Wer mit diesem Reiseführer unterwegs ist, wird daran nicht nur schwer tragen, sondern bald feststellen, dass die Erläuterungen auch schwer zu ertragen sind. Anstatt das zu beschreiben, was der interessierte Laie zum Beispiel im Magdeburger Dom zu sehen kriegt, wird in einer verschwiemelten, unpräzisen, z.T. hymnischen, auf jeden Fall völlig unsachlichen Sprache geschwelgt. Vergleiche mit anderen Bauwerken und Künstlern werden gezogen, die den Reisenden im Moment, falls er sie überhaupt kennt, nicht interessieren. Dazu kommt eine Unübersichtlichkeit, die das Buch absolut unbrauchbar macht. Bei einem Gang durch die Kirche werden einem zum Beispiel nicht die Sehenswürdigkeiten der Reihe nach beschrieben, so wie sie dem Reisenden begegnen, sondern offensichtlich nach dem Prinzip der Chronologie, was dem Besucher absolut nicht weiterhilft.
Im Übrigen scheint dieser Reiseführer nur für Wohlhabende und Superreiche gedacht zu sein, wie die Hotelempfehlungen (hauptsächlich Luxushotels) zeigen.