Pressestimmen
»Blandina erzählt einfühlsam und unverblümt vom Leben auf dem Boden und vom Träumen hoch in der Luft. Höchste Zeit, den Koffer vom Schrank zu holen, und endlich die verstaubten Wünsche mal wieder ins Freie zu lassen.« (Literarische Welt, 26.06.2010 )
"Voll Witz und Lebensweisheit plaudert Salvador über eigensinnige Menschen, denkwürdige Begegnungen und geheime Sehnsüchte: Eine wunderbare Sammlung herzerfrischender Anekdoten. Perfekt als Reiselektüre!" (Freundin )
"Salvador und der Club der unerhörten Wünsche ist ein köstlicher Roman um einen begnadeten Erzähler, dem man einfach alles glaubt. Lesen und lächeln!" (Maxi )
"Voll Witz und Lebensweisheit plaudert Salvador über eigensinnige Menschen, denkwürdige Begegnungen und geheime Sehnsüchte: Eine wunderbare Sammlung herzerfrischender Anekdoten. Perfekt als Reiselektüre!" (Freundin )
"Salvador und der Club der unerhörten Wünsche ist ein köstlicher Roman um einen begnadeten Erzähler, dem man einfach alles glaubt. Lesen und lächeln!" (Maxi )
Kurzbeschreibung
Die wunderbare Welt des Salvador
Der alte Salvador kümmert sich nicht nur um die Sauberkeit des Flughafens: Er plaudert mit den Wartenden, gibt Ratschläge, flirtet mit der Frau vom Kiosk, und immer wieder erzählt er die unglaublichsten Geschichten. Wie die vom Club der unerhörten Wünsche, der den Mitgliedern als Willkommensgeschenk die große Liebe verspricht.
Salvador ist der gute Geist des Flughafens. Dreißig Jahre schon fegt er tagaus, tagein die Flughafenhalle, tröstet diejenigen, die nicht von ihren Liebsten abgeholt werden, macht Späße und vertreibt den Wartenden die Zeit bis zum nächsten Flug mit Geschichten, die er gehört und gesehen hat. Geschichten, die das Leben schrieb, wie die vom Club der unerhörten Wünsche. Wer sich dort als Mitglied einschreibt, erhält als Beitrittsprämie einen Lebenspartner frei Haus. Oder die Geschichte von dem Mädchen, das sein Gedächtnis verloren hat und von einem plötzlich auftauchenden jungen Mann eine makellose Vergangenheit geschenkt bekommt. Ein liebenswürdiger Erzähler ist Salvador, charmant und schalkhaft, und jedem schenkt er einen Augenblick des Glücks.
Amüsant und voller Lebensweisheit – ein bezauberndes Buch, das die Welt neu erfindet.
Der alte Salvador kümmert sich nicht nur um die Sauberkeit des Flughafens: Er plaudert mit den Wartenden, gibt Ratschläge, flirtet mit der Frau vom Kiosk, und immer wieder erzählt er die unglaublichsten Geschichten. Wie die vom Club der unerhörten Wünsche, der den Mitgliedern als Willkommensgeschenk die große Liebe verspricht.
Salvador ist der gute Geist des Flughafens. Dreißig Jahre schon fegt er tagaus, tagein die Flughafenhalle, tröstet diejenigen, die nicht von ihren Liebsten abgeholt werden, macht Späße und vertreibt den Wartenden die Zeit bis zum nächsten Flug mit Geschichten, die er gehört und gesehen hat. Geschichten, die das Leben schrieb, wie die vom Club der unerhörten Wünsche. Wer sich dort als Mitglied einschreibt, erhält als Beitrittsprämie einen Lebenspartner frei Haus. Oder die Geschichte von dem Mädchen, das sein Gedächtnis verloren hat und von einem plötzlich auftauchenden jungen Mann eine makellose Vergangenheit geschenkt bekommt. Ein liebenswürdiger Erzähler ist Salvador, charmant und schalkhaft, und jedem schenkt er einen Augenblick des Glücks.
Amüsant und voller Lebensweisheit – ein bezauberndes Buch, das die Welt neu erfindet.
Über den Autor
Alberto Torres Blandina, 1976 in Valencia geboren, arbeitet als Schriftsteller, Musiker, Drehbuchautor und Journalist, hauptberuflich unterrichtet er spanische Literatur. 2007 erhielt er den prestigeträchtigen Literaturpreis Las Dos Orillas für Salvador und der Club der unerhörten Wünsche, seinen ersten Roman. Seine beiden nachfolgenden Romane wurden ebenfalls für Literaturpreise nominiert.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Würden Sie mal kurz die Füße heben, damit ich hier kehren kann? Gut so, danke. Nach Indien, stimmt's?
