Der Lieferservice von Amazon war zuverlässig wie immer, exakt im angekündigten Zeitrahmen und sicher verpackt. Super! Damit kam das Netbook pünktlich vor meinem Abflug nach USA.
Genau dafür wollte ich es haben. Ein zuverlässiger, kleiner, leichter Rechner mit ordentlicher Akku-Leistung für unterwegs sollte es sein. Und das habe ich mit dem Samsung NC10 definitiv erhalten. Punktlandung!
Vorweg gesagt, ich bin reiner Nutzer von Computern. Technisch versierte Angaben wird es hier also nicht geben.
Auf den Samsung bin ich durch die ct Nr. 3 vom Januar gekommen. Danach ein bisschen Stöbern in den Amazon Rezensionen und durch Zufall der Echt-Test am neuen Asus Eee von meinem Neffen. Das hat die Entscheidung eigentlich nur bestätigt.
Als erste Tat habe ich das Netbook erstmals ans Stromnetz gehängt, zwecks Komplettbeladung. Nach 3 Stunden habe ich ihn wieder abgenommen. Da hat die Diode für die Beladung schon eine Weile grün geleuchtet.
Nebenher habe ich das Nutzerhandbuch von der mitgelieferten Silberscheibe am heimischen PC ausgedruckt. So kann ich selbst bestimmen wie groß und dick die Doku ist. Bei anderen Geräten ärgert mich nämlich häufig, dass ich ein dickes Manual habe, mit dem gleichen Text in 5 verschiedenen Sprachen.
Die Konfiguration habe ich am Flughafen nach dem Check-In gemacht. Wie schon in einer anderen Rezension geschrieben, innerhalb von 30 Minuten waren Konfiguration und Erstanmeldung problemlos erledigt. Mangels Internet-Verbindung erfolgte die Registrierung später von USA aus.
Ein bisschen nervig waren bei der Erstsicherung (Samsung Recovery) die alle 30 Sekunden erscheinenden Pop-Up-Fenster mit der Warnung, dass man das Netbook ans Stromnetz anschließen soll. Dabei war mehr als genug Akku-Ladung vorhanden, wie man dem Vergleich von Gesamtlaufzeit der Sicherung (lt. Anwendungsfenster 7 Minuten) versus vorhandener Akku-Restlaufzeit (lt. Statusleiste 7 Stunden) sehen konnte. Aber wie gesagt, alles lief reibungslos.
Der Samsung ist handlich und passt sogar in viele Damenhandtaschen. Die mitgelieferte Tasche schützt zumindest vor Kratzern auf dem edel aussehenden Glanzlack-Gehäuse und reicht damit für meine Bedürfnisse.
Die Tastatur hat mich total begeistert. Ich konnte trotz der baubedingt kleinen Tastatur wie gewohnt mit 10-Fingersystem schreiben. Beim Asus Eee von meinem Neffen habe ich da deutlich mehr Probleme gehabt.
Einzig die Platzierung der Taste für < und > sorgte für eine längere Gewöhnungsphase, da sie statt ganz links neben "Y" ganz rechts neben "-" liegt. Damit habe ich häufiger ein < statt eines Großbuchstaben im Text produziert. Am Ende der Reise hatte ich mich daran gewöhnt, den kleinen Finger der rechten Hand weiter "auszufahren".
Mit den 3 USB-Schnittstellen bin ich für meine Zwecke ausreichend gerüstet. Damit konnte ich zeitgleich USB-Stick, externe Festplatte und digitalen Fotoapparat sowie SD-Karte im dafür vorgesehenen Steckplatz zwecks Foto-Dateien-Austausch mit meinem Reisebegleiter zusammenschalten und lustig hin- und herkopieren.
Praktisch finde ich das einfache Umschalten zwischen den 4 Energie-Modi über das Symbol in der Statusleiste. Die Akkuleistung ist dadurch für einfache Zwecke gut variierbar. Und von den im Schnitt 7 Stunden Rechenleistung bin ich wirklich begeistert, insbesondere weil die Herstellerangaben diesbezüglich stimmen. Der Wert ergab sich bei mir in "Mischnutzung", also mal mit mal ohne Internet, mal Maximalleistung mit hellster Beleuchtung mal leicht abgedunkelt. Den Akku finde ich bautechnisch angenehm unauffällig platziert, da habe ich bei anderen Netbooks deutlich klobigere Varianten gesehen.
Bisher bin ich nur per Wlan ins Internet gegangen, es gibt aber auch einen Lan-Anschluss. Für einfaches "Info-Surfen" und EMails-Abholen reicht die Geschwindigkeit völlig.
Gleiches gilt für die Prozessorleistung und Arbeitsspeicher: meine bisherige Nutzung beschränkt sich auf Texte schreiben, Texte lesen, Fotos/Bilder anschauen, etc.. Also wirklich nur das Wichtigste, was man unterwegs so braucht.
Das Display ist klar und scharf schon in der Standard-Einstellung und im Energie-Modus Maximal-Leistung auch richtig hell. Ich fand ihn selbst bei etwas schrägem Blickwinkel noch okay, also wenn man mal zu zweit davor hockt.
Das Netbook ist im Betrieb sehr leise. Ich habe nach kurzen Pausen am Anfang immer auf die Dioden geschaut, um zu sehen, ob es noch an ist.
Die Festplatte ist mit 160 GB so groß wie bei der Konkurrenz und für den Normalgebrauch wohl ausreichend.
Bluetooth ist beim Gerät dabei, habe ich aber bisher nicht genutzt und daher "abgestellt".
Wer bis hier gelesen hat, dem/der ist sicherlich aufgefallen, dass ich oft schreibe "für meine Bedürfnisse" oder so ähnlich.
Das ist aus meiner Sicht das Haupt-Fazit: am besten testet man selbst so 3 oder 4 Geräte, nachdem man für sich die K.O.-Kriterien (Was MUSS das "Ding" auf jeden Fall haben?) festgelegt hat. Klar sollte jedem sein, dass ein 10-Zoll-Netbook einen ganz anderen Fokus hat als ein Desktop oder auch ein 17-Zoll-Laptop.
Viel Erfolg beim Suchen und Testen!