Aus der Amazon.de-Redaktion
Aufgefallen ist mir die französische Sängerin Coralie Clément bereits auf dem Sampler
Le Pop 2, auf dem sie das hervorragende "Samba De Mon Coeur Qui Bat" in einer unglaublich lakonisch-beiläufigen Art vor sich her singt, die alle Bossa-Nova-Fans in exzessives rhythmisches Kopfnicken ausbrechen lässt.
Bleibt dieser Song auch mein erklärter Favorit auf ihrem Debütalbum Salle Des Pas Perdus, so finden sich hier trotzdem noch weitere herrliche Kleinode des modernen Easylistening-Latin-Jazz-Chanson-Liedguts: So ein in dunkle Rauchschwaden gepacktes barjazziges Stück im leichten Shuffle-Rhythmus, wie "Le jazz et le gin"; der Bossa Nova "L'ombre et la lumière"; schwelgende Streicher und elegantes Ein-Ton-Schnellsprechen bei "Ça valait la peine" und wunderschöne mehrstimmige Flötensätze bei "Lou" -- übrigens dem einzigen Stück, das nicht von Clements Bruder komponiert wurde. Dieser Bruder ist kein Geringerer als Benjamin Biolay, begeistert zelebriert als das neue Wunderkind des französischen Chansons.
Und eines ist gewiss: Er hat hier seiner Schwester wirklich klasse Stücke auf die Stimme komponiert -- melodiös, leichtfüßig swingend, mit schönen Arrangements und farbiger Instrumentierung (so kommt eine Hammondorgel genauso dezent und überzeugend zum Einsatz, wie ein Streichensemble, Saxofon und Trompete oder ein eingespieltes Wellenrauschen). Nicht zuletzt lebt all dies natürlich sehr stark durch die Stimme der Coralie Clément: Sanft, manchmal bewusst brüchig und gehaucht; eine Sängerin, die genauso auf Jane Birkin, wie auf Astrud Gilberto verweist. Die Verbindung von Pop, Chanson und Latin in Vollendung. Schön! --Anja Buchmann
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