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In der Sache J. Robert Oppenheimer: Ein szenischer Bericht (edition suhrkamp)
 
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In der Sache J. Robert Oppenheimer: Ein szenischer Bericht (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Heinar Kipphardt
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 41 (28. März 1964)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518100645
  • ISBN-13: 978-3518100646
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine historische Begebenheit liegt diesem szenischen Bericht zu Grunde: der Fall Oppenheimer. Am 12. April 1954 begann in Washington die Untersuchung gegen den Physiker und langjährigen Leiter der amerikanischen Atomforschung J. Robert Oppenheimer. Der Untersuchungsausschuß, von der Atomenergiekommission der USA eingesetzt, sollte prüfen, ob sich der Wissenschaftler der Regierung seines Landes gegenüber loyal verhalten habe. Das drei Wochen währende Verhör, Beispiel und Ausdruck des Konflikts zwischen Individuum und Gesellschaft, Wissenschaft und Staat, zählt zu den denkwürdigen Ereignissen der Zeitgeschichte.

Über den Autor

Heinar Kipphardt, geboren am 8. März 1922 im Schlesischen, starb am 18. November 1982 in München. Er veröffentlichte die folgenden Dramen wie z. B. "Shakespeare dringend gesucht" 1953; "Der Aufstieg des Alois Piontek" 1956; "Die Stühle des Herrn Szmil" 1961; sowie "Der Hund des Generals" 1962.

