Das Nexus S basiert technisch auf dem Galaxy S und stellt eher eine Evolution dessen dar.
Da ich dank Amazon in den letzten Wochen zu zwei Galaxy S gekommen bin (1x schwarz, 1x ceramic-white), möchte ich hierzu zusätzlich einen kleinen technischen Vergleich anstellen.
Vorab sei allerdings darauf verwiesen das sich das Nexus S eher dem minimalistisch professionellen Endanwender und das Galaxy S dem multimedialen (Konsum-)Sektor widmet.
Zum Nexus S:
Die Haptik und das höhere Gewicht in Verbindung mit dem geschwungenen Design und dem praktisch nicht zu verschmutzenden Display, was wirklich erstaunlich gut funktioniert, geben ein deutlich wertigeres Gefühl ab als ich es beim Galaxy S vorgefunden habe.
Prozessor- und Grafikkartentechnisch setzt das Nexus S, wie auch das Galaxy S, auf den Samsung Hummingbird S5PC110 mit 1GHz sowie die PowerVR SGX540 Grafikeinheit - beide am bzw. das Optimum der aktuellen Single-Core SOC's (System on Chip) Architekturen.
Das Display basiert auf Samsungs aktueller Super Clear LCD Technik und bietet einen hervorragenden Kontrast, Schärfe und Farbbrillanz.
Aber Vorsicht:
> Der Schwarzwert und die Farbsättigung können, technisch bedingt, nicht mit einem Super AMOLED Display mithalten.
Dennoch, die durch die höhere Pixeldichte entstehende bessere Grundschärfe, die natürlicheren Farben und der fehlende Einbrenn-/Burn-In-Effekt machen das Display Konkurrenzfähig.
Je nach Einsatzgebiet ist mal das Super AMOLED, mal das Super Clear LCD Display im Vorteil. Dies spiegelt sich u.a. auch im Stromverbrauch wider. SAMOLED hat seine Vorteile bei viel schwarz, SCLCD bei viel weiss.
Interessenten sollten daher im Zweifel lieber beide Display Typen noch einmal genauer vor Ort betrachten und dann entscheiden.
Die installierten 16GB iNAND Speicher (neue, schnelle 24nm Technologie von SanDisk) sind grosszügig dimensioniert und bieten in Kombination mit 'Pure Android' 2.3.3 (keine Herstelleroberfläche à la Touchwiz, Sense etc.) ein absolut flüssiges und schnelles Arbeiten.
Als eines der ersten Smartphones verfügt das Nexus S über die Möglichkeit NFC (Near Field Communication) zu nutzen, was in Deutschland aber noch keine Verwendung findet. Ob und wie sich NFC hier in naher Zukunft durchsetzen wird sei mal dahingestellt, zumindest war es kein Grund warum ich zum Nexus S gegriffen habe, ich sehe es eher als nützliches Gimmick.
Das Nexus S besitzt die neue Kamera-Linse die auch in so manchem Galaxy S ceramic-white vorzufinden ist. Zusätzlich wurde ein ansehnlich starkes LED-Blitzlicht verbaut. Fotos in Dunkelheit gelingen ganz gut, das Blitzlicht ist zudem als LED-Taschenlampe nutzbar.
Updates kommen zeitnah, direkt von Google und sollten für einen längeren Zeitraum garantiert sein (vergleichbar mit dem Nexus One).
Des Weiteren habe ich einen besseren Netzempfang als mit beiden Galaxy S festellen können.
> Hierbei ist noch zu erwähnen das das Nexus S HSPA Triband, das Galaxy S 'nur' HSPA Dualband bietet.
Schlussendlich gibt es, im Vergleich zum Galaxy S, natürlich auch ein paar Nachteile wie z.B.:
- Bluetooth 2.1 statt 3.0
- kein 720p Video Recording (softwareseitig begrenzt, technisch machbar)
- kein microSDHC-Steckplatz
- kein Radio-Empfang
Welche Vor- und Nachteile überwiegen muss jeder gemäss seinen eigenen Vorstellungen entscheiden.
Ich persönlich kann Euch aber das Nexus S, zumindest zum aktuellen Zeitpunkt, uneingeschränkt empfehlen.
PS: Ich halte Euch auf dem Laufenden wenn es etwas Neues gibt.
>> Nachtrag #1
Wer auf der Suche nach einer edlen, hochwertigen und passgenauen Tasche ist, dem empfehle ich ein Modell aus der bugatti 'SlimCase SoftTouchNeopren' Serie - Grösse SL:
Bugatti SlimCase Handytasche Größe SL, schwarz.
Nettes, frisches Design und sehr griffig/rutschfest. Das SlimCase ist händisch waschbar und besitzt ein Mikrofaser-Innenfutter welches das Smartphone nebenbei reinigt.
Das SlimCase ist zudem von bugatti für das Nexus S offiziell freigegeben (für Leute denen das wichtig ist).. ;)
>> Nachtrag #2
Ableitend aus Fragen zu anderen Rezensionen in deren Kommentaren:
- Es wird keine Anleitung mitgeliefert. Diese ist aber auf der Nexus S Produktseite von Google in allen Sprachen abrufbar.
- NFC lässt sich in den Systemoptionen unter 'Drahtlos & Netzwerke' deaktivieren. Einem dauerhaften Stromverbrauch kann man so entgegenwirken.