Ganz einfach. Reiseziele sind wie Frisuren, Schuhe ... oder Ehepartner. Wir suchen uns die aus, die am besten zu uns passen.
Meine Nichte hat blonde Strähnchen im Haar, liebt hochhackige Schuhe und hat letztes Jahr einen Informatiker geheiratet. Zur Hochzeit waren vierhundert Gäste geladen. Was meinen Sie wohl, wo sie die Flitterwochen verbracht haben? Genau. Entweder in Cancun oder auf einem Kreuzfahrtschiff. Also, sie waren in Cancun. Ihr Mann wird seekrank.
Ja, er ist Brillenträger. Gut kombiniert. Sehen Sie, so schwierig ist das gar nicht. Anfangs glaubt man noch an Zufälle, doch je mehr Leute man kennenlernt, desto klarer wird einem, dass Klischees nicht von ungefähr kommen ...
Sie zum Beispiel fahren nach Indien, um sich selbst zu finden. Habe ich recht? Nein, Sie machen nicht den Eindruck, als hätten Sie sich verloren. Aber Sie sind der typische Indienreisende. Seien Sie nicht beleidigt, vorhin haben Sie gesagt, alle Informatiker sind Brillenträger, und jetzt sage ich Ihnen, dass Ihnen Reiseziel Neu-Delhi quer über die Stirn geschrieben steht. Nach Indien geht man allein - Sie sind allein - und für mindestens einen Monat - wie mir dieser dicke Rucksack verrät. Aber ich sage Ihnen jetzt schon, dass es immer einen gibt, der drei Monate dort war und Ihnen erklären wird, dass man für nur vier Wochen nicht nach Indien fährt. Und einen anderen, der sechs Monate dort war und sich noch dazu Amöbenruhr oder sonst eine ungewöhnliche Krankheit geholt hat ... da kann man dann gar nicht mehr mithalten.
Sie sind frisch rasiert. Weil Sie sich ab jetzt den Bart stehen lassen wollen, stimmt's? Sie starten glatt und rosig wie ein Baby und kommen mit Vollbart zurück. Nach Ihrer Rückkehr werden Sie mit dem Rasieren noch ein paar Tage warten, bis alle Sie gesehen haben.
Verzeihen Sie meine Direktheit ... Wenn wir in die Köpfe anderer Menschen schlüpfen könnten, wären wir überrascht, wie wenig anders es dort ist. Erkenne dich selbst, und du kennst alle anderen. Ich mache mich nicht über Sie lustig, ich mache mich über die Menschheit lustig, darüber, wie wir sind . Meine Nichte entschied sich für Cancun aus ähnlichen Gründen wie Sie ...
Das glauben Sie nicht?
Sie werden mit einem Bart zurückkommen, und sie kam mit einem Armbändchen zurück. Sie hat von den Daiquiris und der Sonne erzählt, Sie werden von Spiritualität und Karma reden. Sie hat vielleicht Fotos von ihrem Mann in Badehose herumgezeigt, und Sie werden Bilder von diesen entzückenden Kindern mit den geschminkten Augen herumzeigen .
Das ist Kajal, eine aromatische Substanz, die die Sehkraft der Kleinen stärkt ...
Das fragen Sie mich? Ich bin bloß Putzmann. Außerdem ist es schwierig, etwas über Indien zu sagen. Im Grunde lässt es sich nur mit den immer gleichen Sätzen
beschreiben: Es ist eine andere Welt; man muss dort gewesen sein, um sie zu verstehen; es wühlt dich innerlich auf; die spinnen, die Inder, und so weiter ... das Übliche halt.
Ja, angeblich soll es eine Reise nach innen sein. Ich glaube, das kommt ganz darauf an. Wenn man mit der Absicht hinfährt, etwas zu finden, findet man auch etwas. Und Indien eignet sich zum Wühlen. Es ist eher eine Rumpelkammer als ein Land: ein wildes Durcheinander aus den seltsamsten Menschen, den seltsamsten Bräuchen und den seltsamsten Dingen.
Vor vielen Jahren hatte ich einmal einen Freund, der nach Indien gegangen ist. Er hat sein Leben nicht mehr ertragen, deshalb wollte er fort. Andere mögen das anders sehen, aber mir können Sie glauben, denn ich habe ihn gut gekannt. Er machte sich auf den Weg nach Indien, wie andere sich eine Pistole in den Mund stecken, entschuldigen Sie den Vergleich. Er ging, um ein für alle Mal mit allem abzuschließen. Das ist jetzt ungefähr fünfzehn Jahre her. Damals fuhr man nicht einfach so nach Indien. Heute ist das ganz normal. Es ist richtig Mode geworden. Zu gewissen Hosen passt eine Reise in irgendein exotisches Land eben perfekt, nicht wahr?
