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Sacco never descends into sensationalism or exploitation of the war's victims, but instead adopts a subjective gaze that places readers in hiding spots from which they can only catch glimpses of the murders and rapes. Sacco leaves the particulars of these crimes up to the imagination of his readers, which is appropriate enough given the unthinkable nature of what took place in Gorazde.
The real impact of Safe Area lies in Sacco's immersion in the daily life of Gorazde. While other journalists left Gorazde as soon as they had the clips they needed, Sacco lived in the town for weeks at a time, becoming a vicarious resident. Although the conflict was largely over by this point, Gorazde was still surrounded and Sacco was an eyewitness to his friends' struggle not only to survive but also to maintain their sanity.
Safe Area is not just a catalogue of horrors and a condemnation of international indifference; it's also a moving portrayal of the human capacity to endure almost any hardship. Sacco refuses to fall into any clichés about the triumph of the human spirit here--the people of Gorazde themselves reject such notions--but he does offer up Safe Area as a testament to its survival. --Peter Darbyshire, Amazon.ca
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Joe Sacco schafft ein neues Genre und brilliert zum wiederholten Male,
Von Riyad Salhi "Riyad Salhi" (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Safe Area Gorazde: The War in Eastern Bosnia 1992-1995 (Taschenbuch)
"Palästina", bei 2001 auch in deutscher Sprache erschienen, mag der erste Titel sein, der einem bei Sacco einfällt. Das mag auch daran liegen, dass der Krieg zwischen Juden und Palästinenser immer währen wird, es bleibt alles so verfahren, wie es heute ist und damals war, als Sacco dort weilte. Ein mindestens ebenbürtiger Titel ist "Safe Area Gorazde", und da es sich hier um eine abgeschlossene Abschlachterei (wobei "abgeschlossen" lediglich meint, dass seit langer Zeit keine Kampfhandlungen stattfinden) handelt, wandte ich mich eher dieser Publikation zu, um die äußerst seltene Gattung "Graphic Nonfiction" auszuprobieren. Ich habe selten so lange gebraucht wie hier, um das zu Ende zu lesen. Nicht nur wegen der nicht geringen Seitenzahl und den mannigfaltigen Informationen, die kaleidoskopartig auf den Leser einstürzen. Die Tatsache, dass Sacco dies alles in der ersten Person Singular erlebt hat oder ihm so erzählt worden ist, nötigt mir einen sehr viel höheren Aufmerksamkeitslevel auf. Jedes Kapitel, und sei es nur jenes um die in der bosnischen Enklave "Gorazde" viel gerauchte Marke "Drina" (wie der Fluss), ist derart von Authentizität durchtränkt, dass es fast eine Schande wäre, schnell darüber hinweg zu lesen. Bitte kaufen Sie sich dieses Buch, wenn Sie Interesse an Graphic Novels haben (obwohl das ja hier kein "Roman" ist) und wissen wollen, wie der Nachbar zum Monstrum, Ausweider - kurz gesagt zum Wolf werden kann. Durchleben Sie die Qualen der Opfer, das Leben nach der Katastrophe, das Leben während des dauerhaften Ernstfalles, die kleinen Freuden, die großen Wünsche in einer Kleinstadt, die nahezu abgeschnitten ist vom Rest bzw. von der nächst größeren Stadt Sarajevo. Die Mädchen gieren nach einer Levis 501, und Joe Sacco besorgt das eine oder andere - denn er hat als Journalist einen Sonderstatus, ist kein Gefangener wie die anderen, die der Willkür der Serben ausgeliefert sind. Diese werden - was man nachvollziehen kann, wenn man nicht gerade Peter Handke heißt - freilich nicht sympathisch gezeichnet. Im Gegenteil: Man muss spätestens ab der Mitte in Kauf nehmen, dass einem kein Greuel, wirklich keines, erspart bleibt. Streng genommen müsste das Buch "Ab 18" sein, wenn es nicht eine Reportage in Bildern und Texten wäre. Schön ist, dass sich Sacco nicht in den Vordergrund drängt oder gar den mitleidsvollen Kumpel spielt. Er war von 1992 bis 1995 dort und hat viele Menschen kennen gelernt. Enid zum Beispiel, dem wir im Verlauf der Chronologie sehr nahe kommen. Wir erfahren viel über das, was der Krieg aus Menschen macht, wie er die Infrastruktur zerstört und die Zukunft der Bewohner. Wie in einer reinen Textreportage werden sehr viele Aspekte abgearbeitet, aber das fällt einem erst in der Rückschau auf. Alles greift sehr gut ineinander, auch kleinere Begegnungen und Subthemen fügen sich hervorragend in den Gesamtkontext ein. Joe Sacco ist ein hervorragender Beobachter. Vor allem ist er ein Zeichner höherer Gnaden. Bei Totalen auf die Stadt oder einzelne Straßenzüge gibt er sich große Mühe selbst bei kleineren Details. Seine Gesichter sind sehr einprägsam. Komischerweise war er nicht in der Lage, John Travolta und Samuel L. Jackson zu zeichnen - warum nur? (ja, auch "Pulp Fiction" kommt kurz vor) Sacco hat offensichtlich erst 1998 mit den Zeichnungen begonnen, muss demnach viel fotografiert haben. Fast ist er ein Bürger Gorazdes geworden, so scheint es. Wahrscheinlich der einzige "Comic-Autor", den man viel zu fragen hätte, und zwar am wenigsten über seine Zeichnungen (obwohl die - wie gesagt - zum Besten, zum Allerbesten gehören). Ein absoluter Meilenstein, aber hin und wieder anstrengend. Und es gibt Kapitel darin, die machen wirklich keinen Spaß, weil absonderliche Brutalitäten gezeigt und beschrieben werden. Natürlich konnte und durfte er das nicht weglassen. Trotzdem sollte man vor der Lektüre, besser noch vor dem Kauf, wissen, dass einen schlimme Dinge erwarten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Exzellente Beobachtungsgabe, beeindruckend erzählt.,
Von Gogo (Salzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Safe Area Gorazde: The War in Eastern Bosnia 1992-1995 (Taschenbuch)
Als jemand, der zu dieser Periode zwar nicht in Gorazde, aber in Bosnien war, bin ich vom Stil des Autors doppelt beeindruckt. Er hat die Gabe, seine Ansichten in Perspektive zu setzen und gibt somit der/dem Leser/in die Möglichkeit, die im Comic vorkommenden Personen viel direkter kennen zu lernen.Sacco beweist großes Einfühlungsvermögen, ohne dabei ins Kitschige abzugleiten, er lässt gleichsam den schwarzen Humor Bosniens in sein Werk einfließen. Für Leute, die an guten zeitgeschichtlichen Comics interessiert sind, die Reportagen der anderen Art schätzen, oder jene, die einfach mehr über den Krieg und die "Schutzzonen" lernen möchten, sind gut beraten, sich dieses Comic zuzulegen. Ein sehr gutes Werk! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
comic at its best,
Von
Rezension bezieht sich auf: Safe Area Gorazde: The War in Eastern Bosnia 1992-1995 (Taschenbuch)
Drawings and text show different views of the war in Bosnia - sensitiv, touching, unsettling, with a lot of background information.
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