugreifen, dabei sehr viele kleine Dateien ablegen müssen und nur noch stockend auf Benutzereingaben reagieren.
Eventuell beeinträchtigt ein derart langsamer USB-Speicher das gesamte Windows-System negativ und somit ist an ein flüssiges Arbeiten mit weiteren gleichzeitig laufenden Programmen gar nicht zu Denken.
Verarbeitung.:
Die Verarbeitung ist beim ersten Blick als wertig anzusehen, allerdings fühlt sich der Speicherstick beim Handling etwas zu leicht und zerbrechlich an ,dadurch neigt man automatisch zu einer übertrieben sensiblen Handhabe. Der Speicherstick belegt keinen benachbarten USB-Anschluss.
Die mitgelieferte Backup-Software.:
Tja, da es sich hier um einen U3-Stick handelt, ist die auf dem Stick mitgelieferte Backup-Software natürlich ebenfalls eine U3-Version. U3 ist ein System für portable Anwendungen auf speziellen USB-Sticks. Über ein U3-Startmenü (U3-Launcher) werden U3-Programme zentral verwaltet. Vergleichbar ist U3 wohl am ehesten mit PortableApps. Nur ist es mir auf meinem Win7-Systemen gar nicht erst möglich den U3-Launcher zu starten, also habe ich versucht U3 komplett loszuwerden, dafür gibt es speziell von SanDisk einen U3-Deinstaller, der aber ebenfalls auf meinen Win7-Systemen nicht laufen mochte. Nach langer Tüftelei gelang es mir U3 endlich loszuwerden, in dem ich den U3-Deinstaller im Kompatibilitätsmodus zu WindowsXP-SP3 startete, er lief zwar auch so nicht fehlerfrei, entfernte aber das U3-System restlos, ab sofort konnte ich den Stick wie einen ganz normalen USB-Stick formatieren und verwenden, mir stand die gesamte Speicherkapazität zur Verfügung. Weitere Experimente bezüglich U3 erspare ich mir vorerst, darum kann ich über den Nutzen der mitgelieferten Software nichts weiter sagen.
Geschwindigkeit und Kapazität in Zahlen.:
Ausgeliefert wird der USB-Stick mit dem NTFS-Dateisystem, welches im Gegensatz zu FAT32 hauptsächlich restriktive Benutzereinschränkungen ermöglicht, was bei eigenständigen MultiMedia-Geräten eher zu Kompatibilitätsproblemen führt, und aufgrund des höheren Verwaltungsaufwands die Schreib-/ Lese-/ /-Leistung nochmals deutlich messbar verringert. Möchte man ein universell einsetzbares Speichermedium, führt bislang kein Weg an FAT32 vorbei. Wer unbedingt Dateien und Verzeichnisse verschlüsseln möchte oder muss, der sollte NTFS unabhängige Software verwenden, damit bleibt die flexibilität des Speichermediums gänzlich erhalten.
NTFS-Kapazität (4K-Cluster) ohne U3-System.: 32.456.921.088 Bytes, wovon 96.944.128 Bytes reserviert sind.
FAT32-Kapazität (16K-Cluster) ohne U3-System.: 32.440.139.776 Bytes, wovon 16.384 Bytes reserviert sind.
Maximal Seq. Lesen / Schreiben (USB3.0-ExpressCard im USB2.0-Modus).: 29.02MB(s) / 14.32MB(s).
Maximal Seq. Lesen / Schreiben (Standard USB2.0-NoteBook-Anschluss).: 26.51MB(s) / 11.42MB(s).
Minimal Seq. Lesen / Schreiben.: 5.97MB(s) / 0.021MB(s).
Zugriffszeit ca.0.6ms.
Das Übertragen von 26.516 Elementen (26.9GB) geschieht laut Windows-Kopieren-Dialog
mit durchschnittlich 4.25MB(s), also ca. 105 Minuten.
Fazit.:
Wie immer kommt es natürlich darauf an, was man mit einem Speichermedium anstellen möchte. Preis und Leistung gehen in Ordnung, obgleich ich doch etwas mehr erwartet habe.