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am 18. Juli 2005
Eine ganze Saison lang hat der Engländer Tim Parks, der seit 20 Jahren im Veneto lebt, seinen Lieblingsclub Hellas Verona zu jedem Spiel begleitet. Klingt langweilig? Ist es aber nicht, sondern eine echte Perle der Fußballliteratur.
Parks widmet sich in seinem Buch, das eine interessante Mixtur aus Reisebericht und Sportreportage ist, nicht nur den Spielen der Mannschaft selbst, sondern räumt den Fans, den Unterschieden innerhalb der italienischen Gesellschaft, dem Lebensgefühl im bel paese und der Politik viel Platz ein.
Heraus kommt ein Gemisch, das spannend zu lesen ist wie ein Roman und tief in die Herzen und Hirne der Italiener im allgemeinen und der Veroneser im besonderen blicken lässt. Man versteht, warum Fußball in diesem großartigen, von Gegensätzen geprägten Land eine so wichtige Rolle einnimmt und sieht vermeintlich randalierende Extremfans plötzlich mit anderen Augen.
Tim Parks' Buch ist so besonders, weil er nicht voreingenommen an Menschen und Situationen herangeht, sondern sich ihnen mit viel Menschlichkeit und Feinfühligkeit nähert. Bei über 600 Seiten versteht es sich wohl von selbst, dass man hier und da etwas hätte kürzen können, aber insgesamt nimmt das Buch seinen Leser von Kapitel zu Kapitel mehr und mehr gefangen. Irgendwann avanciert selbst ein Fußballmuffel zum Verona-Fan und beginnt, mit dem sympathischen Verlierer-Team mitzufiebern.
„Eine Saison mit Verona" ist vielleicht nicht unbedingt die perfekte Lektüre für Menschen, die weder mit Fußball noch mit Italien etwas anfangen können, aber Fußballfreunde und/oder Italienliebhaber werden absolut begeistert sein von diesem großartigen Buch.
*****
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am 6. Januar 2012
Tim Parks, ein im Veneto lebender Engländer, begleitet seinen Verein Hellas Verona eine Saison lang zu jedem Spiel. Und was dabei herausgekommen ist muss man schlicht und ergreifend als Meisterwerkder Fussballiteratur bezeichnen. Ihm gelingt es nicht nur ein rein auf den Fussball beschränktes Buch zu schreiben, sondern er widmet sich auch immer wieder den Italienern und ihrer Kultur. Er blickt oft in die Herzen und Gehirne der Italiener und der Veroneser im Speziellen. Dadurch versteht man als Leser, warum der Fussball in Italien eine so große und wichtige Rolle spielt und er gibt einem auch einen Blick hinter die Kulisse der Ultras und man erkennt, dass diese ganz anders sind als man oft denkt. Und natürlich steht der Fussball im Mittelpunkt des Buches. Die Art und Weise, wie er die Spiele beschreibt nämlich aus seiner Sich in der Kurve und nicht als neutraler Beobachter lassen einen richtig mitfiebern und mit jeder Seite wird man mehr und mehr zum Hellas Fan. Und natürlich seine Beschreibungen von den Auswärtsfahrten, ob er in einem alten klapprigen Bus 800 km zu einem Spiel anreist oder mit der Mannschaft im Flugzeug mitreist, sind ein besonderer Leckerbissen im Buch. Man hat richtig das Gefühl daneben zu sitzen und an seinen Gesprächen mit dem Trainer, Spielern und anderen Fans teilzunehmen. Das Buch liest sich einen flüssig und baut Seite für Seite eine größere Spannung auf, ob Verona den ersehnten Klassenerhalt schafft und somit in der Serie A bleibt.
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am 8. April 2006
Das 3. autobiographische Werk des in Italien lebenden britischen Autors unterscheidet sich komplett von seinen beiden Vorgängern. Waren die ersten beiden Bände dem italienischen Leben an sich und der Mentalität gewidmet, liefert er hier einen lupenreinen Reiseroman durch die Fußballstadien des Landes.
Für Fußballfans ist die komplette Beschreibung der Geschehnisse einer Saison mit dem italienischen Abstiegskandidaten Hellas Verona Pflichtlektüre, für Leser, die Italiens Land und Leute, den Fanatismus und die Liebe zum Spiel kennenlernen wollen, die ideale Einstiegsdroge.
Neben den Spielberichten beschreibt er die täglichen Konfrontationen der Fans mit ihren Gegnern und der Polizei, den problematischen Rassismus des italienischen Fußballs, und den Wahnsinn des Fanatismus. Trotzdem bleibt er seiner humorvollen Linie treu, verniedlicht nicht, und bringt die Zusammenhänge zwischen den Clubzwistigkeiten glaubhaft rüber.
