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Sacrificium (Ltd.Edition) [Doppel-CD]

Cecilia Bartoli Audio CD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)

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Produktinformation


Disk: 1
1. Come nave in mezzo all'onde* [Siface] from Act II of Siface
2. Profezie, di me diceste* [Sedecia] from Sedecia
3. Cadrò, ma qual si mira* [Demetrio] from Berenice
4. Parto, ti lascio, o cara* [Arminio] from Act II of Germanico in Germania
5. Usignolo sventurato* [Siface] from Act II of Siface
6. Misero pargoletto* [Timante] from Act III of Demofoonte
7. In braccio a mille furie* [Mirteo] from Act III of Semiramide riconosciuta
8. Qual farfalla* [Decio] from Act II of Zenobia in Palmira
9. Nobil onda [Adelaide] from Adelaide
10. Deh, tu bel Dio d'amore ... Ov`è il mio bene?* [Farnaspe] from Act II of Adriano in Siria
Alle 12 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Son qual nave [Arbace] from Act III of Artaserse (Pasticcio)
2. Ombra mai fu [Serse] from Act I of Serse
3. Sposa, non mi conosci [Epitide] from Act III of Merope

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Sacrificium nennt Cecilia Bartoli ihre jüngste CD mit Musik von Kastraten und man kann sagen, dass sie einmal wieder alles gegeben hat. Für das graphisch ziemlich geschmacklos aufbereitete Cover und Booklet (gruselig fand es ein Blogger) ließ sie ihren Kopf auf nackte (kastrierte?) Marmor-Männertorsi montieren, die in lasziv obszönen Positionen posieren. Das wahre Opfer aber brachte wohl der als sehr feinsinnig bekannte Dirigent Giovanni Antonini, der ähnliche Fotomontagen über sich ergehen lassen musste. Ob es der Kunst dient? Na ja, wohl mehr der Aufmerksamkeit, die sich Bartoli unbedingt sichern muss, schließlich gibt es welche, die kräftig an ihrem Denkmal rütteln, wie Simone Kermes und Magdalena Kozena.

Die alles soll natürlich nicht Cecilias Bartolis leidenschaftliches Engagement für unentdeckte Repertoireschätze in den Schatten stellen, das sie diesmal nach Neapel, der Hochburg der Kastraten, nach Berlin und nach Wien führte. Zwölf Werke von Nicola Porpora, Leonardo Leo, Leonardo Vinci aber auch Carl Heinrich Graun singt sie hier zum ersten Mal und koppelte sie an die legendären Kastraten-Arien von Riccardo Broschi, Georg Friedrich Händel und Geminiano Giacomelli. Natürlich ist da immer noch ihre große Kunst, ihre fast einzigartige Gabe, in tiefste innere Seelenzustände zu dringen und anrührende, verinnerlichte ganz leise Momente herzustellen. Bei den halsbrecherischem Koloraturen, die teilweise über 30 Takte lang gehen, aber mag man nur Bartolis Mut zur schrillen Hässlichkeit bewundern; in heutigen Zeiten des seichten todlangweiligen Schönklangs allerdings eine wahre Labsal. „E viva“ aber auch Giovanni Antonioni und sein Ensemble Il Giardino Armonico. - Teresa Pieschacón Raphael

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Kundenrezensionen

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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sahara
Format:Audio CD
Obwohl ich mich schon als kulturell aufgeschlossen bezeichnen würde, bin ich nicht der Mensch, der von sich aus nach Opern-CDs sucht. Dass das mitunter ein Fehler sein kann, zeigt das aktuelle Werk von Cecilia Bartoli. In diesem Fall bin ich sehr dankbar, dass diese CD es in die Amazon-CD-Top100 geschafft hat, denn sonst wäre mir das Cover nicht aufgefallen und ich hätte mich nicht gefragt, weshalb diese Opern-Scheibe sich dort neben Rammstein und Tokio Hotel tummelt. Und weil ich neugierig bin, habe ich mir glücklicherweise die Hörproben angehört. Nun ja, Operngesang, dachte ich, aber irgendwie war es noch mehr, was da über die Hörschnipsel zu mir durchgedrungen ist, sodass ich mir tatsächlich meine erste Opern-CD kaufte. Und das will schon was heißen: Normalpreis für eine Musikrichtung, um die ich für normal einen Bogen mache ...

