Natürlich ist das kein High-End-Monitor à la Eizo; so was kostet locker das Drei- oder Vierfache. Aber wer macht schon Layouts, Designs, RAL-Farbkorrektur und Bildbearbeitung für professionelle Printmedien im Home Office?
Ich fasse mich kurz:
(1) Der T220 ist schön, schlank und cool mit Klavierlack-Anmutung; er unterscheidet sich wohltuend vom Einheits-Beige oder -Mausgrau der meisten Flachbildschirme.
(2) Mein Exemplar hat inmitten seiner Millionen LCD-Pixels kein einziges fehlerhaftes -- obwohl er nach den Spezifikationen der Branche eine Handvoll Dropouts haben darf.
(3) Völlig lautlos. (Viele TFTs und LCDs erzeugen ein leises, aber in stillen Räumen nerviges Sirren.)
(4) Netzteil befindet sich im Gerät; man muß keinen externen Ziegelstein irgendwo verstecken -- oder drüber stolpern.
(5) Stromverbrauch annähernd minimal: 45 W im Betrieb, weniger als 0,3 W im Sleep Mode (gemessen). Der 24-Zoll-CRT, den er strom- und brotlos macht (4:3; der T220 ist 16:10) verbrauchte jeweils das Zwölffache an Saft, so daß der T220 sich bei einer Betriebsdauer von 10 h pro Werktag in einem guten Jahr annähernd selbst bezahlt hat.
(6) Ergonomisch und haptisch auf dem neuesten Stand: Für kurze Zeit gewöhnungbedürftig, aber genial. Für jede Anwendung und jeden Raum gibt es wählbare Presets, die Helligkeit und Kontrast des Displays ergonomisch an Verwendung und Ambiente anpassen. (Wenige werden das aktiv anwenden, weil der Bildschirm eh immer optimal daherkommt; aber da draußen sind sicher einige, die diese Verwöhnung *lieben* werden.)
(7) 2 ms Reaktionszeit machen DVDs und Spiele zum Echtzeit-Kinoerlebnis, sofern, versteht sich, eine kompatible Grafikkarte im Computer steckt.
(8) Der beworbene Kontrast von 20.000 : 1 ist natürlich elektronisch aufgemotzt, eher virtuell; der rein physikalische beträgt hohe 1000 : 1. Aber sogar diesen Wert dreht man, wie auch die Helligkeit, gern von 100% auf ca. 80% runter, weil volle Lotte schlicht blendet.
(9) Die mitgelieferte und ständig upgedatete Software bietet dem Freak ungeahnte Einstellmöglichkeiten und Spielereien. Wenige werden sie wirklich brauchen, weil die Presets schon fast zuviel sind. Aber auch dafür werden sich Liebhaber finden. (Volle Vista-Kompatibilität der Software ist noch nicht gegeben, wird aber nachgereicht.)
(10) Vollkommen gleichmäßige Ausleuchtung des Bildschirms, ansonsten nur bei ThinkPad-TFTs genossen, als die noch von IBM selbst produziert wurden, aus Schottland kamen und ebenso edel wie sündteuer waren ...
(11) Drei Jahre volle Garantie frei Haus, mit Austauschgerät. Für mich neu und vornehm, aber vielleicht gibt's so was auch von anderen Herstellern.
(12) Fazit: Purer Impulskauf via Amazon, nach flüchtigem Screening von Online-Testberichten (na, wir wissen ja, wie unabhängig die PC-Presse ist, gell?) für den T220 entschieden. Nach einer Woche noch immer überzeugt wie am ersten Tag, etwas Gutes gekauft zu haben.