An sich ist die Nina Bar sehr hochwertig verarbeitet und kann mit der Mengenautomatik für 1 und 2 Tassen in Punkto Bedienkomfort überzeugen. Die Maschine ist für einen Siebträger auffallend groß, dafür passen dann aber auch große Tassen darunter.
Die Crema dieser Maschine ist auffallend gut, der Kaffee ist geschmacklich in Ordnung, sowohl mit gemahlenem Kaffee als auch mit Pads.
Der erste Punkt, der unangenehm auffällt, ist das Milchaufschäumen. Das geht zwar wirklich gut - sowohl mit Cappuccinatore als auch mit Panarello - aber nach JEDEM Aufschäumen muss die Maschine entlüftet werden (indem ziemlich viel Wasser über die Milchschaumdüse abgelassen wird). Das ist unkomfortabel und bei anderen Maschinen deutlich besser gelöst.
Der Wassertank ist angenehm groß, leider aber auf der Rückseite angebracht - und zwar so, dass er nach hinten herausgezogen werden muss. Dazu muss die Maschine im Normalfall also gedreht werden - ebenfalls nicht sehr komfortabel.
Die Hauptkritik jedoch ist die "Sauerei", die beim Kaffeemachen entsteht. Einerseits spritzt der Siebträger am Auslass ganz ordentlich zur Seite, was besonders bei kleineren Tassen unangenehm auffällt. Besonders nervig ist aber, dass bei dieser Konstruktion nach der Verwendung der Siebträger voll Wasser ist. Und dieses dann auch noch langsam aus dem Siebträger tropft.
Das bedeutet, dass man nach dem ersten Kaffee erst mal mit untergehaltenem Tuch zum Spülbecken muss, um das Kaffeewasser auszuleeren, und dann den nassen Kaffee aus den Siebträger entfernen kann. Alles nicht sehr angenehm und für mich einfach zu umständlich - insbesondere wenn man mehrere Tassen machen will.
Fazit: Gut verarbeitete Maschine, macht aber zu viel Sauerei.
Die
DeLonghi EC 330 S zum Beispiel hat zwar nicht ganz den Bedienkomfort der Nina Bar und es passen keine besonders großen Tassen darunter, dafür hat man mit einer billigeren und kompakteren Maschine wesentlich sauberer einen besseren Espresso.