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Safe As Milk
 
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Safe As Milk

Captain Beefheart Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (16. August 1999)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Aris Us (Sony Music)
  • ASIN: B00002DF8F
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.476 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Sure 'Nuff 'n' Yes, I Do
2. Zig Zag Wanderer
3. Call On Me
4. Dropout Boogie
5. I'm Glad
6. Electricity
7. Yellow Brick Road
8. Abba Zaba
9. Plastic Factory
10. Where There's Woman
11. Grown So Ugly
12. Autumn's Child
13. Safe As Milk
14. On Tomorrow
15. Big Black Baby Shoes
16. Flower Pot
17. Dirty Blue Gene
18. Trust Us
19. Korn Ring Finger

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"I may be hungry, but I sure ain't weird" ("Ich bin vielleicht hungrig, aber bestimmt nicht seltsam") -- ein berühmt gewordenes Zitat von Don Van Vliet, auch bekannt als Captain Beefheart, das auf dem 1967er Debütalbum von Captain Beefheart and His Magic Band zu finden ist, das hier im digital überarbeiteten Gewand auftritt. Safe as Milk ist eine verwegene Mischung aus Blues-Stomp aus dem Delta und dem angeberischen 60er-Jahre Garage-Punk, gepaart mit einem radikal polyrhythmischen Stil voller Tempowechsel, den man "Art-Rock" nennen könnte. Wenn man das erfrischend verspielte, absurde "Abba Zabba" hört, versteht man sehr gut, warum Lester Bangs Beefheart einmal "den einzigen wahren Dadaisten der Rockmusik" nannte; der Song bot einen Vorgeschmack auf die komplizierte Musik, mit der die Magic Band auch später alle Regeln brach. Es finden sich aber auch hervorragende Balladen (das psychedelische "Autumn's Child", das ergreifende "I'm Glad"), Midtempo-Soul-Lieder (das Otis Redding-mäßige "Call on Me") und ehrlicher Blues-Rock ("Plastic Factory"), die alle die mäandernde Arbeit eines jungen Ry Cooder widerspiegeln. Beefhearts mehrere Oktaven umfassender Stimmumfang kommt voll zur Geltung; drohend singt er "Dropout Boogie" und angeblich hat er beim unheimlichen "Electricity" ein sehr teures Mikrophon "zersungen". Die letzten sieben Tracks auf der Platte (zum großen Teil faszinierende, unfertige Instrumentalstücke) wurden mit anderer Besetzung aufgenommen; sie stammen aus einer Mirror Man-Session. --Mike McGonigal

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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von grisu-zu TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Es gibt ja Texte, die einem immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Am breitesten fällt dieses Grinsen bei mir immer dann aus, wenn jemand krampfhaft versucht, die Musik des Captains in irgendeine Schublade zu stecken oder, noch schlimmer, sie mit irgendwelchen anderen Musikstilen vergleicht.
Leut' macht's euch doch nicht so schwer! Der Captain hat nix mit Art-Rock und auch nix mit Garagen-Punk zu tun. Vielmehr hat Van Vliet über Jahre hinweg seinen eigen Stil geprägt; war aber immer im Blues verwurzelt! Dass dabei sowohl Psychedelic- als auch Boogie-, Underground- und (später auch) FreeJazzansätze einspielten, macht jede Scheibe dieses Genies zu einem musikalischen Unikat.
Doch bleiben wir bei der 'Safe as Milk'. Sie bewegt sich musikalisch, vom Bonusmaterial abgesehen, zwischen Bluesrock, Boogie, Soul und Psychedelia.
Was diese Musik so einzigartig macht, sind neben Van Vliets faszinierendem 'Organ', die völlig verqueren, dadaistischen Texte, die teils wirklich verwegenen Tempiwechsel und die einfache, aber effektvoll eingesetzte Instrumentierung.
Ich möchte das Gesamtkunstwerk 'Safe as Milk', dass nicht nur Tull-Chef Ian Anderson zu einem der zwanzig wichtigsten Alben der Rockmusikgeschichte zählt (im selben Atemzug genannt mit der 'Mirror Man'!), nicht in seine einzelnen Titel zerpflücken, aber doch einige hervorheben:
Schon der Opener 'Sure 'Nuff'n'Yes I do' zeigt, wo es langgeht. Stampfender, pulsierender Bluesrock, wie ihn 1967 kein anderer bieten konnte. Weitere Sahneschnitten sind der schleppende 'Dropout Boogie' und das wirklich sensationelle 'Electricity', das vor allem durch seine düsteren Psychedelic-Elemente lebt. Natürlich muss ich auch das geniale 'Abba Zabba' und das, für des Captains Verhältnisse fast schon fröhlich anmutende, 'Yellow Brick Road' hervorheben.
Für den Captain im Allgemeinen ungewohnt, sind die, nur auf dieser Scheibe und in dieser Form vertretenen, auf positive Weise irgendwie verschleppt wirkenden Soulnummern. 'I'm Glad', 'Where there's Woman' und das, für diesen Bereich Maßstäbe setzende 'Autumn's Child'.
Die Überarbeitung der Bänder hat dieser Scheibe mehr als nur gut getan. Druckvoll, klar und unglaublich dicht kommt der Sound durch Boxen oder Kopfhörer. Für jeden, der noch die alte CD sein Eigen nennt, eine wahre Wonne.

