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Sabotage unter Wasser. Die deutschen Kampfschwimmer im Zweiten Weltkrieg. [Gebundene Ausgabe]

Michael Jung
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2004
Sie gelten bis heute als legendenumwobene Elitetruppe in einer außergewöhnlichen Disziplin. Erstmals und vollständig werden hier Entstehung, Aufbau, Ausrüstung und Ausbildung der deutschen Kampfschwimmerverbände dargestellt. Der Autor greift zurück auf die Aufzeichnungen des Pioniers Alfred von Wurzian, der im italienischen Valdagno das Lehrkommando 700 aufbaute, aus dem alle deutschen Kampfschwimmer hervorgingen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
  • Verlag: Mittler; Auflage: 1., Aufl. (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813208184
  • ISBN-13: 978-3813208184
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 16,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 666.260 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Michael Jung, Jahrgang 1962 und studierter Diplomingenieur, ist Leiter des Hans-Hass-Institutes für Submarine-Forschung und Tauchtechnik. Für seine bedeutenden Beiträge zur Erforschung der Tauchgeschichte erhielt er 1999 den Art-Bachrach-Literary Award. Er ist Redakteur des Historical Diver-Magazins (Los Angeles) und Herausgeber der Edition Tauchtechnik und Unterwasserforschung.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packende Darstellung aus berufenem Munde! 4. Juni 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Der Österreicher Alfred von Wurzian steht im Mittelpunkt dieses mit seltenen, interessanten Originalfotos aus der Kriegszeit reichlich illustrierten, neuen Standardwerkes. Als Begleiter des bekannten Wiener Meeresbiologen Hans Hass bei Forschungsexpeditionen vor und während des Krieges in Adria, Karibik und Ägäis hatte er gelernt, sich unter Wasser sicher zu bewegen. Sein Vorschlag zur kriegsmäßigen Nutzung dieser Fähigkeiten aber fand in Deutschland erst Gehör, als die Italiener bereits Erfolge damit erzielt hatten. Anfangs gemeinsam mit dieser, später getrennt, begann Wurzian 1943 mit der Ausbildung deutscher Kampfschwimmer.
Von dessen auf Tonband erhalten gebliebenen Erinnerungen und unveröffentlichten Kriegstagebuch-Aufzeichnungen des Dr. Armin Wandels als Kommandeur des Lehrkommandos 700 ausgehend, hat Michael Jung noch lebende Zeitzeugen befragt und ein umfangreiches Quellenstudium betrieben. Seine eigenen Erfahrungen und Kenntnisse befähigten ihn dabei zu einer wissenschaftlich-fundierten Informationsauswertung und -darstellung. Die Geschichte der Kampfschwimmer als wichtige Keimzelle des Kleinkampfverbandes der Kriegsmarine, Ausbildung, Ausrüstung und Einsätze werden sachkundig beschrieben und auch viele bisher nicht bekannte Zusammenhänge aufgezeigt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hervorragendes Zeitdokument! 30. August 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Der stille Krieg unter Wasser hat Filmemacher und Buchautoren immer wieder zu mehr oder weniger authentischen Dokumentarberichten, Romanen, Biographien usw. angeregt. Die Entwicklung von autonomen Tauchgeräten geschah vor allem zum Zweck der geheimen Kriegsführung unter Wasser und wurde in den Kriegsjahren 1940 - 1945 besonders vorangetrieben. Unter unsäglichen Strapazen und Risiken wurden von den Alliierten wie auch den Achsenmächten, Kampfschwimmer geschult, ausgerüstet und eingesetzt.
Ihre Aufgabe bestand in der Beseitigung von Hindernissen, Zerstörung von Brücken, Schleusen, Hafenanlagen und der Versenkung von feindlichen Schiffen. In Deutschland genossen die Kampfschwimmer einen derart hohen strategischen Stellenwert, dass sie zunächst als geheime Truppe dem Militärischen Geheimdienst, wie auch der Eliteeinheit der SS unter Otto Skorzeny zugeteilt wurde.