Witzig, dass gerade ein Engländer den besten Bericht über südlichen Fußball abliefert, und ich empfehle allen Lesern, die fußballfreien Vorgänger zu lesen, sich aber von den "normalen" Tim Parks Romanen fern zu halten.
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am 10. November 2009
Der Engländer Parks lebt in Verona und wird Fan des ortsansaessigen 1. Ligisten Hellas Verona. 1 Jahr lang reist er mit den hardcore Fans zu den Spielen und gewaehrt uns mehr als nur einen Einblick in die Mentalitaet der italienischen Fussballfans. Er spricht gesellschaftliche Zusammenhaenge an, verweist auf den latenten Rassismus, der sich besonders im Fussball manifestiert und berichtet über die Auseinandersetzungen mit der Polizei, die oftmals von Haerte und Brutalitaet gezeichnet sind. Doch ueber allem schwebt die bedingungslose Liebe zum Verein, die durch die Beschreibung einzelner Fans fuer den Leser zu Leben erweckt wird.
Eine Momentaufnahme der italienischen Fussballszene, die nichts von ihrer Aktualitaet verloren hat, die uns Italien ein Stueck naeher bringt und zeigt, dass Fussball der geilste Sport der Welt ist ... grenzueberschreitend und trotz aller damit verbundenen Probleme, die sich nicht ursaechlich aus dem Fussball ergeben, sondern durch den Fussball Transparenz erlangen. Eine gelungener Versuch, uns Fussball, fans und Fussballtourismus naeher zu bringen. Auch fuer weniger interessierte Fussballfans ein empfehlenswertes Buch. Einige Stellen haetten allerdings gekuerzt werden koennen.
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am 5. August 2015
Tim Parks' "Eine Saison mit Verona" ist für mich das beste Buch über den italienischen Fußball.
Tim Parks begleitet die berühmt-berüchtigte Brigate Gialloblu, die Ultras von Hellas Verona, eine Saison und erzählt hierbei nicht nur von den Besuchen der Spiele. Mitreisend geschrieben, fiebert der Leser mit dem Saisonverlauf mit und bekommt hierbei nicht nur den sportlichen Verlauf der Saison geboten.
Der Leser bekommt nebenbei auch tiefe Einblicke in das gesellschaftliche Leben der Italiener, welches starke Differenzen zwischen den Süditalienern - den Terrone (itl. Schimpfwort: Erdfresser) - und den Norditalienern aufzeigt. Dies und viele andere Einblicke werden geschickt in die einzelnen Kapitel eingebaut so dass dem Leser zu keiner Sekunde des Buches langweilig wird.
Für Fußballbegeisterte Menschen ist dieses Buch ein absoluter Pflichtkauf, auch wenn es das Buch leider nur noch gebraucht gibt. Ich empfehle ab und zu auf einer Auktionsplattform vorbei zu schauen. Mit etwas glück kann man es dort für unter 10€ erwerben.

Viel Spaß beim Lesen!
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am 28. Dezember 2003
Der Autor Tim Parks ist ein englischer Journalist der schon seit 20 Jahren in Italien lebt. In seinem Buch durchleidet er eine Saison mit dem ehemaligen Erstligisten Hellas Verona. Die Heimspiele verfogt er mit seinem Sohn, mit den fanatischen Fans von Hellas reist er zu allen Auswärtsspielen des Vereins.
Parks ist ein Fußballfan und so schreibt er auch. Das Buch ist sehr emotional geschrieben und man leidet förmlich mit, wenn Verona im Abstiegskampf wieder eine unglückliche Niederlage kassiert hat oder ein wichtiger Spieler ausfällt.
Die Kapitel sind nach Spieltagen unterteilt, nach jedem Spiel findet man alle ( echten ) Ergebnisse und die aktuelle Tabelle.
Das Buch verschafft dem Leser einen guten Einblick in die italienische Fanszene. Die italienischen Fangesänge werden übersetzt und erklärt, man kann also nebenbei auch ein bißchen Italienisch lernen.
Das Buch ist einfach genial. Es ist sehr unterhaltsam und auch humorvoll geschrieben. Man merkt das Parks selbst vom Fußball Virus befallen ist. Als Fußballfan fiebert man richtig mit.
Absolut empfehlenswert.
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am 3. Januar 2004
Tim Parks gestaltet sein Buch, eine Hommage an den italienischen und besonders an den veroneser Fußball facettenreich, spannend und voller Ironie. Dem Leser wird eine wirklich authentisches Bild der begeisterten veroneser Fußballfans geboten, es lässt ihn Gedankengänge und die Motivation Hellas-Fan zu sein, besser verstehen.
Auch sein Versuch, das Geschehen sowohl aus dem Blickwinkel der hartgesottenen Fans, die sich ständig gegen ihr rassistisches Image zur Wehr setzen müssen sowie auch aus der Sicht der Spieler und des Vereinsvorstandes Revue passieren zu lassen, verleiht dem Buch mehr Authenzität und Glaubwürdigkeit. Parks ergreift hier jedoch eindeutig Partei für die Hellas-Anhänger, ist also als Fan kein neutraler Beobachter.
