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Samariter ohne Herz. Ein Petra Delicado-Roman
 
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Samariter ohne Herz. Ein Petra Delicado-Roman [Gebundene Ausgabe]

Alicia Gimenez-Bartlett , Sybille Martin
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 413 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 2 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785715552
  • ISBN-13: 978-3785715550
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 444.877 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alicia Giménez Bartlett
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Inspectora Petra Delicado und ihr kauziger Partner Fermín Garzón melden sich bei den deutschen Lesern zurück. Das ungleiche Paar der hervorragenden spanischen Krimiautorin Alicia Giménez-Bartlett untersucht den Mord an einem Obdachlosen und stößt dabei auf Samariter ohne Herz. Der Ermordete entpuppt sich schon bald als außergewöhnlicher Mensch.

Niemand scheint den ermordeten Obdachlosen zu vermissen, der eines Morgens von einem Müllmann aufgefunden wird. Noch am Tatort meldet sich zögernd ein junger Mann, der gesehen haben will, dass Skinheads mit einem Baseballschläger auf das Opfer eingeprügelt und den leblosen Mann auf der Parkbank abgelegt hätten. Die vermeintliche Tatwaffe wird schnell in der Nähe gefunden -- wie auf einem Präsentierteller. Garzón glaubt an eine Aktion von rechtsradikalen Skinheads, doch in seiner Chefin meldet sich deren berühmt-berüchtigte Intuition. Delicado glaubt fest an ein Ablenkungsmanöver. Mit Hilfe der jungen Stadtpolizistin Yolanda Santos klappern die beiden einschlägige Treffpunkte von Obdachlosen in ganz Barcelona ab und stoßen auf den verwirrten Stadtstreicher Anselmo, der in dem Opfer Tomás den Weisen erkennt, einen im Milieu der Obdachlosen außergewöhnlich geachteten Menschen. Kurz darauf wird auch Anselmo von Unbekannten getötet. Petras mühsame Ermittlungen führen in die bürgerliche Welt professioneller Gutmenschen, die offenbar auch andere Dinge im Sinn haben als das Wohlergehen ihrer Not leidenden Mitmenschen ...

Bartletts Krimis sind das wohltuende Gegenprogramm für alle Krimileser, deren Nerven durch den Wettbewerb um den grausamsten Serienkiller-Roman zerrüttet sind und die von geistesgestörten Schlitzern erst einmal die Nase voll haben. Intelligent, mit ironischer Schärfe und voller Witz beharken sich ihre Hauptfiguren Petra Delicado und Fermín Garzón in wundervollen Dialogen. Dennoch arbeiten der noch unter Franco ausgebildete Hardliner Garzón und die aufgeklärte emanzipierte Delicado im Dienste der Sache immer wieder aufs Beste zusammen. In diesem „Traumduo“ hat Giménez-Bartlett das alte und das neue Spanien mit all seinen ungelösten politischen Problemen dauerhaft und kritisch verknüpft. --Ulrich Deurer

Kurzbeschreibung

Ein Stadtstreicher auf einer Parkbank, das war alles. Es wirkte fast, als würde der Mann schlafen und wäre an diesem Morgen nicht mehr aufgewacht. Aber dem war nicht so, er war zu Tode geprügelt worden, obwohl das nicht die gelassene Würde aus seinem Gesicht hatte vertreiben können. Lange Finger, ein üppiger Vollbart... wie ein König Lear, der in ein Gewitter geraten und von einem ungerechten Blitz niedergestreckt worden war, allein und regungslos erinnerte er in seiner ganzen Pracht daran, dass er auch jetzt noch ein König war. "Blödsinn, Inspectora." Garzón holte mich in die Wirklichkeit zurück. "Ein Bettlerkönig vielleicht. Soll ich ihm die Stiefel ausziehen, damit Sie seine Füße inspizieren können? So stinkt bestimmt kein König."

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Silke Schröder, hallo-buch.de TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Obdachloser wird in einem Stadtpark in Barcelona ermordet aufgefunden. Waren es rechtsradikale Skinheads oder steckt etwas anderes hinter diesem Mord? In ihrem siebten Auftritt recherchiert das Krimiduo Petra Deligado und Fermin Garzòn wieder gemeinsam an dem Fall. Unterstützt werden sie diesmal von Yolanda, einer jungen Polizistin von der lokalen Polizei. Die Spur führt sie in die Armenküchen Barcelonas und zu Betrügern, die sich an dem Elend anderer bereichern wollen.
Viel Witz und Ironie versprüht die Autorin in ihrem neuesten Krimi. Neben einer spannenden Kriminalgeschichte, in der jeder Schritt logisch zu dem nächsten führt, wird das Privatleben der beiden Inspektoren diesmal gehörig durcheinander gewirbelt. Die Inspektorin hat eine heiße Affäre mit einem Psychiater, der mehr von ihr will, aber als emanzipierte Frau zelebriert sie zu sehr ihre Prinzipien und genießt ihr Alleinsein. Ihr „Subinspector", ein alter Haudegen, der noch unter Franco Polizist war, muss sich mit der Homosexualität seines Sohnes auseinander setzen.
So schafft es die Autorin auch immer wieder, in ihren Romanen neben einer spannenden und logischen Krimihandlung, jede Menge gesellschaftliche Konflikte des modernen Spaniens unter zu bringen. Abgerundet wird das Ganze durch die herrlichen Streit-Dialoge der beiden Protagonisten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jonie
Format:Taschenbuch
So ganz kann ich meinem Vorschreiber, der nur 2 Sterne gegeben hat, nicht beipflichten - sooo schlecht ist dieer Krimi auch nicht. Aber in der Tat gab es schon bessere von Gimenez-Bartlett rund um Petra Delicado.

