- Das Laufwerk funktioniert mit USB und eSATA an meinem Linux Notebook (Lenovo
T60, Suse 11.1 x64) auch nach tagelangen Dauerbetrieb problemlos. Auch
diverse Sil 3132 (DeLock, Best, Conrad) ExpressCard Controller hatten keine
Probleme mit der Platte.
- Ähnlich gut lief es an einem Dell E6500 Notebook (Vista x64, C2D T9600, Intel
Matrix Treiber 8.8) mit USB/eSata. Allerdings gab es am Anfang Probleme mit dem
Zugriff auf die auf der Festplatte mitgelieferten Software. Die Festplatte kommt
mit FAT32 formatiert, was beim Zugriff via eSata dem Vista 64 auf meinem Dell
E6500 Probleme bereitete (Prozess hängt). Erst via USB konnte ich die Software
sichern und die Platte neu mit NTFS formatieren. Sicherlich ist dies nicht
unbedingt ein Fehler von Samsung, doch eine 2TB Festplatte mit FAT32 zu
vorzuformatieren, scheint mir auch nicht sinnvoll.
- Die mit h2benchw gemessene Geschwindigkeit ist am Dell E6500 Intel eSata-
Anschluss gut, jedoch im Anwendungsbenchmark schlechter als die schon wesentlich
ältere getestete Western Digital WDH1Q20000E oder die Seagate Blackarmor WS 110
Festplatte. Diverse im Internet publizierte h2benchw Tests der internen Samsung
Platte waren besser als meine Ergebnisse mit der externen Story Station. Evtl.
ein Resultat des fehlenden NCQ bei eSATA?
Hier einige mit h2benchw ermittelten Werte mit dem Dell E6500:
ATA disk: SAMSUNG HD203WI
Firmware: 1AN10002
Reading: average 77400.6, min 40847.6, max 110084.1 [KByte/s]
Writing: average 77744.1, min 40385.2, max 112759.2 [KByte/s]
Random access read: average 18.91, min 4.30, max 963.32 [ms]
Random access write: average 10.35, min 0.14, max 2325.55 [ms]
Application profile `swapping': 12384.1 KByte/s
Application profile `installing': 20580.6 KByte/s
Application profile `Word': 42670.0 KByte/s
Application profile `Photoshop': 29416.8 KByte/s
Application profile `copying': 62483.7 KByte/s
Application profile `F-Prot': 11127.7 KByte/s
Result: application index = 24.0
Die USB Geschwindigkeit ist mit >31MB/Sek gut.
- Ein für mich entscheidender Punkt für den Kauf war, dass die Festplatte bei
Inaktivität von selbst in den Standby geht und nur automatisch zu Backups
aufwacht. Dies funktioniert auch unter Linux hier ohne das Setzen von keepalive
in /sys sehr gut, was dafür spricht, dass die Festplatte auch mit diversen Linux
basierten Kleingeräten (Mediaplayer...) mit älteren Linux Kerneln (besonders
<2.6.18) wahrscheinlich gut funktioniert.
Negativ an dem Standby der Platte ist eigentlich nur, daß mir der Zeitraum bis
zum Standby mit nur ca 5 Minuten doch extrem kurz ist. Ich fand schon die 10
Minuten einiger anderer Platten in der Praxis als grenzwertig.
- Das gut verarbeitete Gehäuse mag für viele vom Design her recht schön
erscheinen, jedoch braucht es viel Stellplatz auf dem Tisch, da eine aufrechte
Aufstellung nicht vorgesehen ist. Das Stapeln von mehreren Gehäusen scheint
nicht vorgesehen zu sein, auch wenn die Bilder es zumindest mir vor dem Kauf
zweier Platten nahelegten. So hat hier eine zweite gestapelte Platte keinen
wirklich festen Halt. Funktionel meineserachtens ein eher schlechtes Design.
