Ein schlechter deutscher Krimi in der Tradition schlechter amerikanischer Krimis.
Die Protagonistin ist eine "klassenbewusste" Großstädterin aus Frankfurt, die es in einen Urlaubsort der deutschen "High Society" in Frankreich verschlägt. Sie ist Erotik-Schriftstellerin; leider versucht die Autorin des Krimis das auch ein wenig.
Das Ergebnis ist ein Roman, der sowohl sprachlich als auch inhaltlich kaum ein Klischee auslässt. Es wimmelt von unmotivierten Perspektivsprüngen, was bei einer ich-erzählenden Protagonistin doch einigermaßen seltsam ist. Noch dazu ist die angebliche Erotik-Schriftstellerin derart verklemmt, dass man sich nicht wundert, dass sie Probleme mit ihrem Liebesleben hat. Zu allem Überfluss ist sie hysterisch, dumm, unselbstständig und ohne Selbstwahrnehmung.
Ein seichter Krimi, der mit nichts Ungewöhnlichem oder Überraschendem aufwartet, immerhin auch mit nichts absolut Hanebüchendem. Somit taugt er vielleicht als Urlaubslektüre - wenn das Denken vor Hitze schwer fällt.