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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk des Dokumentartheaters, 15. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In der Sache J. Robert Oppenheimer: Ein szenischer Bericht (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Grundlage von Kipphardts Drama sind die Originalprotokolle des Ausschusses der Atomenergiekommission, der dem Erfinder der Atombombe, J. Robert Oppenheimer, 1954 die Sicherheitsgarantie entzog. Kipphardt gelang es -auch durch Umformulierungen- die zentralen Gesichtspunkte dieses historischen Prozesses auf eine -sowohl inhaltlich als auch erzähltechnisch- hervorragende Art und Weise herauszuarbeiten. Es sind die -jetzt wie damals- hochaktuellen Fragen nach Gefahren und Möglichkeiten der Atomenergie, nach der Rolle der Wissenschaft und der Wissenschaftler in der Gesellschaft, nach dem schwierigen Abwägen nationaler und internationaler Bedürfnisse, deren nähere Beleuchtung alleine dieses Werk sehr lesenswert machen. Im Zentrum aber steht die durchaus tragische Figur Oppenheimers, der Opfer der Kommunistenhysterie der McCarthy-Zeit wurde. Dadurch, daß Kipphardt die Zeugenaussagen so arrangiert, daß jeweils ein Zeuge "für" Oppenheimer den vorangegangenen Zeugen "gegen" Oppenheimer widerlegt, gelingt Kipphardt trotz aller objektiven Sinntreue bei der Widergabe der Aussagen ein Plädoyer für Oppenheimer, welches aus unserer heutigen Sicht mit Sicherheit die richtige Einstellung zu dem Verfahren darstellt. Ich halte das Werk als Ganzes für eines der bedeutendsten Werke der deutschen Nachkriegsliteratur.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nuklearer Spielplatz der Giganten? - Im Erlebensfalle ..., 28. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: In der Sache J. Robert Oppenheimer: Ein szenischer Bericht (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Kipphardts Theaterstück dokumentiert in hoher sprachlicher Klarheit und Einfachheit die an sich politisch motivierte Gesinnungsuntersuchung gegen den Physiker J. Robert Oppenheimer, auf deren Hintergrund die Frage nach der ethischen Verantwortung, den Skrupeln und dem Realisierungswahn technischer Machbarkeiten bei der Herstellung der Atombombe von Hiroshima und Nagasaki zum Thema wird. Frage an Dr. Bethe: Welche Wirkung hatte Hiroshima auf die Physiker in Los Alamos? Dr. Bethe: Wir hatten einige Jahre unter harten militärischen Bedingungen gearbeitet, und niemand von uns hatte die Folgen wirklich bedacht. Hiroshima konfrontierte uns mit diesen Folgen, und niemand konnte fernerhin an diesen Waffen arbeiten ohne zu bedenken, dass sie auch verwendet würden. Frage an Dr. Bethe: Gingen Sie später nach Los Alamos zurück? Dr. Bethe: Ja. Als der Krieg in Korea ausgebrochen war. Ich arbeitete dort, bis wir die (Wasserstoffbombe) getestet hatten. Frage: Hatten Sie in dieser Zeit moralische Skrupel, an der Wasserstoffbombe zu arbeiten? Dr. Bethe: Sehr starke. Ich habe sie noch. Ich habe geholfen sie zu machen, und ich weiß nicht, ob es nicht ganz falsch war, das zu tun. () Ich ging in der Hoffnung, dass sie sich als nicht herstellbar erweisen möge.(S. 114f). Es ist eine Diskussion und bleibt eine, die uns noch heute in Atem hält, die Frage nach der Verantwortung der Wissenschaftler und den ethischen Skrupeln der Menschheit gegenüber sich selbst und ihrem Jahrhunderte währenden Projekt der Aufklärung, die auf tödliche oder heilsame Art und Weise die Antwort geben muss und wird: was Wissenschaft erforschen darf oder muss und was technisch für den Fortschritt nutzbar gemacht werden soll - ja, was Fortschritt überhaupt ist. Dazu Dr. Teller: Ich meine, dass Entdeckungen weder gut noch böse sind, weder moralisch noch unmoralisch, sondern nur tatsächlich. Man kann sie gebrauchen oder missbrauchen. Den Verbrennungsmotor wie die Atomenergie. In schmerzhaften Entwicklungen haben es die Menschen schließlich immer gelernt, sie zu gebrauchen. (S. 108). Und wir stellen uns heute die aus dieser Ansicht sich ergebende Frage, die vielleicht nur eine vernichtende Antwort kennt: Gilt das auch angesichts der Gefahren der Schmutzigen Bombe in Terroristenhand oder den neuen, militärisch aufstrebenden Nuklearstaaten, also in Zusammenhang mit Ländern, in denen die Bevölkerung in politischer Unfreiheit, religiöser Intoleranz und Armut lebt? Dr. Teller dazu: Wenn wir vor dem temporären Aspekt der Entdeckungen, ihrer Zerstörungskraft, zurückschrecken, () werden wir auf halbem Wege stecken bleiben und in den Schwierigkeiten versinken, die unsere Entdeckungen in die Welt gebracht haben. Und weiter: () ich hoffe aber, es kommt die Zeit, da man in mir einen Friedenstreiber sehen wird, da der übergroße Schrecken unserer Vernichtungswaffen den Krieg als klassisches Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele definitiv disqualifiziert haben wird. Evans entgegnet ihm: Im Erlebensfalle, Dr. Teller, wie es im Versicherungsgeschäft heißt. Wir sollten doch vielleicht bedenken, dass die Menschheit im Falle, dass Ihre Prognose nicht stimmt, keine Korrekturmöglichkeit hat. Das ist neu. (S. 110f). Also ein Buch, das nichts von seiner erschreckenden Aktualität eingebüßt hat!
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4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Inhalt und Meinung, 15. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In der Sache J. Robert Oppenheimer: Ein szenischer Bericht (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Anfangs skeptisch fing ich an das Buch zu lesen , aber als Leser wurde ich zwischen den zwei Seiten hin und hergerissen und es fiel mir schwer selber ein Urteil zu fällen . Es geht um die Erteilung der Sicherheitserlaubnis die Oppenheimer brauchte um an einem neuen Projekt des Militär teilzunehmen . Der Sicherheitsausschuß muss nun herausfinden , ob Oppenheimer loyal und vertrauenswürdig ist . LESENSWERT !!
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