David (Finlay Currie), König der Israeliten, ist ein alter Mann und Vater zweier sehr verschiedener Söhne. Adonjiah (George Sanders) ist ein erfolgreicher Feldherr, Salomon (Yul Brynner) ist eher der Muse zugewandt und gilt als weise. Als König Davids Tage gezählt sind, will dieser, dass Salomon sein Nachfolger wird, denn der Frieden ist ihm wichtig. Adonjiah fühlt sich betrogen und will seinem Bruder den Thron auf keinen Fall überlassen. Aber auch in der Nachbarschaft glaubt man, mit Salomon ein leichtes Ziel zu haben. Der äyptische Pharao (David Farrar) macht mit der Königin von Saba (Gina Lollobrigida) gemeinsame Sache. Sie soll Salomon unter ihren Einfluss und damit zu Fall bringen. Adonjiah steigt in die Intrige mit ein. Salomon will derweil einen grossen Tempel in Israel bauen. Auf den Konflikt will er sich nicht einlassen. Als die Königin von Saba ihr Doppelspiel zu Gunsten Salomons aufgibt, ist es fast schon zu spät, denn von Ägypten her rollt der Angriff auf Salomons geschwächtes Heer zu.
"Salomon and Sheba" (United Artists, 1959) gilt nicht umsonst als einer der grössten Historienfilme schlechthin. Er hat eigentlich alles, was es dazu braucht: eine populäre, interessante Geschichte mit einem gewissen Identifikationspotenzial, einen sympathischen Helden, einen unverbesserlichen Bösewicht, eine aufregende Frau und natürlich ein dramamtisches Finale. Der Ursprung der Geschichte in der Bibel war sicher auch für viele Leute ein Grund, auf die Verfilmung aufmerksam zu werden. Für Yul Brynner, hier für einmal mit Haupthaar, war es der Auftakt zu einer längeren Reihe grosser Klassiker bei UA: Die glorreichen Sieben, Taras Bulba, Im Schatten des Giganten, Könige der Sonne und einige mehr. Wer sich für das grosse Hollywood-Kino aus der "Goldenen Zeit" interessiert, kommt um diesen Film nicht herum.
Auf DVD dauert der Film gut 135 Minuten (dabei fehlt aber leider das UA-Logo). Das Bild im Format 2,35:1 (16:9) macht einen guten Eindruck. Akustisch kann man ihn je nach Sprache in Mono oder Surround geniessen, was für einen Film dieses Alters leider nicht selbstverständlich ist. Den Ton gibt es auf Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch, Unteritel zusätzlich noch auf Niederländisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch und Griechisch. Als Bonusmaterial gibt es leider nur den Trailer. Gerade im Hinblick auf den Status des Films ist das doch sehr mager. Deshalb reicht es nur für drei von fünf Zeltplanen und einen kräftigen Hieb mit dem Schlachtschwert.