Er hieß Eduardo Juesas und war die Zurückhaltung in Person. Sehr korrekt und ernst ... zu ernst, finde ich. Selbst sein Lächeln war eine schiefe Grimasse, von der man nicht recht wusste, wie sie gemeint war. Ich weiß nicht, was ich über ihn gedacht hätte, wenn wir uns hier am Flughafen begegnet wären. Vermutlich das, was alle anderen auch dachten: ein komischer Kauz, so einsilbig,
dass es schon an Unhöflichkeit grenzt. Aber ich kannte Eduardo von klein auf und wusste, dass er ein faszinierender Mensch war.
Seine Mutter und er zogen in die Nachbarwohnung.
Er war immer ein Einzelgänger und hatte kaum Freunde, doch das machte ihm anscheinend nicht viel aus. Er las viel ...
Sehen Sie, wieder so ein Klischee: Wer viel liest, wird mit der Zeit ein bisschen irre. Wie Don Quijote oder Madame Bovary, die am Ende glaubten, das wirkliche Leben sei wie die Romane, für die sie so schwärmten. Aber das wirkliche Leben ist anders, meinen Sie nicht auch? Nicht besser, nicht schlechter, aber anders. Eduardo erging es ähnlich. Womit ich allerdings nicht sagen will, die Bücher seien schuld, wie gewisse Leute behauptet haben. Die Bücher haben Eduardo nicht zum Eigenbrötler gemacht. Weder ihn noch sonst jemanden. Eher umgekehrt, und sein scheues Wesen fand in den Büchern Verbündete.
Der Einfluss seiner Mutter war, offen gesagt, nicht sehr gut für den Jungen. Sie war eine bezaubernde Frau, immer fröhlich, aber als Mutter, ich weiß nicht. Kinder sollten mit Murmeln und Kreiseln spielen ... Computerspiele? Nun ja, Kinder sollten sich mit Kinderspielen beschäftigen. Aber Eduardos Mutter behandelte ihn immer wie einen kleinen Mann. Sie nahm ihn mit in Museen, in Bars, ins Grüne zum Meditieren ... Ich habe Ihnen noch nicht gesagt, dass sie Fotografin war, und ledig, damit Sie wissen, wovon ich rede. Das Kerlchen hatte keinen Vater. Wenn man ihn fragte, zuckte er mit den Schultern, denn seine Mutter hatte ihm nicht einmal den Namen seines Erzeugers verraten.
Ganz einfach. Reiseziele sind wie Frisuren, Schuhe ... oder Ehepartner. Wir suchen uns die aus, die am besten zu uns passen.
Meine Nichte hat blonde Strähnchen im Haar, liebt hochhackige Schuhe und hat letztes Jahr einen Informatiker geheiratet. Zur Hochzeit waren vierhundert Gäste geladen. Was meinen Sie wohl, wo sie die Flitterwochen verbracht haben? Genau. Entweder in Cancun oder auf einem Kreuzfahrtschiff. Also, sie waren in Cancun. Ihr Mann wird seekrank.
Ja, er ist Brillenträger. Gut kombiniert. Sehen Sie, so schwierig ist das gar nicht. Anfangs glaubt man noch an Zufälle, doch je mehr Leute man kennenlernt, desto klarer wird einem, dass Klischees nicht von ungefähr kommen ...
Sie zum Beispiel fahren nach Indien, um sich selbst zu finden. Habe ich recht? Nein, Sie machen nicht den Eindruck, als hätten Sie sich verloren. Aber Sie sind der typische Indienreisende. Seien Sie nicht beleidigt, vorhin haben Sie gesagt, alle Informatiker sind Brillenträger, und jetzt sage ich Ihnen, dass Ihnen Reiseziel Neu-Delhi quer über die Stirn geschrieben steht. Nach Indien geht man allein - Sie sind allein - und für mindestens einen Monat - wie mir dieser dicke Rucksack verrät. Aber ich sage Ihnen jetzt schon, dass es immer einen gibt, der drei Monate dort war und Ihnen erklären wird, dass man für nur vier Wochen nicht nach Indien fährt. Und einen anderen, der sechs Monate dort war und sich noch dazu Amöbenruhr oder sonst eine ungewöhnliche Krankheit geholt hat ... da kann man dann gar nicht mehr mithalten.
Sie sind frisch rasiert. Weil Sie sich ab jetzt den Bart stehen lassen wollen, stimmt's? Sie starten glatt und rosig wie ein Baby und kommen mit Vollbart zurück. Nach Ihrer Rückkehr werden Sie mit dem Rasieren noch ein paar Tage warten, bis alle Sie gesehen haben.
