Verpackung:
Der Fernseher kommt in einer sehr schicken und vor allem sehr dünnen Verpackung - praktisch, wenn man den Karton für Weiterverkauf/Einsendung im Keller aufheben will. Mein vorheriger Fernseher (Panasonic TX-32LMD70FA) hatte da einen gefühlt drei mal so tiefen Karton).
Man kann den TV auf Grund dieser Verpackung und des (recht) geringen Gewichtes von ca. 17kg auch alleine tragen. Zum Auspacken würde ich aber auf jeden Fall empfehlen eine zweite Person dazuzuholen.
Aufbau:
Der Glasfuß befindet sich separat im Karton. An diesen muss zu erst ein Plastik-L-Profil geschraubt werden (5 Schrauben). Auf dieses Profil wird dann der TV aufgesetzt - idealerweise ebenfalls von zwei Personen. Der Fernseher muss dann mit dem o.g. Profil am Fuß noch verschraubt werden (4 Schrauben). Auch hier ist zu empfehlen, dass die zweite Person den TV so lange festhält, während man schraubt.
Ist das erledigt hat man eine wahres Schmuckstück vor sich.
Design/Verarbeitung:
Der Fernseher hat ein Hochglanzdesign - sowohl der (recht dünne) Rahmen, als auch das Panel selbst, spiegeln recht stark. Es handelt sich beim Rahmen jedoch nicht um das typische billige Klavierlackdesign. Der Rahmen besteht vielmehr aus zwei "Teilen" - der innere Rahmen ist aus schwarzem Kunststoff und darüber wurde eine Schicht Plexiglas gelegt. Die äußeren Ränder sind somit auf ca. 0,5cm komplett durchsichtig. Sehr schick!
Der Fuß besteht aus einem Schwarzglas-Rechteck sowie einem durchsichtigen Verbindungsstück zum TV.
Das oben erwähnte, spiegelnde Panel kann in Räumen, in denen direkte Sonneneinstrahlung vorliegt, etwas problematisch werden. Bei mir befindet sich auf halber Distanz zwischen Sofa und TV seitlich ein Fenster, durch das die Sonne allerdings nur morgens scheint, und ich habe keine Beeinträchtigungen feststellen können. Man sollte aber auch bedenken, dass man durch dieses von Samsung "Ultra Clear" genannte Panel, Vorteile bei der Bildbrillanz hat. Dazu später mehr.
Auch sehr positiv anzumerken: Die Rückseite des Gerätes ist aus Metall, wie von Plasmafernsehern bekannt. Sieht sehr wertig aus und fühlt sich auch so an...
Inbetriebnahme:
Der TV schaltet sich mit dem aus der TV-Werbung bekannten Jingle ein. Anschließend erscheinen die Grundeinstellungen, wie Wohnort, Zeiteinstellung und Kanalsuche auf dem Bildschirm. Die Kanalsuche geht sehr flott von statten (habe hier nur DVB-C gewählt) - Ich wollte mir eigentlich einen Kaffee holen gehen, nach meinen Erfahrungen mit dem langwierigen Suchlauf beim Unitymediadekoder, aber als ich aufgestanden war, war der Suchlauf auch schon fast beendet. Gefunden wurden alle Kanäle, inklusive HD.
Ich betreibe die Unitymedia-Smartcard in einem Alphacrypt-CAM und habe damit keinerlei Probleme (Was ja nicht unbedingt die Regel ist - siehe bspw. Probleme bei der LG 3000er Reihe).
Bildqualität:
Nach dem Suchlauf erschien sofort ZDF HD auf dem Bildschirm und was ich sah, ließ mich ob der sichtbaren Details und Farben, die Augen reiben - Bisland war ich HDTV nur bei Filmen gewohnt. Atemberaubend, bereits in der Standardeinstellung.
Anschließend habe ich erstmal die Bildeinstellungen (es sind seeeehr viele) nach Gefallen eingestellt - eine genaue Kalibrierung mit HCFR wird noch folgen (Kann übrigens dank der vielfältigen Einstellmöglichkeiten laut Internetforen sehr genau erfolgen).
Auf einen SD-Sender umgeschaltet, fiel mir zu erst der recht starke Soap-Effekt auf. Die Motion Plus Funktion kann im Menü jedoch auch auf Benutzerdefiniert gestellt werden. Ich habe hier die Werte 10/2 gewählt und bin damit sehr zufrieden - klare Bewegungen, aber kein Soap-Effekt.
Etwas nervig ist, dass man die Schärfung zwischen HD- und SD- Sendern anpassen muss. Bei SD-Sendern empfinde ich 25-35 (je nach Inhalt) als optimal, allerdings ist bei dieser Einstellung das HD-Fernsehen (vor allem ARD und ZDF HD, die in 720p senden) bereits recht stark überschärft. Optimal ist das Schärfe 0-5. Zum Glück bin ich kein Zapper, sodass dies ein für mich nicht allzu gravierender Nachteil ist.
Der Schwarzwert ist sensationell! Verglichen mit LCDs, die ich vorher über längere Zeit begutachten konnte (der o.g. Panasonic, ein Samsung der A-Serie, sowie ein Hitachi-Bolide - welcher vor 3,5 Jahren knapp 3000¤ kostete), ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht (im wahrsten Sinne des Wortes) - sogar im völlig dunklen Raum konnte ich bei Filmen im 2,35:1-Format die schwarzen Balken ober- und unterhalb des Bildes nicht vom Rahmen des Fernsehers unterscheiden - dabei stand das Backlight auf 4 - was für einen komplett dunklen Raum sogar noch etwas zu hell ist. Da sind auch Plasmafernseher nicht (viel) besser. Ich habe den Schwarzwert dann mit einem Colorimeter gemessen. Heraus kamen sensationelle 0,03 cd/m² - Top!
