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Sachs - Unternehmer, Playboys, Millionäre. Eine Geschichte von Vätern und Söhnen
 
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Sachs - Unternehmer, Playboys, Millionäre. Eine Geschichte von Vätern und Söhnen [Taschenbuch]

Wilfried Rott
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Taschenbuch --  
Taschenbuch, 22. August 2005 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 377 Seiten
  • Verlag: Blessing (22. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896672703
  • ISBN-13: 978-3896672704
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.159 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wilfried Rott
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Kanonenboot auf dem Bodensee! Schon der 13-Jährige erwies sich als begnadeter schwäbischer Tüftler. Die große Liebe des Ernst Sachs jedoch galt dem „Velociped“. Verbissen feilte er an einer effizienteren Fortbewegungsart des starrachsigen Drahtesels. Die Lösung: Ein Kugellager musste her! Jahre später entstand daraus die Geschäftsidee, die man heute Zuliefererindustrie nennt. Zusammen mit Karl Fichtel, dem Spross einer alten Patrizierfamilie, entstanden 1895 die „Schweinfurter Präcisions-Kugellager Werke Fichtel & Sachs“. Deren „Präcisions“-Kugeln rotierten bald in den Lagern sämtlicher Vehikel dieser Welt. Ein Gründerzeit-Mythos war geboren!

Selbst Menschen, die der Welt des Kugellagers und der „Fahrrad-Freilauf-Rücktrittnabe Torpedo“ naturgemäß eher reserviert gegenüberstehen, werden fasziniert sein von den ersten Kapiteln dieser Fabrikanten-Saga. Wilfried Rott hat einen ungeheuren Bilderbogen aus der Zeit der beginnenden Industrialisierung und ihrer Legenden vorgelegt. Flick, Thyssen, Opel, es geht sogar die Legende, der junge Sachs habe einem durchreisenden Herrn Daimler das neuartige Gefährt repariert. Ganz Deutschland brummte im wahrsten Sinne des Wortes. „Der Krieg nährt seinen Mann“, ein vielsagendes Kapitel. Als Rüstungsfabrikant im Ersten Weltkrieg residierte es sich wohl auf Schloss Mainberg, dem neuerworbenen Familiensitz. Doch erst unter der Ägide des Sohnes Willy Sachs fielen tiefe Schatten auf den Firmennamen. Die Nationalsozialisten riefen!

Hitlers besessener Wille zur „Volksmotorisierung“ sorgte für volle Auftragsbücher. Willy, als Lebemann und Schürzenjäger eine Frühausgabe seines Sohnes Gunter, hieß Göring und Himmler als regelmäßige Jagdgäste auf dem oberbayrischen Gut Rechenau willkommen. SS-Mitgliedschaft, Zwangsarbeiter – heiße Themen, die nach dem Krieg eine gehörige Weißwäsche nötig machten! Vielleicht findet sich hier der Grund, weshalb die Familie jegliche Mitarbeit an diesem Buch verweigerte.

Das letzte Kapitel der Dynastie widmet sich den Millionenerben Gunter und Ernst Wilhelm. Geschockt durch den Freitod des depressiven Vaters 1958, zog sich Gunter in Klausur zurück. Wer nun in der Abgeschiedenheit des Hochgebirges spirituelle Läuterung erwartete, lag daneben. Meditativ gestärkt trat die „Next Generation“ hervor. Die Zeit der bieder-genialen Firmenpatriarchen war endgültig vorbei. Die Geburt der Playboys war vollzogen! –Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Die in vielen Aspekten unbekannte Vergangenheit der schillernden Unternehmerfamilie Sachs war immer Teil der deutschen Geschichte: ob beim wilhelminischen Triumph des »Made in Germany«, den Wirrungen und Depressionen der Weimarer Republik, den Untaten des Dritten Reichs oder dem Wirtschaftswunder der jungen Bundesrepublik.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannend und interessant 16. November 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch birgt vor allem eine Überraschung: Gunter Sachs ist bei weitem nicht die interessanteste Figur in dieser Familie. Schon Vater Willy und Großvater Ernst waren weit mehr als nur erfolgreiche Industrielle, sie lebten ihr Leben mindestens ebenso intensiv wie der "einzige deutsche Playboy." Was hier an Emotionen, an Erfolg und Mißerfolg, Macht und Ohnmacht, Glück und Unglück, Bewunderung und menschlichen Abgründen zum Vorschein kommt, bietet wirklich eine überaus spannende Lektüre. Man wird mitgerissen von echter Bewunderung für das Genie Ernst Sachs, der eine Dynastie begründen wollte, und leidet mit dem ewigen Sohn Willy. Ohne dessen Verstrickungen in den Nationalsozialsmus, die engen Kontakte zu Himmler und Göring, zu verharmlosen, zeichnet Rott ein ehrliches und wohl auch ausgewogenes Porträt des Konsuls und SS-Obersturmbannführers. Gunter Sachs erzählt in seinen Memoiren fast nichts über über Vater und Großvater. Das distanzierte Verhältnis zu den eigenen Vorfahren, denen er seinen Reichtum verdankt, ist sicher eine der Merkwürdigkeiten im Leben des Gunter Sachs. Überzeugend legt Rott dar, wie es dazu kam. Insgesamt ein unerwartet spannendes Buch, das neben einem Panorama aus 100 Jahren deutscher Geschichte auch gute Unterhaltung bietet.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wahrheit jenseits des Glamours 14. November 2005
Format:Taschenbuch
Der Autor beschreibt in seinem Buch umfassend die Gründung des Industriegiganten "Sachs". Angefangen bei der mentalen Unternehmensgrüdung durch Ernst Sachs dem aber der wirtschaftliche Durchbruch mit seinen Produkten nicht vergönnt war und statt dessem seinem Sohn Willy den er nach Maciavellischen Thesen das Familienimperium weiterführen ließ und sich deshalb auch auf der Seite der Nazionalsozialisten wiederfand um jede Fremdbeteiligung auszuschließen. "Mache alles, aber zum wohle des Unternehmens" waren die Losungen des Übervater.
Er beschreibt des weiteren die Identifikationsprobleme von G.Sachs mit dem ererbten Leitsätzen bzw. die Hingabe an diese durch den anderen Bruders.
Letztendlich zeigt das vorliegende Buch auch die zunehmende anonymisierung der Firmeneigner, weg von den traditionellen Stammprodukten hin zur Kapitalvermehrung mit nicht mehr kreativ erschaffenen Produkten sondern zum distanzierten Geldvermehrer mittels Aktien der keinerlei Fürsorgepflicht mehr gegenüber Angestellten offenbart und nur noch egomanisch das ihm anvertraute vermehrt. Interessant für diejenigen die unter den Schatten des glamourösen alle Blicke auf sich ziehenden Gunther Sachs blicken wollen, sie werden belohnt mit zahlreichen Hintergrundinfos.
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