Tomas Barfod, seines Zeichens produktives Mitglied verschiedenster Bands und Projekte - am wohl bekanntesten sind WhoMadeWho - liefert mit "Salton Sea" sein erstes eigenes Album.
Das Album kann man grob strukturieren in instrumentale housige Uptempo-Nummern und etwas ruhigere Synth-Pop Songs, denen Gäste und Freunde ihre Stimme liehen. Unter anderem WhoMadeWho-Bandkollege Jeppe Kjellberg oder die charmante Schwedin Nina Kinert, die jeweils an 2 Songs beteiligt sind: Den Highlights der Platte.
Fast unerkennbar vocodisiert ist Jeppes Stimme auf der Single 'Broken Glass', in dem ein Gitarrensample und schräge Synths einen entspannten und abwechslungsreichen Track bilden, der mit einem starken Beat endet. Bleibt im Ohr - Brilliant.
Ebenso gastiert er auf der melancholischen Mitte des Albums 'Don't Understand', die problemlos auf einem WhoMadeWho Album Platz finden könnte.
Nina Kinert schmückt mit ihrer sanften und einprägsamen Stimme zum einen das klatschend-sture 'Till We Die' mit eingängigem Refrain, zum anderen meinen absoluten Favorit des Albums. Das herausragende 'November Skies'. "I can not only see November Skies", die Zeile mit Ohrwurm-Melodie und die poppige Verspieltheit des Tracks liefern Hit-Potential.
Ganz klar sind die Songs mit Vocals die stärksten Momente des Albums, aber auch instrumentale Stücke wie 'Aether' oder das schöne und nachdenkliche 'Ecstesizing' überzeugen mich. Es gibt hier und da auch ein paar schwächere Songs wie das housige, schwere 'Came To Party', Langeweile kommt insgesamt jedoch nicht auf.
Die abwechslungsreichen Beats auf "Salton Sea" stammen hörbar von einem talentierten Drummer und Percussionisten, der sie gekonnt ins elektronische übersetzt.
4 Sterne und Vorfreude auf die zukünftige Werke.