Nicht ganz unbeteiligt daran ist wohl das o.g. Ultra Clear Panel, durch welches sich die gefühlte Bildtiefe zu einem matten Gerät nochmal deutlich erhöht.
Zum Input-Lag kann ich leider nichts sagen, da ich den TV nicht zum spielen benutze. Laut Foren soll er aber recht hoch sein, wenn auch reduzierbar, durch Zuschaltung des Gamemodus.
Ton:
Bei mir hängt der Fernseher am AVR, weswegen ich zur Tonqualität der Lautsprecher nicht viel sagen kann. Habe am Anfang bei durchzappen allerdings erstmal die internen Lautsprecher an gehabt und war durchaus positiv überrascht, dass die Stimmen klar verständlich waren - das kannte ich von anderen Geräten schlechter.
Die Ausgabe an den AVR über optisches Kabel funktioniert problemlos und es wird auch Dolby Digital 5.1 (sofern es vom Sender so gesendet wird) durchgereicht.
Im USB und DLNA Modus wird zusätzlich noch DTS unterstützt (gab es bei der B-Serie nicht) - es kann entweder vom TV dekodiert oder an den AVR durchgegeben werden. (Funktioniert auch bei MKV-Dateien).
Bedienung:
Die Menüs sind sehr schick und auch (bis auf eine Ausnahme, s.u.) sehr gut und intuitiv bedienbar. Etwas undurchdacht ist hingegen die Sortierung der TV-Sender im Kanallisteneditor:
Man findet dort zwar einen Knopf sortieren, der es jedoch nicht, wie man annehmen könnte, erlaubt, die Sender in eine benutzerdefinierte Reihenfolge zu bringen. Vielmehr ist es hierbei nur möglich zwischen einer Sortierung nach Kanalnummer oder Sendername zu wählen. Will man nun die Reihenfolge manuell ändern, muss man die Kanalnummern anpassen. Zu empfehlen ist es alle gewünschten Kanäle zu markieren und dann in eine der "Eigenen Listen" zu übertragen. Anschließend muss man in diese Liste wechseln und jedem Sender die gewünschte Nummer vergeben (dafür braucht es pro Kanal ca. 8 Tastendrücke), denn der TV übernimmt anfangs die vom Provider benutzten Kanalnummern (so hat ZDF bspw. anfangs die 101 usw.).
Einfacher wäre es gewesen, wenn in den Eigenen Listen einfach angefangen bei 1 durchnummeriert würde und man die Sender in die gewünschte Reihenfolge verschieben könnte. Zum Glück macht man das nicht so oft.
Der für die B-Serie SamyGo Kanaleditor funktioniert übrigens nicht mit der C-Serie. Die von den 2010-er Modellen auf USB-Geräte exportieren Senderlisten haben ein anderes, nicht von dieser Software unterstützes Format. Vielleicht gibt es ja irgendwann ein Update - es wäre sehr wünschenswert.
Die Fernbedienung fühlt sich etwas "billig" an - es knarzt zwar nichts, aber sie ist doch recht leicht und die Gummitasten haben einen etwas schwammigen Druckpunkt. Wenigstens ist sie beleuchtet und die Taste zum Einschalten dieser Beleuchtung ist auch im dunklen sehr gut auffindbar. Ich empfehle hier allerdings eine Harmony-Fernbedienung, welche übrigens noch den Bonus bietet, dass sich die Eingänge direkt anwählen lassen (ohne den Umweg über die Eingangsliste, welche mit der Original-FB benutzt werden muss).
Zusatzfunktionen:
Der Fernseher ist mit interessanten Zusatzfunktionen ausgestattet.
Die erste, die von mir ausprobiert wurde, ist die Internet@TV-Funktion. Diese erlaubt es von der Samsung Seite sog. Widgets herunterzuladen, welche eine weitergehende Funktionalität bieten.
So gibt es bspw. eine Google-Maps App, die wirklich sehr gut bedienbar ist. Sehr gelungen finde ich die Youtube App - man kann sich Videos nach Kategorien anschauen (Es kann in Vollbild geschat werden, oder im Fenster mit Beschreibung des Videos daneben - fast wie beim "echten" Youtube) oder eine Suche starten. Die Texteingabe per FB funktioniert dank Autovervollständiung auch überraschend gut. FÜR IPHONE/IPOD-BESITZER: Im App Store gibt es von Samsung eine App, welche es erlaubt den TV per Wlan mit dem Iphone zu steuern. Der Clou hierbei ist, dass auch die iPhone-Tastatur für Texteingaben am TV genutzt werden kann. Perfekt! (Es gibt auch eine Gestensteuerung und vieles mehr - es lohnt sich die App mal auszuprobieren).
Für viele interessanter ist sicherlich der eingebaute Mediaplayer, mit dem man Videodateien von USB-Laufwerken, oder einem sog. DLNA-Server abspielen kann. Ersteres funktioniert wirklich sehr einfach - sobald man ein USB-Gerät mit unterstützem Material anschließt, erscheint ein Fenster, ob man dieses abspielen möchte. Hierbei werden alle möglichen Videoformate ohne Murren angenommen. Getestet habe ich avi, xvid, mkvs mit h264 Video und AC3 bzw. DTS Audio.
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