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Salz der Erde: Christentum und katholische Kirche im neuen Jahrtausend. Ein Gespräch mit Peter Seewald
 
 
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Salz der Erde: Christentum und katholische Kirche im neuen Jahrtausend. Ein Gespräch mit Peter Seewald [Taschenbuch]

Papst Benedikt XVI.
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„So offen und auskunftsfreudig hat sich noch kein hohes Mitglied der Kurie gezeigt.“ (Der Spiegel )

Kurzbeschreibung

Ob Massenaustritte, Empfängnisverhütung oder Zölibat: Joseph Ratzinger, jetzt Benedikt XVI. und der mächtigste Mann der katholischen Kirche, nimmt in einem einzigartigen Dialog mit Peter Seewald Stellung zu den zentralen Fragen, mit denen die Christenheit am Beginn des dritten Jahrtausends konfrontiert wird.


Klappentext

"So offen und auskunftsfreudig hat sich noch kein hohes Mitglied der Kurie gezeigt."
Der Spiegel

Über den Autor

Joseph Ratzinger wurde 1927 in Marktl am Inn geboren. Er war Professor für systematische Theologie in Freising, Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg und jüngster theologischer Berater auf des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). 1977 wurde er Erzbischof von München und Freising. 1981 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Präfekten der Glaubenskongregation. Am 19. April 2005 wurde er als erster Deutscher seit 482 Jahren auf den Heiligen Stuhl gewählt.

Auszug aus Salz der Erde von Joseph Ratzinger, Benedikt XVI., Peter Seewald. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort zur aktualisierten Ausgabe

einem Zimmer des ehemaligen Exerzitienhauses der Jesuiten, der Villa Cava-letti, dem Journalisten Peter Seewald gegenübersaß zu einem Gespräch, aus dem ein Buch werden sollte. Schon etliche Jahre zuvor war er - damals im Auftrag der Süddeutschen Zeitung - zu mir gekommen, um in einem Interview meine Positionen zu einigen Fragen des Verhältnisses von Christentum und heutiger Welt zu ermitteln. Damals war er ganz offensichtlich einigermaßen kritisch mir gegenüber eingestellt; dennoch bemerkte ich, daß im Lauf des Gesprächs sein Interesse an dem wuchs, was ich zu sagen hatte und daß am Ende einige seiner Vorbehalte gegen mich und meine Sache an Schärfe verloren hatten.

Nun fragte er nicht mehr einfach als Journalist, der ein Interview mit anderen abwickelt und selber dabei außen stehenbleibt. Die Fragen, die er stellte, waren seine eigenen Fragen. Das Gespräch war ganz realistisch geworden - es ging um ihn selber, um uns selber; wagen wir es ruhig zu sagen: Es ging um die heute meist sorgsam vermiedene und doch für jedermann unausweichliche Frage: Was ist Wahrheit? So waren wir beide selbst im Spiel und nicht einfach damit beschäftigt, ein Buch zustandezubringen, das möglichst viele Leser finden wollte. Deswegen gingen ganz von selber in den Fragen die persönlichen Dinge und die Suche nach der christlichen Botschaft ineinander. Freilich, die eigentlichen Glaubensinhalte - die Botschaft des Christentums - erschienen verzäunt durch eine Unmenge von Einwänden und Vorbehalten, die den Zugang zum Glauben für viele fast unmöglich machen. So mußten vor allem diese Umzäunungen bedacht werden, und doch durften wir nicht bei einem Kampf mit Negationen stehenbleiben: Das Positive, das dahintersteht, mußte irgendwie durchleuchten. Eben weil das Gespräch so existenziell, so gar nicht künstlich war, sondern uns beide als Menschen bis ins Persönlichste hinein betraf, war es anstrengend, aber auch spannend und schön.
Zu meiner großen Verwunderung war dem Buch, das Peter Seewald auf Basis der beim Gespräch mitlaufenden Tonbänder gefertigt hat, ein außerordentlicher Erfolg beschieden. Offensichtlich haben sehr viele Leser darin ihre eigenen Fragen wiedergefunden und in den Antworten Wegweiser erkennen können, die ihnen hilfreich waren. Und die Verbindung des Persönlichen, des Aktuellen, mit dem, was uns alle im Tiefsten angeht, ermöglichte offenbar Zugänge, die einem streng gelehrten Buch verwehrt bleiben würden. So freue ich mich, daß der Wilhelm Heyne Verlag sich entschlossen hat, das Werk neu aufzulegen. Es ist im vorigen Jahrtausend entstanden, aber schon klopfte das neue Jahrtausend an die Tür, in das wir inzwischen eingetreten sind. Ich hoffe, daß es auch in seiner neuen Gestalt vielen Zeitgenossen ein gutes Weggeleit ins Kommende hinein werden kann.

Rom, im Januar 2004

Joseph Kardinal Ratzinger

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