Für nicht wenige junge Juristen steht sicherlich sehr schnell fest, daß das Sachenrecht ein ungewohntes und höchst anspruchsvolles Rechtsgebiet ist, dessen Schwierigkeit vor allem darin besteht, daß ein hohes Maß an ab- straktem Denkvermögen gefragt ist. Deshalb ist es gerade für diese Zielgruppe, die der Autor ansprechen will, so enorm wichtig, daß die Heranführung an das Thema gelingt. Harm Peter Westermann hat diese Aufgabe gemeistert. Mit verständlichen Worten zeigt er dem Leser die wesentlichen Aspekte auf und versucht auch bei den wesentlichsten Problempunkten zu vertiefen. Dabei behandelt er zunächst das noch etwas verständlichere Mobiliarsachenrecht und im Anschluß daran das Immobiliarsachenrecht, welches nicht zu Unrecht als besonders kompliziert gilt. Westermann überzeugt durch klare Strukturen und seine geschickte Methodik und didaktische Cleverness, die sich darin zeigt, daß er zunächst die gesamte Thematik ausführlich darstellt und im Anschluß eine längere Zusammenfassung gibt, die durchaus zum Wiederholen des Stoffes geeignet erscheint. Eine Schwäche soll aber nicht verschwiegen werden. Diese liegt darin, daß der Autor wohl bedingt durch die Zielsetzung, den Leser nicht zu überfordern, zeitweilig nicht tief genug in Einzelprobleme eindringt, diese vielmehr oftmals nur skizziert. Dadurch verliert das Werk in der Examensvorbereitung sicherlich an Bedeutung. Alles in allem handelt es sich aber wohl um ein Lehrbuch, das für den Anfänger im Sachenrecht von nicht zu unterschätzendem Nutzen sein kann. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)