Der Fall ist relativ spannend, wobei ich die Auflösung schwach und herbeigezogen fand.

Am schönsten fand und finde ich bei allen Delicado-Krimis eigentlich das traute Miteinander zwischen ihrem Sub und ihr. Fermin ist einfach ein Unicum und es macht Spass über ihn zu lesen.

An Delicado selber finde ich es faszinierend, dass sie lebt, wie es sich viele Frauen wünschen (allein, unabhängig und trotz fortgeschrittenem Alter einige Liebhaber bis hin zu einem ganz jungen Anfang 20), sich aber nie trauen. Auch ihre Gedanken und ihre Sprache ist so, wie wir es anerzogen bekommen haben, dass "Damen nie zu sprechen haben". Da mag ich, es zeigt eine komplett neue weibliche Seite und das von einer Spanierin, wo man das eher nicht so erwartet.

Es lohnt sich allerdings, die Reihe in Folge zu lesen und bei Band 1 anzufangen, denn viele Hinweise auf die ersten Bände werden immer wieder gegeben. Man kommt einfach besser in die Stimmung hinein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wortwitz mit Herz 16. Februar 2006
Von "bee000"
Format:Gebundene Ausgabe
Mit manchen Krimiserien ist es wie mit dem Wein. Manche sind nicht lange genießbar und bauen mit der Zeit immer mehr ab und manche werden immer besser, je älter sie werden. Alicia Giménez-Bartletts Serie um die spanische Inspectora Petra Delicado ist wie guter Wein, sie hat mit der Zeit an Reife gewonnen und die Trinkreife bestimmt noch nicht überschritten.

Nachdem in einem Park die Leiche eines Obdachlosen gefunden wurde und sich sogar ein Zeuge gemeldet hat, der Skinheads gesehen haben will, die den alten Mann verprügelt haben, scheinen große Ermittlungen nicht mehr vonnöten zu sein. Es hapert nur noch an der Identifizierung des Opfers und um die soll sich Inspectora Petra Delicado mit ihrem Assistenten Subinspector Fermín Garzón kümmern. Aber Petra glaubt nicht an die Skinheadtheorie und ihr Respekt vor dem Opfer stärkt sie in ihrem Vorhaben, die Ermittlungen sehr gründlich durchzuführen. So machen sich die beiden auf und besuchen zahlreiche Wohlfahrtsorganisationen und Plätze, an denen sich die Wohnsitzlosen aufhalten, um den Namen des Toten in Erfahrung zu bringen. Hilfe bekommen sie von der jungen Polizistin Yolanda Santos von der Policía Municipal. Endlich treffen sie den Stadtstreicher Anselmo, der zwar zugegebenermaßen etwas wirr spricht, aber in dem Toten jemanden erkennt, der als Tomás der Weise bekannt ist. Er schien ein gelehrter und geachteter Mann zu sein. Als Anselmo kurz darauf ebenfalls tot aufgefunden wird, wissen die beiden Polizisten, dass sie auf der richtigen Spur sind.

Alicia Giménez-Bartlett hat die Figuren ihrer Krimis stetig weiterentwickelt. Fermín hat mehr an Kontur gewonnen. Er ist ein Mann der alten Schule, der sich nur langsam an die Methoden seiner emanzipierten Chefin gewöhnen konnte. Inzwischen sind die beiden ein eingespieltes Team und kommen sehr gut miteinander aus, fechten jedoch immer noch - Freude des Lesers - manchen verbalen Kampf miteinander aus. Fermín muss zum Beispiel im vorliegenden Buch mit der Tatsache zurecht kommen, dass sein Sohn homosexuell ist. Petra dagegen kämpft ihren eigenen Kampf, sie lernt einen Mann kennen, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Sie ist recht zynisch, ist beleidigt, wenn man sie als originell charakterisiert, will aber dennoch anders sein als die anderen und wird dieses Mal sogar handgreiflich gegenüber einem Verdächtigen. Auf andere Weise schlagfertig ist sie ebenfalls:

„Meine liebe Yolanda, ich will aufrichtig sein. Ich verstehe, dass Sie sich langweilen. Das Leben einer Polizistin in welcher Körperschaft auch immer ist nicht so spannend, wie viele glauben. In meinem Fall auch nicht. Wie auch immer, wenn Sie ein wenig Abenteuer haben möchten, empfehle ich Ihnen, es in Ihrem Privatleben zu suchen. Viel Vögeln führt zum Beispiel zu ausgezeichneten Ergebnissen, verstehen Sie?“ (S.20)

Mit scharfem Blick und auch scharfzüngig legt die Autorin den Finger in die Wunde des spanischen Wohlfahrtstaates. Die Dialoge machen einfach Spaß und die intelligenten Wortgefechte der beiden Protagonisten amüsierten mich in hohem Maße. Der Unterhaltungswert von „Samariter ohne Herz“ ist mindestens genau so hoch anzusiedeln wie der des Vorgängerromans. Dass der Kriminalfall dadurch fast ein wenig in den Hintergrund tritt, ist verkraftbar. Einigermaßen spannend ist die Geschichte dennoch. Zudem ist Spanien als Schauplatz attraktiv, weil nicht schon dreißig andere Polizisten um die Gunst des Lesers ringen. Da kann man nur sagen: Zum Wohl!

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