Dann kam die CD an und ich war einfach nur bass erstaunt, dass ich nicht nur eine schnöde Plastikhülle in den Händen hielt, sondern ein Hardcoverbuch im CD-Format mit zwei CDs und einem dreisprachigem Begleitbuch inklusive Lexikon von 150 Seiten. Hatte ich beim Einkauf noch mit dem Preis gehadert, war ich ab da absolut begeistert. Für ähnlich ausgestattete CDs kann man nämlich normalerweise locker das Doppelte hinlegen (was dann nach meiner Meinung auch noch angemessen wäre).

Dass mich die Musik selbst nun in voller Länge auch absolut überzeugt hat, zeigt wohl der Umstand, dass ich mir die Mühe mache, eine Rezension zu schreiben. Ich bin ganz gewiss niemand, der sich mit den musikalischen Gegebenheiten auskennt, die hier vorgeführt werden. Aber ich denke, ich darf behaupten, dass auch ein Laien-Ohr wie meines durchaus hört, dass diese CD Musik in einer absoluten Qualität enthält. Und ich möchte behaupten, dass man mitnichten erst Musikwissenschaft studieren muss, um zu merken, dass etwas wirklich gut ist. Diese CD hatte die Kraft, mich zu überzeugen, ja, mich für weitere Opernstücke zu interessieren, mit mit dem enthaltenen Buch zu beschäftigen und darüberhinaus weiterzurecherchieren. Für mich hat dieses Album einfach etwas Magisches. Ich hoffe, dass ich mit meiner Rezension eben diejenigen Anspreche, die wie ich, keine Opern-Liebhaber sind. Ja, ich möchte euch ermutigen, dieser CD eine Chance zu geben, weil die Arien, die Cecilia Bartoli hier zusammengetragen hat, meiner Meinung nach einfach über irgendwelchen Schubladen stehen. Mir jedenfalls macht es auch als Laie Spaß, den schier endlosen Tonabfolgen und halsbrecherischen Koloraturen zu folgen. Und erstaunlicherweise habe ich es auch nach dem x-ten Durchhören nicht über. Vielmehr halte ich immer mal wieder inne und staune, bin ergriffen und einfach mitgerissen. Die ausgewogene Mischung von schwermütig bis ausgelassen spricht dafür.

Aber auch Opern-Liebhaber dürften in dieser CD eine absolute Bereicherung für ihre Sammlung finden, denn es handelt sich eben nicht um die üblichen Stücke, die immer und immer wieder von unterschiedlichen Interpreten auf CD gepresst werden. Ich denke, dass gerade das auch einer der Punkte ist, die mich überzeugt haben: Hier hat man sich Gedanken gemacht, ein Konzeptalbum zusammenzustellen, das eben nicht in erster Linie gefällig sein möchte, um auch solche Leute wie mich zu verleiten. Hier darf die Kunst für sich sprechen. Und das tut sie.

Das Cover-Design empfinde ich als edel und dennoch werbewirksam. Mich hat es neugierig gemacht und ich empfinde die Bilder zur Thematik auch durchaus passend und "schön".

2010 soll die CD auch als Normal-Version erhältlich sein. Aufgrund des günstigen Preises empfehle ich aber jetzt schon diese Special-Edition. Die Aufmachung ist ihr Geld mehr als wert und die drei zusätzlichen Arien auf der zweiten CD (immerhin 20 Minuten Hörgenuss) möchte ich auch nicht missen.

