Das Problem ist weltweit bekannt: Wie kann man Christ sein und dennoch Soldat, nicht töten wollen, und es dennoch tun? In >Saints and Soldiers< ist diese Spannung verdeutlicht. Mich begeistert die wunderbare Glaubenserfahrung, die ein Soldat hier mitten im Kampf macht. Da ich viele Zeugnisse über ähnliche Begebenheiten aus erster Hand kenne, authentische Augenzeugenberichte, ist dieser Film für mich eine spannende Reflexion eigener Familiengeschichte.
Interessant ist auch die streng polarisierte Charakterdarstellung einzelner Personen, die sich im Laufe der Geschichte unerwartet wandeln.
Die Personen sind keine besonderen Helden, sondern normale Leute "von nebenan", in denen sich mancher selbst wiederfinden wird.
Wendungen des Schiksals, wie in diesem Film gezeigt, kann niemand beeinflussen, aber wie jeder darauf reagiert und damit lebt, liegt in jedermanns Hand.
Als ich diesen Film sah, war meine Freude am Ende des Krieges wieder aufgelebt. Da Saints and Soldiers auf einer wahren Begebenheit basiert, deren Ausschmückung in der Geschichte ein "so könnte es gewesen sein" bedeutet, halte ich diesen Film für einen guten Beitrag, einen Teil der Geschichte des 2. Weltkrieges aus dieser Sicht emotional zu vermitteln.