Dem Autoren Michael Jung, bekannt als tiefgründiger Forscher und Historiker, ist dank jahrelanger Forschung ein wichtiges Grundlagenwerk gelungen, das basierend auf bis dahin verschollene Dokumente einen eindrücklichen und äusserst spannenden Querschnitt über die deutschen Kampfschwimmerverbände, deren Ausbildung und Einsatz, vermittelt. Er versteht es nüchtern und sachlich Menschen in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens zu stellen, die als Elitesoldaten unter Einsatz ihres Lebens versuchten, das bereits zum Scheitern verurteilte Kriegsglück des Deutschen Reiches, zu wenden.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressante, neue Erkenntnisse und Details 27. Mai 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn von Kleinkampfverbänden die Rede ist, so handelt es sich meist um das wohlbekannte Gebiet der Kampfmittel wie das Kleinst-Uboot, Seehund genannt, worüber es eine umfangreiche Literatur gibt. Anders verhält es sich mit den Meeerskämpfern, die als Kampfschwimmer zwar ein Begriff sind, deren Einsatz bisher aber nicht systematisch erfasst und dargestellt wurde. Der Autor, Leiter des Hans-Hass-Institutes für Submarine Forschung und Technik, hat sich nach jahrelangen Nachforschungen nun dieser Aufgabe gestellt. Er gibt einen kurzen Überblick über die frühen Anfänge des militärischen Tauchens, nennt Leonardo da Vinci mit seinem Werkzeug zum Aufhebeln von Schiffsplanken und erinnert an einen Einsatz des Potsdamer Garde-Pionierbataillons, dem am 17. August 1915 ein russischer Dampfer vor Kowno zum Opfer fiel. Bis 1944 gab es dann in der Kriegsmarine nur Arbeitstaucher ohne Kampfauftrag. Die weitere Entwicklung, angeregt und mitbestimmt durch die Expeditionen von Hans Hass und seinen Jura studierenden Kommilitonen Alfred v. Wurzian, wird dem Leser ebenso klar gemacht, wie die Probleme mit der Ausstattung der Kampfschwimmer mit Tauchgeräten, geeigneter Bekleidung und Navigationsmitteln. Auch die Notwendigkeit des Wachbleibens (Weckamine) und die Frage der Nachtsichtigkeit werden angesprochen. Das militärische Interesse wurde geweckt, als am 11.7.1942 Vizeadmiral Erich Förste die Expedition von Hass und v. Wurzian besuchte und Letzterer ihm das Tauchgerät und die damit verbundenen Möglichkeiten darstellen konnte. Der Autor schildert die Entwicklung des K-Verbandes, nicht nur innerhalb der Marine, sondern auch die Verbindungen der italienischen Seite, die früh Erfahrung sammelte mit Zweimanntorpedos und sogenannten Froschmännern. Ein Kleinkampfverband der Kriegsmarine (KdK) unter Konteradmiral Heye wurde am 20.4.44 aufgestellt, das KdK-Lehrkommando 700 am 21.6.44. Ausführlich werden die gründliche Ausbildung in Valdagno auf der Insel San Giorgio in Alga und die Vorausbildung in der SS-Junkerschule in Bad Tölz mit all ihren Schwierigkeiten wiedergegeben. Diese bestanden in wechselnder und sich überschneidender Zuständigkeit von Abwehr von Reichssicherheitshauptamt (RSHA) der Waffen SS und der Kriegsmarine, die nicht ohne Folgen blieb auf das Verhältnis der an der Front Handelnden. So blieben Schwierigkeiten nicht aus, als die Führung des Lehrkommandos 700 dem Marinestabsarzt Dr. Armin Wandel übertragen wurde, der sich der ständigen Einflussnahme der Waffen SS, vertreten durch den berühmten SS-Sturmbannführer Otto Skorzeny, zu erwehren hatte. Probleme gab es naturgemäß auch dadurch, dass die Waffen-SS Männer zur Frontbewährung in den K-Verband kommandierte, der im übrigen sich nur aus Freiwilligen rekrutierte. Alles dies ist mehr aus Erinnerungen und Aufzeichnungen der Zeitzeugen abzulesen, zu denen auch das im persönlichen Besitz erhalten gebliebene KTB des Dr. Wandel zählt, als aus Dokumentationen, die, etwa im Bundesarchiv, nicht erhalten sind. Das schlägt sich im Literaturverzeichnis nieder. Diese persönlichen Schilderungen geben einen guten Einblick in die Lebensverhältnisse der Meereskämpfer, die zum Teil mit Todesverachtung schließlich einige bemerkenswerte Erfolge erzielten. Es blieb aber bei Nadelstichen, die sie dem Gegner zufügen konnten, beispielsweise bei Aktionen gegen zwei Orne-Brücken am 22.6.44 und Orne-Schleusen am 28.7.1944. Erst zu diesem Zeitpunkt galt die Ausbildung der ersten 20 Meereskämpfer als abgeschlossen. Das Marine-Einsatz-Kommando 60 führte insgesamt 24 Angriffe durch, die meisten erfolgreich. Am 15./16. September konnte Kreuzschanzschleuse in Antwerpen zerstört werden und am 29.9.44 wurden Eisenbahn- und Straßenbrücken über die Waal bei Nijmwegen unter großen Schwierigkeiten, die in persönlichen Berichten geschildert werden, gesprengt. Hier kamen allerdings von 12 Kampfschwimmern nur zwei zur eigenen Stellung zurück, der Rest war getötet, verwundet oder in Gefangenschaft geraten. Neben Einsätzen dieser Art gibt der Autor auch andere mit zum Teil weit gestecktem Ziel an, die wegen Mangels an Transportmitteln und Betriebsstoff nicht mehr ausgeführt werden konnten. Der letzte Einsatz auf deutschem Boden war wohl das Sprengen einer Pontonbrücke bei Lauenburg in der Nacht vom 3. zum 4. Mai 1945. Zum Schluss ist die Bilanz ernüchternd, aber das mindert nicht die Anerkennung von Tapferkeit und Opfermut der jungen Soldaten, die in der vorgelegten Arbeit deutlich werden, ohne sie in den Vordergrund zu stellen. Das Buch ist gut zu lesen, es beruht auf gründlicher Recherche, und die sachliche Form der Darstellung der Ereignisse ist ganz angemessen.
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