Ohne einen richtigen Hit zu landen oder häufig im Radio zu erklingen, hat sich die Nachricht, das Laura Veirs gute Musik macht, herumgesprochen.
Das liegt auch daran, dass sie regelmäßig Alben herausbringt, die besser und besser werden.
Hatte sie auf dem Vorgänger "Year Of Meteors" noch viel verhuschte Folkigkeit, so gleicht "Saltbreaker" einem Befreiungsschlag. Trotz deutlich härterem Sound wird aus ihr zwar keine zweite Avril Lavigne, aber der Druck tut den Songs hörbar gut, ohne aufgesetzt zu klingen. Und auch die elektronischen Sounds, vorher kaum mehr als kleine Einsprengsel, verleihen den Stücken mehr Abwechslung und Tiefe, z.B. auf "Ocean Night Song". Wer die introvertierten Balladen vermisst muss dieses Mal bis zum letzten Song warten. Die anderen Balladen bringen dieses Mal durch komplexere Instrumentierung mehr Kraft mit.
Höhepunkt ist das herbe "Don't Lose Yourself" mit seinem treibenden Elektrobeat und das explosive "Phantom Mountain", bei dem sie eher an Indie-Queens wie Heather Nova oder Kristin Hersh erinnert.
Nicht jedem wird diese Entwicklung gefallen, aber jeder, der von Frauen nicht unbedingt Mäusegesang zur verträumten Gitarre erwartet, wird mehr als zufrieden sein, mit dieser Sängerin neue klangliche Welten zu entdecken.