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Der Samurai von Savannah. Roman
 
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Der Samurai von Savannah. Roman [Gebundene Ausgabe]

T. C. Boyle , Werner Richter
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 4 (11. August 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446162119
  • ISBN-13: 978-3446162112
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,4 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 162.055 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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T. C. Boyle
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Aus zwei ganz unterschiedlichen Blickwinkeln schildern die amerikanischen Schriftsteller Michael Crichton (Nippon Connection) und T. C. Boyle den fernen Nachbarn Japan.

Im Gegensatz zu Crichton betrachtet T. C. Boyle die Amerikaner aus japanischer Sicht. Er schildert in seinem Roman Der Samurai von Savannah die Schwierigkeiten des japanischen Matrosen Hiro Tanaka, der von Bord eines Schiffes geht und als illegaler Einwanderer im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen versucht.

Er erlebt eine böse Überraschung nach der anderen: Die Leute reden, als hätten sie Socken im Mund und als er versucht, im Stil von Clint Eastwood einzukaufen und einige häufig wiederkehrende Kraftausdrücke aus amerikanischen Filmen verwendet, stößt er zu seinem Befremden nicht auf die freundlichen und toleranten Amerikaner, die er sich erträumt hatte.

T. C. Boyle hat die heute sehr selten gewordene Gabe, seine Geschichten aus verschiedenen Erzählsträngen zu entwickeln, die sich verbinden, überkreuzen, ergänzen und ineinander verschmelzen. Am Schluß hat der Leser einen langen, dicken, meisterhaft geflochtenen Zopf in den Händen, allerdings meistens mit keiner schönen roten Schleife, sondern einem traurigen Ende.

Wer Gefallen am Samurai gefunden hat, dem seien noch die Romane Wassermusik und World´s End von Boyle wärmstens ans Herz gelegt. Hier beweist er seine meisterhafte Erzählergabe erneut. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

"Boyles Roman wird von einer wunderbaren, erzählerischen Präzision vorangetrieben, die den Stoff in einer unnachahmlichen Mischung aus knalligem Hollywood-Breitwandepos und der tragischen Unausweichlichkeit der griechischen Tragödie entfaltet. Boyle gelingt es glänzend, den Zusammenprall klassisch östlicher mit klassisch westlichen Norm- und Wertesystemen in dieser Geschichte Ereignis werden zu lassen. Was die Dramaturgie des Romanaufbaus und die Fähigkeit betrifft, trotz aller kalkulierter Kolportage nie trivial zu werden, wüßte ich keinen zeitgenössischen Autor, der Boyle das Wasser reichen kann. ... Boyle erzählt hinreißend plastisch eine wunderbare Geschichte, und deshalb ist "Der Samurai von Savannah" ein in jeder Hinsicht fabelhafter Roman." Klaus Modick, Frankfurter Rundschau, 12.09.92

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Japaner sind das biederste Volk auf Erden" (oder sind es doch die Amerikaner?) Eine perfekte Tragikomödie, 10. Juni 2009
Von 
Roland Freisitzer "freisitzer" (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Samurai von Savannah: Roman (Taschenbuch)
T. C. Boyle ist einer jener Schriftsteller, die, obwohl ihr wichtigstes Anliegen das Erzählen einer Geschichte ist, doch viel mehr zu sagen haben, als man vielleicht auf den ersten Blick vermutet. Er ist einer jener Schriftsteller, die es nicht nötig haben, sich und ihre Prosa zu einer Art Selbstdarstellung, bzw. als Selbstzweck verkommen zu lassen. Hier huldigen die Mittel dem Zweck, dem Erzählen einer Geschichte.

Dazu kommt T. C. Boyles Talent, ein sehr kritisches Buch, ein bewegendes und ernstes Buch schreiben zu können und den Leser trotzdem (zumindest mich) einige Male heftigen Lachkrämpfen auszusetzen (wie die Szene mit Hiros lakonisch geschilderten Einkaufsversuch in Clint Eastwood Manier...diese Szene gehört in die Reihe der witzigsten literarischen Sternstunden, die ich erlebt habe, ich habe, und es war schon 2 Uhr früh, Tränen gelacht...).

Der japanische Matrose Hiro Tanaka springt vor der Küste Savannahs von Bord eines Frachters und rettet sich (nach einem ersten und unverhofften Treffen mit der Schriftstellerin Ruth) an Land einer kleinen Insel, auf der eine Künstlerkolonie untergebracht ist. Außer den Künstlern scheinen dort nur halbseidene Südstaatler zu wohnen, die von anderen Amerikanern nicht einmal verstanden werden. Auf dieser Insel (die Hiro unwissentlich für das Festland hält) versucht er, als illegaler Einwanderer Fuß zu fassen.

