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Saddam Husseins letztes Gefecht? Der lange Weg in den III. Golfkrieg.
 
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Saddam Husseins letztes Gefecht? Der lange Weg in den III. Golfkrieg. [Taschenbuch]

Thomas von der Osten-Sacken , Arras Fatah
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Kvv konkret GmbH & Co.KG (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3930786389
  • ISBN-13: 978-3930786381
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 12,1 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.209.396 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Für die einen ist er die letzte Bastion des Widerstands gegen den US-Imperialismus, für die anderen die "schlimmste Diktatur seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs" (so der Sonderberichterstatter der Uno für Menschenrechte): Am Irak scheiden sich die Geister, nicht erst seit George W. Bush den Sturz der Regierung angekündigt hat. Es geht nicht nur um Öl oder Menschenrechte, Krieg oder Containment. Die Herrschaft der Baath-Partei ist Ausdruck der tiefen Widersprüche der gesamten Region, die zwischen Nation und Panarabismus, nationaler Befreiung und Diktatur, antiwestlichem Affekt und Bündnispartnerschaft zerrissen ist. Wie kein anderer steht Saddam Hussein für diesen Widerspruch: als erbitterter Feind des Westens und sein bester Kunde zugleich.
Die Autoren zeichnen den Werdegang der Diktatur nach, der mehr als eine Million Iraker zum Opfer gefallen sind, und erklären, wie aus dem Juniorpartner des Westens dessen erbitterter Feind werden konnte. Sie analysieren die internationalen Bezieh ungen, das Innere irakischer Macht, ihre Ideologie und Funktionsweise, und sie erklären, wie und warum Saddam Hussein sich an der Macht halten konnte und wie und warum die Deutschen ihm dabei halfen. Sie geben Einblick in die Ökonomie des Landes, das schon vor Verhängung des UN-Embargos 1990 vor dem Ruin stand. Und sie beschreiben die Versuche der irakischen Gesellschaft, sich von der Diktatur zu befreien.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Thomas v.d. Osten Sacken / Arras Fatah:

Saddam Husseins letztes Gefecht?

Der neue Sammelband ist das beste deutschsprachige Buch über den Irak, das mir seit der Studie „Der Irak seit 1958, Von der Revolution zur Diktatur" von Marion Farouk-Sluglett und Peter Sluglett, die 1991 im Zuge des zweiten Golfkrieges übersetzt wurde, in die Hände gekommen ist. Vermutlich ist es kein Zufall, dass das nächste seriöse Buch über den Irak, nachdem die letzten Jahre nur einige Saddam-Apologien aus dem PapyRossa oder Du Mont Verlag erschienen sind, kurz vor einem möglichen dritten Golfkrieg auf den Markt kommt.

Trotz dieser Aktualität des Bandes schaffen es die Beiträge von Peter Slugett, Arras Fatah, Thomas Uwer, Khaled Salih, Thomas von der Osten-Sacken, u.a. eine grundlegende Analyse der totalitären Herrschaft der Baath-Partei des Irak zu liefern, die über die reine Tagespolitik hinausgeht und auch die in weiten Teilen der Linken kursierende Behauptung wiederlegt, der Irak wäre eine „ganz normale Diktatur", wie Syrien, der Iran oder Turkmenistan auch. Die Besonderheit des extremen antikurdischen und antiiranischen Nationalismus, des in der Ermordung und Vertreibung des Großteils der verbliebenen Jüdinnen und Juden gipfelnden Antisemitismus und der allgegenwärtigen Anwesenheit einer totalitär regierenden Staatspartei machen deutlich, dass Saddam Hussein zwar kein „zweiter Hitler", aber zumindest ein williger Schüler des Nationalsozialismus war und ist. Zu eindeutig sind die historischen und ideologischen Querverbindungen, aber auch die praktischen Versuche, die irakische Bevölkerung mit Hilfe eines paranoiden Kampfes gegen einen vermeintlich allmächtigen Feind zu einer faschistischen Volksgemeinschaft zusammenzuschweißen, dass diese ignoriert werden könnten. Die in dem Band versammelten Aufsätze zeigen an einem extremen Beispiel auf, wohin eine „nationale Befreiung" führen kann, wenn deren Fokus auf dem Nationalen verbleibt.

Thomas Schmidinger
Rezension aus: Context XXI, Wien

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