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Saat in den Sturm: Ein Soldat der Waffen-SS berichtet
 
 
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Saat in den Sturm: Ein Soldat der Waffen-SS berichtet [Gebundene Ausgabe]

Herbert Brunnegger
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (79 Kundenrezensionen)
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Herbert Brunnegger
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

ISBN 978-3-902475-45-9 Herbert Brunnegger SAAT IN DEN STURM Ein Soldat der Waffen-SS berichtet 318 S., 16 S/W-Bildseiten, 15 x 23 cm, Hc. Preis: € 29,90 / sfr 51,- Dieses außergewöhnliche Buch ragt durch die sprachliche Kraft in der Darstellung, durch das besondere Schicksal des Autors, der immer wieder bei regelrechten „Himmelfahrtskom-mandos“ eingesetzt wurde, und durch die völlig ungeschminkt-offene Beschreibung der Geschehnisse weit aus der Vielzahl der Veröffentlichungen zum Zweiten Weltkrieg heraus. 1938 meldet sich Herbert Brunnegger freiwillig zur kasernierten SS und wird mit 15 Jahren zum jüngsten Soldaten des Dritten Reiches. Als „Krisenfeuerwehr“ an den Brennpunkten des Krieges eingesetzt, führt der Weg seines Verbandes – der Waffen-SS-Division Totenkopf – von Frankreich in den Kessel von Demjansk, in die Winterschlacht um Charkow sowie in die „Operation Zitadelle“, die als größte Materialschlacht der Kriegsgeschichte eingegangene deutsche Offensive im Raum Kursk – Orel im Sommer 1943. Nach viermaliger Verwundung kommt Brunnegger in Italien zum Einsatz, um zuletzt in Brandenburg erneut der Roten Armee gegenüberzustehen. Der Autor zeigt den ehrlichen Idealismus und die Kameradschaft seiner Truppe, verschweigt aber auch die negativen Seiten bei Ausbildung und Dienst nicht. Er schildert die schweren Opfer seiner mannschaftsmäßig mehrfach aufgeriebenen Division einem oft grausam kämpfenden Feind gegenüber und setzt Generaloberst Paul Hausser ein Denkmal, der gegen die ausdrücklichen Befehle Hitlers in aussichtsloser Lage Charkow räumte und dadurch ein zweites Stalingrad verhinderte. Gemäß dem Motto „Wo das Verbrechen beginnt, hört die Kameradschaft auf“, schildert Brunnegger aber auch ein mit der Erschießung britischer Gefangener in Frankreich begangenes Kriegsverbrechen und nennt den Verant- wortlichen. Gerade weil der Autor auch solche Ereignisse nicht verschweigt und die Hilflosigkeit des einzelnen im Strudel der Geschehnisse deutlich macht, entsteht ein authentisches Bild des Krieges, aus dem eben auch hervorgeht, daß derartige Vorkomm- nisse bei der kämpfenden Truppe Einzelfall und nicht Regel waren.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
244 von 255 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
volle Anerkennung 27. März 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe dieses Buch vor genau einem Jahr gelesen,jedoch mit eigener Rezension absichtlich abgewartet, da für mich interessant war, welche Reaktion das Werk bei den deutschen Lesern ausloesen wuerde. Nun habe ich die Meinungen durchgelesen und kann mit Genugtuung feststellen, dass die meisten von denen mit meiner eigenen Auffassung übereinstimmen. Diese Tatsache ist auf ersten Blick wahrscheinlich ein bisschen merkwürdig, wenn man in Betracht zieht, dass ich ein Russe bin, dessen Opa ein Hauptmann der Roten Armee war (als Kdr. der Aufklärungskompanie einer Garde-Schützenbrigade im Januar 1945 in Polen gefallen). Von Anfang an war ich also dem Buch gegenüber keine unbefangene Person. Doch ich habe das für grossartig, spannend und höchstinteressant gefunden.

