Dies ist ein sehr kurzes, aber unterhaltsames Büchlein. Im Mittelpunkt steht Sain, der im Dorf eine Sonderrolle einnimmt - nicht nur aufgrund seines unansehnlichen Äußeren ("Sain hat einen Buckel und nur noch zwei Zähne im Mund") sondern auch wegen seiner ungestümen Art, hält er sich doch an keinerlei Normen. Er wird zwar von allen belächelt und wenig ernst genommen, aufgrund seiner Fröhlichkeit aber auch von (fast) allen geliebt.
Dass nun aber eine Frau bereit sein soll ihn zu heiraten, hätte sich doch niemand gedacht. Dieses Ereignis ist der Aufhänger für den Roman, wenn auch die Hochzeit selbst nur einen marginalen Teil der Geschichte einnimmt. Vielmehr werden in verschiedenen Episoden wichtige Erlebnisse aus Sain's Leben vorgestellt, die gleichzeitig auch wichtige Geschehnisse für das gesamte Dorf darstellen. So entsteht ein liebevolles und unterhaltsames Porträt eines sudanesischen Dorfes. Einziger Wermutstropfen ist der relativ hohe Preis für so wenige Seiten (knapp über 100).