Fazit: Opern-Fans sollte blind zugreifen und Opern-Laien sollten mit dieser CD ihren Horizont erweitern - es lohnt sich!
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104 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Heute Früh habe ich mir gleich das neue Album Sacrificium von Cecilia Bartoli ergattert und konnte meinen Ohren nicht trauen! Was hier dem durchaus kritischen Zuhörer geboten wird, übersteigt die kühnsten Erwartungen und scheint auf der vokalen Seite jede technische, emotionale und physische Grenze des Menschenmöglichen zu sprengen. Großartig dabei: trotz aller vokalen Pyrotechnik bebt jeder Ton (auch im Orchester) vor emotionaler Sinngebung (ohne dabei in Übertreibung auszuarten!). Diese CD ist wohl das beste Album, welches uns La Bartoli in ihrer Karriere vorlegt und wird wohl zur Referenzaufnahme des barocken italienischen Ziergesangs schlechthin werden. Der Kastratengesang wird mit all seiner Pracht, Virtuosität und Tiefe dargebracht, so dass man endlich die Faszination verstehen kann, welche diese Sänger auf ihr Publikum ausgeübt haben müssen.
Wieder legt uns Frau Bartoli ein Album mit 11 Weltersteinspielungen vor, welche zum Schönsten gehören müssen, was für die menschliche Stimme je geschrieben wurde. in Arien wie Come Nave, In Braccio A Mille Furie und Cadro Ma Qual Si Mira (unglaublich, dass diese Arie von einer menschlichen Stimme bezwungen" werden kann!) wird ein Koloraturfeuerwerk gezündet, welches seinesgleichen sucht. die langsamen Arien Parto Ti Lascio und Misero Pargoletto (Als Heimwehberliner bin ich natürlich stolz, dass der Berliner Graun als Komponist auf diesem uritalienischen Album vertreten ist!) haben mich mit der kompositorischen Schönheit und dem berührendem Gesang zu Tränen gerührt.
Mit den bekannten Arien Son Qual Nave und Sposa Non Mi Conosci setzt La Bartoli neue Maßstäbe, indem Auszierungen, Pianokultur und Koloraturgesang in neue Dimensionen vorstoßen. selbst das vielbemühte Ombra Mai Fu scheint wie neu zu klingen. Auch an das begleitende Ensemble Il Giardino Armonico unter Antonini kommt nicht so schnell ein anderes Orchester heran: Energie und tiefer Ausdruck gesellen sich zum beseelten Gesang von La Bartoli.

Schön auch, dass uns la Bartoli/Decca mit einem 2 CD-Album in Buchform (keine Angst: passt in jedes CD-Regal...) von über hundert Seiten (mit Kastratenlexikon!) verwöhnen und das Thema mannigfaltig und vorbildlich darstellen und erst noch zum Preis von 15.95. Da sollten sich andere Veröffentlichungen mal ein Beispiel nehmen und vielleicht über ihre Verpackungs-, Veröffentlichungs- und Preispolitik (Plastikhülle mit oft lausigem Booklet zum selben Preis) nachdenken.

Fazit: ein rundum perfektes Album, das in Repertoire, Interpretation und Booklet seinesgleichen sucht. Das Visuelle des Albums kann man wohl diskutieren, scheint aber bei all der Grausamkeit des Themas wohl mehr als gerechtfertigt! Viva La Bartoli, die FarinellA der Gegenwart!
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55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tenor TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Bewunderung genießt Cecilia Bartoli eh zu Recht, als Sängerin, die mit ganz eigenem stimmlichen Reiz immer außerordentlich fasziniert, als begnadete Interpretin, deren Repertoire-Entdeckungs- und Wiedererweckungslust zu längst vergessenen, verschollenen, verblüffenden, alten/neuen Hörgenüssen führt ..., Cecilia Bartoli, die in ihrer eigenen gesanglichen Art auf unnachahmliche Weise stets tief berührt, als Mensch mit vitaler Ausstrahlung, natürlichem Charme und großem Charisma beeindruckt.

Nun gebührt ihr zu alldem neuerlich größter Respekt und größte Anerkennung, in die Rolle diffiziler Kastraten-Gesangskunst geschlüpft zu sein, mit ihrem neuen Album 'Sacrificium' ein sowohl stimmlich, interpretatorisch, orchestral (Orchester: Il Giardino Armonico, Dirigent: Giovanni Antonini) wie gesamtkünstlerisch einzigartiges Denkmal geschaffen zu haben, zur Erinnerung an faszinierende Kompositionen, außergewöhnliche Stimmen, menschlich bewegende Schicksale gleichermaßen, so durchaus auch als Imperativ zu verstehen ('Denk mal ...!'). Ganz außerordentliche Kunst!