Für die Russen ist der vergangene Krieg (aus sehr verständlichen Gründen) immer noch ein relevantes und empfindliches Thema. Um so mehr stellen für mich die Ausführungen von denen, die in diesem grausamen Kriege auf der anderer Seite der Kampflinie in den Schützenlöchern sassen und genauso wie die russischen Soldaten das Schlimmste über sich ergehen liessen, ein grosses Interesse dar. In diesem Sinne war für mich das Lesen des Buches ein wahres Erlebnis.

Das Buch von H.Brunnegger ist für jeden interessierten Leser auch deshalb empfehlenswert, weil der Autor (er ist ja ein Insider!) sehr lebendig, zutreffend und (was auch sehr wichtig ist) nicht apologetisch der Hintergrund der Waffen-SS (Erziehungssystem,Art und Weise der Truppenfürung, Beziehungen innerhalb der Truppe) schildert. Im Vergleich zu vielen anderen Erinnerungen ehemaliger Angehörigen der Waffen-SS ist das Buch objektiv und sehr berührend.

Ich glaube,das Buch muss auch in Russland herausgegeben werden, zumal bisher Werke solcher Art in Russisch niemals erschienen und deswegen für ein breites Publikum hierzulande unzugänglich bleiben. Natürlich bin ich mir klar, dass so ein Buch bei uns nicht von allen eindeutig positiv eingeschätzt werden würde, lässt aber sicherlich niemanden kalt.

Dem Verfasser reiche ich als Zeichen der Versöhnung unserer Völker die Hand und bedanke mich bei ihm für ein schon längst nicht erlebtes Lesensvergnügen.

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88 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Selten hat mich ein Buch so sehr berührt wie dieses.

Herbert Brunnegger ist es gelungen, den jungen Mann, der er vor dem Kriege und während desselben war, auferstehen zu lassen, indem er bewusst auf die Einflechtung von Ein- und Ansichten, die er erst nach dem Krieg gewonnen hat, verzichtete, und nicht in Kenntnis des Ausganges und der Folgen des 2. Weltkrieges Interpretationen vorgenommen hat. Dadurch erlangt sein Werk ein hohes Maß an Authentizität.

Die Entwicklung des 15-Jährigen aus schwierigen familiären Verhältnissen, der, wie er von sich selbst sagt, nicht verwöhnt gewesen ist, zu einem ernsten und nachdenklichen Mann, liest sich nicht nur fesselnd, sie bringt dem Leser auch den unvorstellbaren Verlust, zu dem der 2. Weltkrieg geführt hat, nahe: Einen Verlust an Menschen, Menschlichkeit, an Kultur und gewachsenen Strukturen, der nicht auszugleichen ist.

Herbert Brunnegger hat nicht nur seine Jugend verloren, die in Hunger und Not, in Blut und Schlamm, in Eis und Läusen untergegangen ist, sondern wurde nach dem Krieg auch noch dafür bestraft, indem man ihm die Anerkennung für sein Opfer für das Land, dem er sich zugehörig fühlte, versagte, und ihn statt dessen als Angehörigen einer bestimmten militärischen Einheit pauschal zum Kriegsverbrecher brandmarkte.

Anfänglich sicherlich naiv und begeisterungsfähig, wie Millionen anderer junger Menschen, sah er in dem nationalsozialistischen Regime eine Chance auf eine Verbesserung der allgemeinen Lebensverhältnisse. In der vorherrschenden geistigen Strömung der Zeit schwimmend, war er überzeugt, das Richtige zu tun, sah keine Alternative, handelte nach „Treu und Glauben".
Im Krieg fühlte er sich aufgehoben und geborgen in der Kameradschaft, die er in der Truppe erlebte, und die er so nie zuvor erfahren hatte, bis seine Kameraden nach und nach fielen und er in immer anderen, zumeist bunt zusammen gewürfelten Einheiten eingesetzt wurde.