Kritikpunkte sind meiner Meinung nach Parks häufiges Abschweifen vom eigentlichen Thema hin zu den politischen Verwicklungen Italiens sowie zu lokalpolitischen Ereignissen. Seine Darstellung der,oftmals wirklich rüpelhaften und teilweise rassistischen Fangemeinde gerät in Teilen zu positiv.Auch finden sich auf den rund 600 Seiten etliche Wiederholungen, so zum Beispiel die Erwähnung der bestehenden Feindschaft zwischen Nord-und Süditalien, die eigentlich jedem der mit Italien ein bisschen was am Hut hat, bekannt sein dürfte.
Anscheinend möchte der Autor an einigen Stellen seine akademische Bildung zur Schau stellen, so erwähnt er oftmals Bücher, die er bereits übersetzt hat und geht mehrmals auf einen italienischen Autor aus dem 19. Jahrhundert ein, der vermutlich nur Fachleuten bekannt ist.
Insgesamt ist das Buch gut gelungen,leicht lesbar und spannend geschrieben. Der (Leidens-)Weg Hellas' wird so gut wiedergegeben, das wohl jeder fußballbegeisterte Leser nach der Lektüre im Herzen ein wenig gialloblù geworden sein dürfte. Man sollte sich allerdings für Fußball und auch für Italien interessieren, um Tim Parks Begeisterung für Land und Leute und besonders den Fußball im bel paese teilen zu können.
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am 15. Mai 2007
Wer über den italienischen (Mafia-) Fußball mitreden will und trotz allem Fußballfan bleiben will, dem sei dieses Buch unbedingt zu empfehlen. Neben -fever pitch- wohl das beste Buch über Liebe, Hass und Treue im Fußball. Vergesst den ganzen WM - Fußball Buch-Müll und man versteht auch den zuweilen abgrundtiefen Hass zwischen Schalke und Dortmund, zwischen 1860 und Bayern, zwischen Frankfurt und Mainz, etc.... viel besser. Klar wird auch, so wie es bei einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung immer ist: die ganze Sport - Journaille schürt schon im Vorfeld eines Derbys die Emotionen so, dass die verfeindeten Lager quasi nicht anders können, als aufeinander los zu prügeln. Ist ja ihre Bestimmung. Das wäre schon mal eine Aufgabe für mich: mit dem BVB eine ganze Saison zu allen Auswärtsspielen und das mit den schangeligsten Fortbewegungsmitteln die es gibt. Ständig eingekreist von Sonderkommandos im Vorfeld und quasi eingesperrt in den schlimmsten Ecken der Stadien. Eben der -Gästefanblock-. Ich denke allerdings, der Vergleich hinkt, die deutschen Stadien sind sowieso ziemlich in Schuss aber Italien... und die Entfernungen. Da fährst du 2000 Kilometer von Verona nur um in Palermo eine Klatsche zu fangen. Da musst Du schon echter Fan sein. Toll, die Beschreibungen von Parks eben über diese Typen: verrückt, süchtig, vollkommen verstrahlt oder gläubig und manchmal alles zusammen.
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am 20. Juni 2015
Viel über Fußball und im Grunde noch mehr über Italien. Wer italienischen Fußball mag oder möchte, sollte dieses Buch lesen. Viele der dort beschriebenen Spieler wurden später Weltsars. Der Trainer hat es bis zum Coach der Squaddra Azzura gebracht. Zudem gibt es viel über Italiens Gesellschaft und Regionen zu lernen.
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am 15. Februar 2004
Tim Parks macht das, wovon viele Möchtegern-Fußballfans hierzulande einfach nur träumen können: Er besucht nicht nur alle Heimspiele seines Teams Hellas Verona, sondern nimmt auch stundenlange Anfahrten zu sämtlichen Auswärtsspielen auf sich. Parks sucht die Nähe zum harten Kern der Hellas-Fans, der Blau-Gelben-Brigaden, und verlebt mit ihnen mehr als nur die 90 Minuten im Stadion. Jedem Spiel ist ein eigenes Kapitel gewidmet, aber Parks schafft es, die meiste Zeit nicht über das eigentliche Gekicke zu schreiben, sondern schweift herrlich in die Untiefen des Fandaseins ab. Das Ergebnis findet nur am Rande Erwähnung. Parks hat ein literarisches Kleinod geschaffen, welches nicht nur eine authentische und teilweise auch kritische Fansicht vermittelt, sondern daneben auch noch den eigentümlichen italienischen Lebensstil einfängt und dem Leser dadurch das Land im Süden Europas insgesamt näher bringt.
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