- Unter Android steht nur eine gewisse Größe des Festspeichers für Apps zur Verfügung. Die beim Nexus S veranschlagten 1GB stellen gegenüber so manch anderem Mitbewerber sogar eine relativ gute Basis dar. Nebenbei lässt sich das 'Problem' durch App2SD (seit Froyo enthalten) oder App2SD+ umgehen sofern die App es unterstützt.
- Das keine SD-Karten erlaubt sind lässt sich mit dem technischen Umstand erklären das dies das aktuelle Entwickler-Smartphone von Google ist. Hier soll eine stabile Basis geschaffen werden mit möglichst identischen Grundlagen. Ähnliche Beschränkungen kann man bei Apple und Microsoft erkennen, es lässt sich schlichtweg vergleichbarer und leichter entwickeln wenn die Basis unveränderbar bleibt (auch in Bezug auf die Performance).
>> Nachtrag #3
Hier noch ein paar nützliche Links zu (original Samsung) i9023 Zubehör:
Samsung EF-C1A3L Tasche für Samsung i9023 Nexus SSamsung ECR-D1A3 Dockingstation für Nexus S i9023Samsung ECS-V1A3 Kfz-Halterungssatz für Samsung Nexus S i9023Samsung CAD300UBEC Kfz-LadekabelDes Weiteren noch ein kleiner Hinweis zur Akkulaufzeit:
Nach knapp 13 Stunden betrug die Restkapazität heute noch 61%. Dabei habe ich von allem ein bischen gemacht, hauptsächlich aber E-Mail, Surfen, Chatten (WhatsApp) und ein zwei Runden Angry Birds.
Synchronisation, GPS und automatische Display-Helligkeit sind aktiviert, NFC, WLAN, Bluetooth und Live Wallpaper deaktiviert. Zudem habe ich den Netzzugang auf 2G festgelegt um Energie zu sparen. 3G aktiviere ich nur wenn es benötigt wird bzw. sinnvoll ist.
Man sollte gegebenenfalls noch darauf achten das sich die Apps im Hintergrund nicht zu oft 'aktualisieren/synchronisieren' - das kostet nur unnütze Energie (z.B. 3G Watchdog, Wetter Apps und ähnliches).
>> Nachtrag #4
Das Nexus S verfügt über eine intelligente Ladeautomatik mit 'realistischer/ehrlicher' Akku-Anzeige. Das bedeutet Ihr könnt Euren Akku laden wann und wo immer Ihr wollt, es schadet dem Akku nicht. Es ist sogar sinnvoll den Akku zu laden wann immer sich Euch die Möglichkeit bietet. Ich mache das meist Abends damit er morgens voll ist, auch bei vergleichsweise hoher Restanzeige.
Die Ladeautomatik des Nexus S sorgt dafür das der Akku optimal geladen wird. Das bedeutet der Ladezyklus ist, im Vergleich zu anderen Smartphones, ein wenig langsamer (ist dem ein oder anderen bestimmt schon aufgefallen), schont aber tendenziell mehr den Akku.
Wundert Euch auch nicht über die Akku-Anzeige nach einem Ladevorgang. Die 94-96% die Euch angezeigt werden kommen daher das der Akku nur kurzzeitig, sofern überhaupt, komplett geladen wird. Die heutige Elektronik verhindert dies da das (Ent)Laden bis hin zur (unteren) Kapazitätsgrenze für Lithium-Ionen-Akkus eher schädlich ist. Andere Hersteller 'schummeln' hier und da und gaukeln dem Endanwender 100% vor obwohl der reale Wert darunter liegt.
Letzteres ist aber nur 'psychischer Natur' und dient ausnahmslos der Beruhigung der Nerven.. ;-)
>> Nachtrag #5
Noch ein kurzes Update zur Laufzeit:
Ich habe das Nexus S jetzt nahezu optimal auf meine Bedürfnisse zugeschnitten und angepasst.
Dabei habe ich die Synchronisationseinstellungen von Android noch einmal 'optimiert', unnötige Apps gelöscht und GPS deaktiviert.
Das Ergebnis ist, ausgehend von einer 96%'en Ladung und geringer Mail, Chat und Market Nutzung, eine verbleibende Restkapazität von knapp 82% nach 12,5 Stunden.
>> Nachtrag #5.1
Nach ziemlich genau 47 Stunden und 53 Minuten ist mein Nexus S soeben mit 21% Restkapazität an den Strom gegangen.
Ein, wie ich finde, excellenter Wert für ein Smartphone dieser Leistungs- und Ausstattungsklasse.
>> Nachtrag #6
Seit einigen Tagen wird für das Nexus One und das Nexus S Android in der Version 2.3.4 von Google verteilt. Innerhalb der nächsten fünf Wochen sollte jeder Nexus S Besitzer das Update bzw. den Hinweis automatisch OTA (Over the Air) bekommen (Stand: 06. Mai 2011).
Ungeduldige können das Update auch selbstständig durchführen, hierzu einfach mal in die ensprechenden Foren reinschauen (android-hilfe z.B.).
Ich habe mein Nexus S gestern Abend aktualisiert und keinerlei Probleme mit der neuen Version feststellen können.
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