Diese Bezeichnung triffts wohl auf den Punkt. Die Musikwelt wird wiedermal von Primus geärgert, jegliche Formen und Klangvorstellungen über Bord geworfen und der unverkennbare Primussound regiert erneut. Diesmal nicht ganz so avangardistisch wie bei Pork Soda, aber dennoch nicht so "bodenständig" (dieses Wort ist bei Primus eigentlich völlig fehl am Platze) wie bei Frizzle Fry. Also ein Mittelding? Keineswegs. Sailing the Seas of Cheese ist außergewöhnlich, sowohl was die Stimmungen betrifft, als auch wie die Songs zusammengestellt sind. Da trifft ein Sgt. Baker Marschrhythmus auf das total überdrehte Is it luck?, oder ein kreischender Thommy the Cat auf einen eher ruhigeren (vielleicht sogar mystisch angehauchten) Song wie Fish on. Das ist Abwechslung pur. Ich würde dieses Primusalbum nicht nur den Fans, sondern allen Musikliebhabern empfehlen. Es lohnt sich mit dieser Musik zu beschäftigen!