Disk 1:
01. Come nave in mezzo all'onde [Siface] from Act II of Siface
02. Profezie, di me diceste [Sedecia] from Sedecia
03. Cadrò, ma qual si mira [Demetrio] from Berenice
04. Parto, ti lascio, o cara [Arminio] from Act II of Germanico in Germania
05. Usignolo sventurato [Siface] from Act II of Siface
06. Misero pargoletto [Timante] from Act III of Demofoonte
07. In braccio a mille furie [Mirteo] from Act III of Semiramide riconosciuta
08. Qual farfalla [Decio] from Act II of Zenobia in Palmira
09. Nobil onda [Adelaide] from Adelaide
10. Deh, tu bel Dio d'amore ... Ov`è il mio bene? [Farnaspe] from Act II of Adriano in Siria
11. Chi temea Giove regnante [Berenice] from Farnac
12. Quel buon pastor son io [Abel] from Act I of La Morte d'Abel

Disk 2:
01. Son qual nave [Arbace] from Act III of Artaserse (Pasticcio)
02. Ombra mai fu [Serse] from Act I of Serse
03. Sposa, non mi conosci [Epitide] from Act III of Merope

Cecilia Bartoli dokumentiert mit stimmlicher Variabilität ohnegleichen einfühlsamst die so genannte »Kastratenkunst« mit diesem neuen Album, das erstmals umfassend das Phänomen dokumentiert. Seit der Spätantike gab es den Verstümmelungswahn zu Gunsten des 'ewigen (Knaben)Soprans'; im 18. Jahrhundert galt der Ausruf »Es lebe das Messerchen!« in Italiens Opernhäusern als höchstes Lob für die auf der Bühne ihre Vokalkunst dem vergnügungssüchtigen, amoralischen Publikum zur Schau stellenden Kastraten. Bis zum 19. Jahrhundert gab es (obwohl verboten) diese Barbarei; der letzte (bekannte) Kastrat 'Alessandro Moreschi' starb 1922.

In der Musik betonte man bislang die artistische, wohlklanggesättigte Seite dieses musikalischen Phänomens. Cecilia Bartoli lässt bei diesem spektakulären Phänomen auch die Schattenseite nicht vergessen: Unsägliches Leid, Demütigungen und unmenschliche Profitsucht, die mit dem Begriff »Kastrat« verbunden sind. So ist das Album »Sacrificium« auch eine Verbeugung vor zigtausend Knaben, die alljährlich dem obskuren Kunstgenuss einiger weniger geopfert wurden.

Fazit: Faszinierend, bewegend interpretiert, sehr hörenswert! Und ein ganz wichtiges 'Denk mal ...!', das nicht nur in die Sammlung der Bartoli-Fangemeinde gehört. Danke Cecilia.
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Dr. Hans W. Wieczorrek Ein Klassik-Highlight
Ich habe mir die CD gekauft und auch die Limited Edition-Ausgabe. Die Mehrausgabe lohnt sich auf jeden Fall. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Hans-wilhelm Wieczorrek veröffentlicht
überwältigend
Zugegeben: Diese CD ist wirklich recht hochpreisig aber diese Ausgabe hat sich absolut gelohnt!
Ich bin vor allem von dem ersten Lied "Come nave in mezzo all'onde* [Siface]... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Taris Tucker veröffentlicht
Höchster Genuss!
Diese Ausgabe - die limited Edition - ist ihr Geld wert! Über die Musik und die Interpretation ist schon viel geschrieben worden. Ich sage nur: GROSSARTIG! PERFEKT! Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von samoht veröffentlicht
Ware nicht erhalten
Leider habe ich die Ware nicht erhalten obwohl bis 06.Juli 2010 geliefert werden sollte. Eine Bewertung der Ware ist daher noch nicht möglich.
Vor 22 Monaten von Sven Dahmen veröffentlicht
Bartoli
Die Informationen zu diesem Produkt fand ich in Ordung für jemanden, der sich für schöne Simmen interessiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. April 2010 von Marion Braun
echte Raritäten
Tolle Interpretationen; Musik für sich gesehen wirkt aber sehr gekünstelt und kalt; bin nicht berührt davon.
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Superb!
Mehr lässt sich dazu nicht sagen.
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Sacrificium
Die CD ist außergewöhnlich gut, wenn man diese Art von Musik mag.
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