Verzeihen Sie meine Direktheit ... Wenn wir in die Köpfe anderer Menschen schlüpfen könnten, wären wir überrascht, wie wenig anders es dort ist. Erkenne dich selbst, und du kennst alle anderen. Ich mache mich nicht über Sie lustig, ich mache mich über die Menschheit lustig, darüber, wie wir sind . Meine Nichte entschied sich für Cancun aus ähnlichen Gründen wie Sie ...
Das glauben Sie nicht?
Sie werden mit einem Bart zurückkommen, und sie kam mit einem Armbändchen zurück. Sie hat von den Daiquiris und der Sonne erzählt, Sie werden von Spiritualität und Karma reden. Sie hat vielleicht Fotos von ihrem Mann in Badehose herumgezeigt, und Sie werden Bilder von diesen entzückenden Kindern mit den geschminkten Augen herumzeigen .
Das ist Kajal, eine aromatische Substanz, die die Sehkraft der Kleinen stärkt ...
Das fragen Sie mich? Ich bin bloß Putzmann. Außerdem ist es schwierig, etwas über Indien zu sagen. Im Grunde lässt es sich nur mit den immer gleichen Sätzen
beschreiben: Es ist eine andere Welt; man muss dort gewesen sein, um sie zu verstehen; es wühlt dich innerlich auf; die spinnen, die Inder, und so weiter ... das Übliche halt.
Ja, angeblich soll es eine Reise nach innen sein. Ich glaube, das kommt ganz darauf an. Wenn man mit der Absicht hinfährt, etwas zu finden, findet man auch etwas. Und Indien eignet sich zum Wühlen. Es ist eher eine Rumpelkammer als ein Land: ein wildes Durcheinander aus den seltsamsten Menschen, den seltsamsten Bräuchen und den seltsamsten Dingen.
Vor vielen Jahren hatte ich einmal einen Freund, der nach Indien gegangen ist. Er hat sein Leben nicht mehr ertragen, deshalb wollte er fort. Andere mögen das anders sehen, aber mir können Sie glauben, denn ich habe ihn gut gekannt. Er machte sich auf den Weg nach Indien, wie andere sich eine Pistole in den Mund stecken, entschuldigen Sie den Vergleich. Er ging, um ein für alle Mal mit allem abzuschließen. Das ist jetzt ungefähr fünfzehn Jahre her. Damals fuhr man nicht einfach so nach Indien. Heute ist das ganz normal. Es ist richtig Mode geworden. Zu gewissen Hosen passt eine Reise in irgendein exotisches Land eben perfekt, nicht wahr?
Er hieß Eduardo Juesas und war die Zurückhaltung in Person. Sehr korrekt und ernst ... zu ernst, finde ich. Selbst sein Lächeln war eine schiefe Grimasse, von der man nicht recht wusste, wie sie gemeint war. Ich weiß nicht, was ich über ihn gedacht hätte, wenn wir uns hier am Flughafen begegnet wären. Vermutlich das, was alle anderen auch dachten: ein komischer Kauz, so einsilbig,
dass es schon an Unhöflichkeit grenzt. Aber ich kannte Eduardo von klein auf und wusste, dass er ein faszinierender Mensch war.
Seine Mutter und er zogen in die Nachbarwohnung.
Er war immer ein Einzelgänger und hatte kaum Freunde, doch das machte ihm anscheinend nicht viel aus. Er las viel ...
Sehen Sie, wieder so ein Klischee: Wer viel liest, wird mit der Zeit ein bisschen irre. Wie Don Quijote oder Madame Bovary, die am Ende glaubten, das wirkliche Leben sei wie die Romane, für die sie so schwärmten. Aber das wirkliche Leben ist anders, meinen Sie nicht auch? Nicht besser, nicht schlechter, aber anders. Eduardo erging es ähnlich. Womit ich allerdings nicht sagen will, die Bücher seien schuld, wie gewisse Leute behauptet haben. Die Bücher haben Eduardo nicht zum Eigenbrötler gemacht. Weder ihn noch sonst jemanden. Eher umgekehrt, und sein scheues Wesen fand in den Büchern Verbündete.
Der Einfluss seiner Mutter war, offen gesagt, nicht sehr gut für den Jungen. Sie war eine bezaubernde Frau, immer fröhlich, aber als Mutter, ich weiß nicht. Kinder sollten mit Murmeln und Kreiseln spielen ... Computerspiele? Nun ja, Kinder sollten sich mit Kinderspielen beschäftigen. Aber Eduardos Mutter behandelte ihn immer wie einen kleinen Mann. Sie nahm ihn mit in Museen, in Bars, ins Grüne zum Meditieren ... Ich habe Ihnen noch nicht gesagt, dass sie Fotografin war, und ledig, damit Sie wissen, wovon ich rede. Das Kerlchen hatte keinen Vater. Wenn man ihn fragte, zuckte er mit den Schultern, denn seine Mutter hatte ihm nicht einmal den Namen seines Erzeugers verraten.