An diesem dokumentarischen Theaterstück hat mir besonders gut gefallen, daß man ständig - sogar bis ans Ende des Dramas - in der Argumentation hin- und hergerissen wurde. Der Text war relativ leicht zu lesen und gut zu verstehen. Es wurden unnötig Fremdwörter vermieden, was dieses Buch angenehm macht. Ein empfehlenswertes Buch,für jeden der sich für die Geschichte des Kalten Kriegs,die Atombombe oder Physik interessiert,oder einfach mal auf hohem aber gut verständlichem niveau lesen will.
"Dokumentartheater
[lateinisch]: Stilrichtung des modernen Theaters, bei der durch die Verwendung dokumentarischen Materials (z.B. Akten, Protokolle, zeitgenössische Presseberichte, Einblendung von Filmszenen, Photos, Tonbändern usw.) größtmögliche Glaubwürdigkeit und Authen tizität erreicht werden soll. Das Dokumentartheater will in erster Linie gesellschaftskritisch und politisch wirken. Es erreichte unter dem Einfluß des russischen Revolutionstheaters in den späten 20er Jahren in Deutschland durch E. Piscators Inszenierunge n seinen ersten Höhepunkt. Einen neuen Aufschwung erlebte es in den 60er Jahren in der Folge von R. Hochhuths Schauspiel 'Der Stellvertreter' (1963, Regie: E.Piscator) mit Dokumentarstücken wie 'In der Sache J. Robert Oppenheimer' (1964) von H. Kipphardt. 'Die Ermittlung' (1965) von P. Weiss, 'Toller' (1968) von T. Dorst."(22)