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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kleines Kunstwerk,
Rezension bezieht sich auf: Salvador und der Club der unerhörten Wünsche: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Unwichtigsten möchte ich beginnen. Die Optik dieses Buches ist sehr ansprechend. Gutes Papier für Cover und Seiten machen jedes Umblättern zum Vergnügen. Die leuchtende Farbe des Einbandes versetzt den Leser bereits vor dem Aufschlagen in gute Laune, und diese bleibt während des kompletten Romans erhalten.Kurzgeschichten begegne ich immer mit Skepsis, da oft die Handlungsstränge nur angerissen und Charaktere zu oberflächlich herausgearbeitet werden. "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" erzeugt bei mir jedoch eine völlig andere Stimmung. Ein alter Mann kurz vor dem Ruhestand sorgt für die Sauberkeit im Flughafen und kümmert sich nebenbei um Passagiere und Personal, indem er ihnen fantasievolle, unglaublich romantische oft skurrile Geschichten erzählt. Dabei ist ihm völlig egal, ob der Angesprochene seine Unterhaltung wünscht oder nicht. Das Ende einer Geschichte wird durch den Check In der Reisenden oder das Ende der "Pause" Salvadors bestimmt. Der Leser bleibt oft mitten in einer Erzählung zurück und kann sich entweder die Story allein weiterspinnen oder darauf hoffen, dass Salvador noch einmal den Faden aufnimmt. Manchmal tut er dies, manchmal nicht. Der Autor wählt für die Geschichte einen ungewöhnlichen Schreibstil. Wir lesen lediglich die Monologe Salvadors und können aus seinen Äußerungen die Reaktionen der Gesprächspartner erahnen. Die Erzählungen betreffen viele Bereiche unseres Lebens, sprechen Wünsche und Träume an, und dem Leser bleibt überlassen, wie viel Wahrheit in ihnen zu finden ist. Mit Wärme, Ehrlichkeit und Intelligenz entwickeln sie sich, und oft wollte ich den Stift nehmen, unterstreichen oder Zitate notieren. Tat dies aber nicht, da ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Während der 1. Geschichte versank ich und konnte auch in kurzen Lesepausen meine Gedanken nicht vollständig vom Buch lösen. Viele schöne, lustige aber auch traurige Passagen lernte ich kennen. Dieses Buch werde ich nicht weggeben, aber andere Exemplare gerne an Freunde verschenken. Ich danke Alberto Torres Blandina für dieses Kunstwerk mit einem wunderschönen Ende. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die gute Seele des Flughafens,
Rezension bezieht sich auf: Salvador und der Club der unerhörten Wünsche: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zauberhaft ist das erste Wort, das mir zu diesem Buch einfällt. Salvador erzählt auf so liebevolle Weise abstruse Geschichten, dass man sich einfach mitreißen lassen muss und sich dabei in eine andere Welt versetzt fühlt.Salvador ist ein kauziger Mann, der schon seit einer gefühlten Ewigkeit am Flughafen arbeitet. Dabei schnappt er immer wieder neue, einzigartige Geschichten auf und erzählt diese an alle, die es sich anhören, weiter. Ich glaube, wenn ich Salvador live treffen würde, fände ich ihn seltsam und eventuell etwas nervig. Aber in einem Buch von ihm zu lesen, machte mich glücklich und ich habe ihn sehr schnell ins Herz geschlossen. Dazu beigetragen hat sicherlich auch der tolle Schreibstil: man erfährt nur, was Salvador sagt. Die Reaktion der Zuhörer kann man nur an seinen Antworten erahnen ... das klingt vielleicht etwas anstrengend, ist es aber überhaupt nicht, denn die Sprache ist sehr einfach gehalten. Schließlich ist Salvador ein einfacher Mann, allerdings weiß er unglaublich viel über die Welt und das Geschehen dort draußen. Woher er dieses immense Wissen hat, wird jedoch nicht verraten. Natürlich tragen auch die Geschichten zu der Atmosphäre bei. Dabei handelt es sich eigentlich nicht um heile-Welt-Erzählungen. Salvador berichtet durchaus von Sex, Gewalt oder Verrückten. Die meisten sind nicht mal wirklich "schön", sondern lassen immer ein flaue Unsicherheit zurück. Aber Salvador erzählt diese Geschichten so liebevoll und begeisternd, dass man sich trotzdem geborgen fühlt. Die meisten haben einen Hauch von Unwirklichkeit an sich, der alles noch etwas "besonderer" macht, als es sowieso schon ist. Dieser Aspekt mag vielleicht nicht jedem liegen, aber ich habe mich unglaublich wohl gefühlt. Dieses Buch bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Regal, denn es hat mich begeistert, berührt und in seinen Bann gezogen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Sanftes Dahinplätschern,
Von Andreas Schröter "Andreas Schröter" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Salvador und der Club der unerhörten Wünsche: Roman (Gebundene Ausgabe)
'Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina wird nahezu ausschließlich gelobt - zum Beispiel in den Lesermeinungen bei Amazon. Ich kann mich dem nicht recht anschließen. Zunächst ist es kein Roman, wie auf dem Cover steht, sondern eine Kurzgeschichtensammlung mit loser Rahmenhandlung. Ich habe nichts gegen Kurzgeschichtensammlungen, bei dieser jedoch haben die einzelnen Geschichten oft kein rechtes Ende, bleiben fragmentarisch, was beim Lesen ein seltsam unbefriedigtes Gefühl hinterlässt.Die Grundidee: Ein Mann, der auf dem Flughafen sauber macht, unterhält Reisende und Kollegen mit Geschichten. Zum Beispiel erzählt er jemandem, der nach Tokio fliegen will, Japan sei nur eine Erfindung. In einer anderen Geschichte geht es um besagten 'Club der unerhörten Wünsche". Ein Mann wünscht sich, getötet zu werden, möchte dann aber von diesem Wunsch wieder Abstand nehmen. Wie's ausgeht, erfährt der Leser nicht (siehe oben). Das Ganze plätschert ein wenig höhepunktarm dahin. Man liest, denkt sich beim Lesen 'na ja", 'schön", 'nett" und 'ganz gute Idee", wird aber nie so richtig gepackt - das Buch eines sympathischen Fabulierers, dem es aber nicht gelingt, dem Leser die Faust in die Magengrube zu rammen, um es einmal etwas pathetisch auszudrücken. Irgendwie haftet dem Buch ein Hauch von Biederkeit an und auch ein wenig von Klebrigkeit. Gutmensch auf dem Flughafen bezaubert alle. Da fehlt der böse Widerpart, das Salz in der Suppe, die Kernigkeit. Insgesamt letztlich nicht mein Ding. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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