Was der remasterten 'Safe as Milk' aber das Krönchen aufsetzt, sind die, als Bonusmaterial angehängten, restlichen Takes der legendären Mirror Man Sessions. Ich finde es mehr als nur vermessen, zu behaupten, dass es diese genialen Takes nicht wert wären auf dieses Album gepresst zu werden! Jeder der auf den Spuren des Captains unterwegs ist und war, hat diese, jahrelang in Vergessenheit geratenen Takes schmerzlichst vermisst. Sicherlich wären sie auf einer 'Mirror Man Session DoppelCD' besser aufgehoben gewesen. Leider hat das Label aber nun mal anders entschieden. -Und das diese Rest-Takes auf der 'Safe as Milk' Einzug hielten, liegt wohl einzig an der kurzen Original-Spielzeit des Albums.
Da aber sowohl die 'Safe as Milk' als auch die 'Mirror Man' zu den wirklichen Meilensteinen der Rockmusik gezählt werden können, ist die Aufteilung der Mirror Man Session auf zwei Alben nicht wirklich nachteilig.
Natürlich muss ich noch auf die aberwitzigen Takes der angehängten Mirror Man Session eingehen: Allen ist nämlich die teils (positiv-)durchgeknallte Psychedelia des 'Mirror Man Albums' zu eigen.
Besonders hervorzuheben sind hier neben den Tracks 'Safe as Milk (Take 5)' vor allem das wirre 'On Tomorrow' sowie 'Trust Us (Take 9)'. Alle Nummern "leben" durch die, von Alex St.Clair Snouffer furios gespielte Bottneck-Guitar; aber auch durch die durchgängig vorherrschende, musikalische "Wildheit".