Postiv ist der Drehknopf an der Vorderseite des Gehäuses, der nicht nur das Ein-
und Ausschalten der Festplatte erlaubt, sondern auch das Regeln der Helligkeit
der Zugriffsanzeige ermöglicht. Der Status der Platte wird über eine weisse LED
an der Unterseite des Gehäuses durch Beleuchtung des Tisches unter dem Gehäuse
angezeigt.
Positiv im Gegensatz zu den diversen externen Seagate Freeagent/Blackarmor und
WD Laufwerken ist die LED Anzeige bei kurzem Zugriff. So werden auch nur kurze
Zugriffe auf die Platte durch deutliches Flackern der LED angezeigt.
- Obwohl ich meine Festplatten nicht transportiere und sorgsam behandel, habe
ich eine Ausfallrate >30% in 5 Jahren. Die Garantiezeit ist daher durchaus ein
erheblicher Faktor bei meiner Preiskalkulation für Festplatten, inbesondere
dann, wenn man immer die neuste und größte verfügbare Platte eines Herstellers
kauft. Die von Samsung gewährte Garantie von 3 Jahren ist gut, aber nicht so gut
wie die teilweise gebotenen 5 Jahre anderer Hersteller. Ein Punkt, der mich
durchaus beim Kauf zögern lies.
- Positiv: Samsung liefert neben einem (mini) USB Kabel auch ein eSATA Kabel
mit. Gerade das eSATA Kabel hatte ich bei Festplatten anderer Hersteller immer
schmerzlich vermisst.
- Von den mir bekannten 2TB Hitachi, WD und Seagate Platten ist keine so leise
wie die Samsung. Auch wird die Samsung Festplatte selbst bei stundenlangen
h2benchw Zugriff kaum warm.
- Das mitgelieferte Netzteil ist zwar extern, aber kein Steckernetzteil. So gibt
es keine Platzprobleme an der Steckdosenleiste. Das Netzteil pfeift nicht und
wird kaum warm. Es gibt leider keine LED Anzeige für vorhandenen Strom
an dem Netzteil selbst.
Den Stromverbrauch konnte ich nur mit einem einfachen Verbrauchsmesser von ELV
messen und dürfte daher sicherlich nicht 100% genau sein. Der geringe
Stromverbrauch ist sehr gut und niedriger als bei allen anderen von mir
gemessenen externen 2TB Laufwerken:
9,5W bei Zugriff
3,8W bei Standby (längere Zeit ohne Zugriff auf die Platte)
<0,1W bei ausgeschalteten Rechner
- Zu der auf Festplatte mitgelieferten Software kann ich nichts sagen, da ich
die Platte nur unter Linux einsetze.
- Preis/Leistung: Derzeit kostet die Samsung Platte mehr als die z.B. ähnlich
ausgestattete Seagate Blackarmor WS 110 mit deutlich mehr Garantiezeit. Ein
Preisbrecher ist die Samsung Platte daher sicher nicht und der Preis ist
eigentlich nur dann gerechtfertigt, wenn man die Stromkosten berücksichtigt oder
Probleme mit Lärm/Wärme hat. Doch Preise können sich ändern, daher selber
prüfen...
Fazit:
Was die Wärme-, Lärmentwicklung und den Stromverbrauch angeht, ist die Samsung
Platte sicherlich derzeit die erste Wahl, auch wenn darunter die Performance etwas
leidet. Ideal für Mediaplayer oder DVB Receiver. Der Zugriff via USB und eSATA
lief hier völlig problemlos.
Was aber Anschlüsse, Performance und (teilweise) Garantiezeit angeht, stößt die
Story Station Plus 2TB nicht die externen Festplatten z.B. von Western Digital
(siehe auch meine Rezension zur WDH1Q20000E) oder Seagate XTreme vom Thron.
Preis, Geschwindigkeit und die Einschränkungen beim Gehäusedesign verhindern eine
Bewertung mit 5 Sternen.