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Giovanni Battista Sammartini stammt aus Mailand. Und anders als viele seiner reiselustigen Zeitgenossen, wirkte er sein ganzes Leben in seiner Heimatstadt. Sammartini war eine der zentralen Köpfe im Musikleben Mailands und widmete sein Schaffen instrumentalen geistlichen Werken und der Kammermusik. Er schuf nur drei Opernwerke, was für einen italienischen Komponisten durchaus ungewöhnlich ist. Giovanni Sgambati, ein Landsmann aus dem 19. Jahrhundert, ist eines der wenigen weiteren Beispiele für einen 'Opern-scheuen' Tonschöpfer aus der italienischen Schule.
Sammartini gilt - wie Haydn - als 'Vater der Symphonie'. Er war ein großer Erneuerer und hat seine symphonischen Werke aus seinen Experimenten mit dem 'concerto grosso' und der Triosonate des Barock entwickelt. Seine Stücke wurden in allen Musikmetropolen des damaligen Europa veröffentlicht.
Mit Christoph Willibald Gluck war Sammartini befreundet und unterrichtete ihn von 1737-41. Auch Mozart begegnete er, als dieser nach Mailand reiste. Sammartinis Einfluss auf Stamitz und J.S. Bach ist nicht zu unterschätzen.
Bedauerlicherweise wurde der Nachlass Sammartinis durch Kriegswirren in Mailand im 19. Jahrhundert und im Zweiten Weltkrieg in alle Winde der Musikgeschichte verstreut. Erst seit 1968 wird sein Schaffen aufgearbeitet. Vor allem seine späten Symphonien weisen auf die 'Mannheimer Schule' voraus, rhythmisch und harmonisch war Sammartini ein Prophet der Form.
Weitere Informationen:
- Weltersteinspielungen von zentralen Werken der symphonischen Musikgeschichte
- Vol. 1 der Sammartini-Symphonien ist ebenfalls bei Brilliant Classics (MMK93610) erschienen
- Neue Aufnahme auf historischen Instrumenten
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