Gleichzeitig entwickelt T. C. Boyle einen weiteren Erzählstrang, den der Schriftstellerin Ruth, der sich immer mehr mit der Geschichte Hiros vermischt, bis die beiden Erzählstränge in einem furiosen und traurigen Finale á la Yukio Mishima, Hiros großes Vorbild, gipfeln.

Statt mit der erhofften Freundlichkeit und Verständnis, begegnen ihm die Amerikaner nur mit Hass und Misstrauen. Das Land der Freien ist gar nicht so frei, zumindest nicht für Hiro. So wird Hiro bald von einem Agenten der Einwanderungsbehörde und einem Spezialisten (und Vietnamveteranen) gejagt. Herrlich komisch und teilweise politisch unkorrekt, wie T. C. Boyle die amerikanische Idee und die amerikanischen Klischeebilder aufs Korn nimmt und den "Spezialisten" mit einem Ghetto-Blaster und Musik von Donna Summers ("Die Japaner sind ganz scharf auf Musik von Donna Summers und Michael Jackson...") auf die Jagd nach Hiro schickt.

Ruth nimmt bald mehr Einfluss auf Hiros Leben als erwartet und wird zur Fluchthelferin und Mitwisserin, bis sie sich und Hiro mit einer kleinen Nachlässigkeit verrät.

Köstlich auch, wie T. C. Boyle den Kunstbetrieb, bzw. die Künstler generell (vertreten durch die Anwesenden der Künstlerkolonie) auf die Schaufel nimmt. Wie die permanent über Schönberg und die Dodekaphonie faselnde Komponisten, die ge-hypte Starschriftstellerin und die möchte-gern Starschriftstellerin Ruth, um nur drei hier kurz vorzustellen.

Mehr möchte ich hier eigentlich zur Handlung nicht verraten.

"Der Samurai von Savannah" hat mir ein paar Tage wirklicher Lesefreude bereitet. Ein paar wunderbar verwobene Geschichten, herrlich schrullige Gestalten und eine brillante Erzählstruktur, sowie das bei T. C. Boyle fast immer fehlende "Ich-Erzähler-Syndrom" sind die Zutaten für dieses überaus gelungene Buch. Dieses Buch vermittelt (wie auch T. C. Boyles herrliche Bücher "Wassermusik", "World's End", "Willkommen in Wellville" und seine vielen Erzählungen) eine innere und narrative Ruhe und Sicherheit, die den Leser einfach fesselt und berauscht.

Große Literatur und eine absolute Leseempfehlung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein Boyle, ok, aber nicht einer seiner besten...., 10. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Der Samurai von Savannah: Roman (Taschenbuch)
Typisch Boyle, daß auch dieses Werk von der rasanten Sprache des Autors lebt. Der eingefleischte Boyle-Fan wird zumindest auf dieser Basis nicht enttäuscht, dennoch hält die Geschichte des illegalen Hiro, der in seinem "Heimatland" Japan auf ebensoviel Ablehnung wie in seinem Wunschtraumland Amerika trifft, nicht der spitzfindigen Schilderung der Situation von Südamerikanern in "America" stand. Trotzdem gefällt mir die Beschreibung der "Butterstinker", die Schilderung der völlig degenerierten Künstlerelite und die ausgedehnten misslichen Sumpfabenteuer des unglücklichen Gajin, der mitsamt seines ständig knurrenden haras IAADA(Illegal, Allien, Armed, Dangerous, Amok)-Alarm auslöst und Boyle die Gelgenheit gibt, auch noch die Einwanderungsbehörde gewaltig auf den Arm zu nehmen. Das tragische Ende ist also nur folgerichtig. Insgesamt ist die Ironie allerdings tatsächlich ein wenig überspitzt und läßt einen nicht lauthals auflachen, wie es die Missgeschicke der Protagonisten in "Grün ist die Hoffnung" (einer meiner Lieblinge tun. Boyle ist aber Boyle; und lesenswert sind die Irrfahrten des Hiro Tanaka, der untalentierten, intriganten, völlig narzistischen Ruth und des albinofischsuchenden, beknackten, omnipotenten Saxby allemal. Aber was soll ich sagen.....ich bin halt ein Fan...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen wer den tod scheut...., 5. Januar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Samurai von Savannah: Roman (Taschenbuch)
meines erachtens handelt es sich um ein großartiges werk, spannend und kaum vorhersehbar bis zum schluss. nun, mit wassermusik und world's end kann sie sich nicht ganz messen, nein. aber mir gefiel es etwas besser als "grün ist die hoffnung" und eines will ich mal loswerden, für befürworter hollywoodjanischer filme und liebhaber freudiger happy ends ist das und die meisten anderen bücher boyle's sowieso nichts. für die die es bevorzugen gesellschaftskritisch zu denken, ja zu zeiten sogar selbst dem menschen an sich mit viel skepsis begegnen, ist "der samurai von savannah" auf jedenfall empfehlenswert und seine von mir erteilten 5* wert.
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