Fazit: Die 'Safe as Milk' ist ein Debüt, das in seiner Art und Mache einzigartig ist. Sicherlich mag sich derjenige, der sich ohne weitere Kenntnis dem Werk des Captains nähert, erstmal ein bisschen erschrecken. Doch dieser kleine Schreck wandelt sich spätestens nach dem dritten Hördurchgang in ein durchaus wohlwollendes Staunen und wird, mit zunehmender Beschäftigung mit dieser Musik, nicht nur immer besser, sondern genial!
Damit will ich vor allem eines sagen: Die Musik des Don van Vliet muss man sich im Schweiße seines Angesichts erarbeiten, erleben und erhören.
-Dann lässt sie einen ein Leben lang nicht mehr los!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heino Walter VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
SAFE AS MILK ist ein unterbewertetes Meisterwerk. Die beiden ersten Tracks SURE `NUFF`N YES I DO und ZIG ZAG WANDERER gehören meiner Meinung nach zu den dynamischsten, mitreißendsten Nummern im rockigen R&B-Bereich, die jemals aufgenommen wurden. Sie haben einen stoisch kochenden Rhythmus und sind dadurch auch als Tanzbodenfüller einsetzbar. Der Gesang des Captains hat weiter an Individualität gewonnen. Er modelliert seine über mehrere Oktaven gehende Stimme, so dass der Eindruck entsteht, mehrere Persönlichkeiten würden Besitz von ihm ergreifen. Nach diesem Tour de Force-Ritt wird bei dem souligen CALL ON ME dass Tempo etwas gedrosselt ohne die Intensität zu schmälern. Der beschwörende DROPOUT BOOGIE verblüfft durch unerwartete Tempowechsel und bei dem vergleichsweise schmalzigen I`M GLAD weiß man nicht recht, ob das ernst gemeint ist oder ob es sich um eine Parodie handelt. Es folgt ein weiterer unglaublicher Song: ELECTRICITY verbindet ein Boogie-Gerüst mit schamanenhaftem Gesang und exotischen Geräuschen von einem Theremin. Dieses Instrument wurde in den 60er Jahren gerne bei Soundtracks eingesetzt um Geistergeräusche einzubringen oder das Auftauchen von Aliens zu untermalen. Hier mischt der flirrende Klang den Song ordentlich auf und bringt psychedelische Effekte ein. Beim Einspielen des Songs hat Beefheart durch seinen extremen Stimmumfang und seine Gesangsdynamik ein Telefunken-Mikrofon im Wert von 1.200 Dollar geschrottet. YELLOW BRICK ROAD verbindet R&B mit Country-Rock, der 1967 erst am Entstehen war. Beim Westcoast-Rock geprägten ABBA ZABA frönt Beefheart der stimmlichen Lautmalerei mit dadaistischen Textpassagen. PLASTIC FACTORY ist ein groovender Slow-Blues mit cooler Harmonika und einigen Tempowechseln. Es folgt mit WHERE THERE`S WOMAN eine unter die Haut gehende Gospel-gefärbte Nummer mit emotionalen Eruptionen und sehnsüchtigem Gesang. GROWN SO UGLY ist ein zickiger elektrischer Blues mit strammem Bass/Drum-Backing. Den Abschluss bildet AUTUMN`S CHILD, ein merkwürdiges Lied zwischen Ballade und Marching-Song. Das Album unterscheidet sich in vielem von dem, was an großartigen Alben in dieser Zeit eingespielt wurde, weil es Traditionen des frühen Rock`n`Roll mit aktuellen Strömungen des Westcoast-Sounds und des englischen Beat mit Ansätzen von extravagantem Songwriting mit künstlerischem Anspruch verbindet. Und wichtig: es verliert nicht die Bodenhaftung, ist nicht zerdehnt, wie viele Improvisationen späterer Jahre. Diese Kombination konnte natürlich nur von exzellenten Musikern umgesetzt werden, unter denen besonders der Gitarrist Ry Cooder, knapp 20 Jahre jung, hervorstach.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grandios 2. Januar 2011
Von deepblue_
Format:Audio CD
Warum bei Captain Beefheart immer die spätere `Trout Mask Replica` als sein Meisterwerk von Rolling Stone und diversen Kritikern angesehen wird, bleibt mir ein Rätsel.
Mir dünkt der Eindruck, dass ein Kritiker vom anderen abgeschrieben hat. Ob diese Leute auch tatsächlich manchmal die `Traut Mask Replica` auf den Plattenteller legen ?
Ehrlich gesagt, ich glaubs kaum.
Anders dagegen `Safe as Milk`, die kann man nach XX Jahren, wie auch jetzt nach dem Tode von Don van Vliet, jederzeit auf den Plattenteller legen und das Tanzbein schwingen und da gehts ab mein Lieber, aber wie..!
Oder man tanzt in einer Vollmondnacht zu dem mystischen Autumn`s Child einen `electricity stehblues`.
Wer es etwas Gesetzter mag, nimmt halt den Song `I`m glad` dazu, schliesslich gehts danach direkt ins impulsive Electricity...
(Video auf youtube `electricity` live am Strand von Cannes 1968 mal anschauen!)
Alles ist möglich mit dieser kuriosen, pulsierenden, verträumten und verrückt schönen Musik.
Für mich ist dieses Debüt sein eigentliches Meisterwerk und vergleichbar in etwa mit Van Morrisons `Astral Weeks`.
Grandios.
(Bonus Tracks ausser Wertung)
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