Wieviele Biografien und Memoiren von mehr oder weniger bedeutenden Persönlichkeiten werden auf den Markt geschleudert? Aktuell oder posthum: Bücher über das Leben von bekannten Menschen haben Hochkonjunktur und das nicht immer mit Berechtigung. Nun ein drittes Buch von, mit, über Sabine Ball: muss das sein!?
Ja, es muss, denn was diese Frau zu erzählen hat sind nicht einfach spannende Anekdoten aus einem langen, abwechslungsreichen Leben, sondern jede für sich eine Wundergeschichte, in der sie uns - auch ganz ehrlich mit sich selbst - einzelne Stücke von Gottes rotem Faden in ihrem Leben aufzeigt. Von einer tiefgreifenden Erkenntnis beim Abwasch, über einen veränderten Bushido-Fan und kostenlosen Möbeltransport, bis zur Fast-Begegnung mit der Polizei auf dem Highway: Martin Schmiedel lässt in sehr bildhafter Sprache Sabine Balls Erinnerungen für uns lebendig werden. "Stellvertretend für den Leser", wie er im Vorwort schreibt, dürfte er "neben ihr auf dem Kanapee sitzen und lauschen".
Für Leute die das erste Buch, "Mehr als Millionen", kennen, mögen einzelne Episoden Lückenschluss oder auch Weiterführung sein von Namen oder Situationen, die sie bereits einmal gelesen haben. Grundsätzlich jedoch sind es 18 eigenständige, chronologisch rückwärts gehende, Begebenheiten aus dem Leben einer besonderen Frau. Einiges klingt vielleicht unwirklich, aber nicht unmöglich. Nicht für den Gott von Sabine Ball.
Im Nachwort wendet sich Sabine Ball persönlich an den Leser und fordert dazu auf, Verantwortung zu übernehmen - Verantwortung für die Menschen um uns herum, besonders für die junge Generation - und mithilfe von Gottes Liebe einen Unterschied zu machen. Den Unterschied zwischen Gleichgültigkeit und Anteilnahme, Ignoranz und Interesse, Verachtung und Liebe.