Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Suche nach verschwundenen Kindern und die Aufklärung eines damit in Zusammenhang stehenden Verbrechens, das die Böttchertochter Susanne aus gutbürgerlichem Haus und den Schmiedegesellen Jan zusammenführt. Aber auch die Gegensätze von Wohlstand und Armut, Gesellschaft und Individuum, Wunschträumen und Realität, kurz Salz und Asche.
Das Buch bietet ein schönes Sittengemälde von Lüneburg nach dem 30 jährigen Krieg, liebevoll gezeichnete Figuren, Spannung und die Romantik der ersten Liebe. Wie sein Vorgänger "Herrin wider Willen" glänzt auch "Salz und Asche" durch eine lebendige, zeitgemäße Sprache und mühelosen Stil. Die Autorin bindet historische Fakten und Begebenheiten gekonnt in die Handlung ein, ohne diese damit zu beschweren oder zu überfrachten.
Das Ergebnis ist eine interessante, originelle als auch bewegende Geschichte, die lediglich zum Ende hin etwas vom eingeschlagenen Kurs abweicht. Mit Susanne und Jan hat Martha Sophie Marcus wieder ein charmantes Paar geschaffen, dem man ein Happy-ending von Herzen wünscht. Man darf auf weitere Werke der Autorin gespannt sein.