Er durchlebte Tage, Wochen, Monate, Jahre gar im Kampf, allein ein ganzes Jahr davon in einer einzigen Stellung in Rußland. Er stellte sich den Herausforderungen und Aufgaben, die ihm zugedacht wurden, selbst, wenn sie ihm nicht bewältigbar erschienen und er seinen Tod für wahrscheinlich erachtete. Er hungerte, er fror, war krank, dreckig und stank, verlor aber niemals die Hoffnung, selbst dann nicht, wenn er wieder einmal von einem Vorgesetzten auf ein „Himmelfahrtskommando" entsandt wurde, das darauf abzielte, sich seiner zu entledigen, weil er Zeuge eines Kriegsverbrechens geworden war, das besagter Vorgesetzter begangen hatte.

Gegen Ende des Krieges fühlte Herbert Brunnegger nur noch die Verpflichtung, sein Land und dessen Menschen vor den Invasoren aus dem Osten, deren Handeln er bereits hatte miterleben müssen, zu schützen, obgleich wissend, dass er einen aussichtslosen Kampf angesichts der an Truppen und Ausrüstung weit überlegenen Gegner führte.

Als der Krieg verloren war, war er es auch. Nichts existierte mehr von dem, woran er geglaubt hatte, wofür er eingestanden war mit seinem Leben. Und - er wurde ausgestoßen; ausgegrenzt aus der Gemeinschaft. Ein Paria, mit dem niemand mehr etwas zu tun haben mochte, da er als Inkarnation des vormals Verehrten jetzt symbolhaft für dessen Untergang stand. Die Menschen, für die er gekämpft hatte, zogen sich vor ihm zurück. Seine historische Wahrheit sank ab in eine Geschichte ohne Anspruch auf Größe.

„Alle meine Wege sind leer", beschloss Herbert Brunnegger sein Buch. - Ich hoffe für ihn, dass er einen neuen Weg für sich gefunden und ein erfülltes Leben geführt hat. Gerne hätte ich ihn persönlich danach gefragt, aber der Verlag teilte mir mit, dass er nach der Veröffentlichung seines Werkes gestorben ist.

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73 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragend 4. April 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin der Meinung, daß jeder, der sich für die Waffen-SS interessiert und sich ein Bild vom "Alltag" der Soldaten machen möchte, dieses Buch lesen sollte. Ich selbst habe bisher nichts vergleichbar gutes gefunden.
Der Autor, der als 15jähriger in die Division "Totenkopf" eingetreten war, verfügt über ein enormes schriftstellerisches Talent und schreibt aus der Sicht eines unbefangenen Jugendlichen. Sein Buch liest sich wie ein spannender Roman, und man kann sich in ihn hineinversetzen. Beispielsweise versteht man seinen Ärger auf einen unliebsamen Vorgesetzten, der es auf ihn abgesehen hat und dem es Spaß macht, ihn zu schikanieren.
An manchen Stellen ist das Buch zum Schmunzeln, an anderen zum Weinen. Ich glaube, besser und lebendiger kann man Zeitgeschichte nicht rüberbringen.
Natürlich darf man nicht vergessen, wer bzw. was die Division "Totenkopf" war. Aber dieses Buch macht deutlich, daß es sich bei ihren Angehörigen keineswegs um Verbrecher oder Monster in Menschengestalt handelte, sondern (größtenteils) um ganz normale junge Leute, die begeistert in den Krieg zogen und Soldaten sein wollten, und die schließlich - wie alle anderen auch - eines besseren belehrt wurden.

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Die Erzaehlungen haben mich tief beruehrt und eingenommen
Eigentlich aus Schleswig Holstein hat es mich vor 15 Jahren nach St. Petersburg verschlagen. Meine Frau ist von hier. Seitdem lebe und arbeite ich hier. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Tagen von Nils Kalle veröffentlicht
Authentisch und fesselnd
Also mich hat das Buch vom ersten Moment in seinen Bann gezogen, versuche ich doch die Zeit von damals zu verstehen, einfach nach zu vollziehen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Herwig (Wien) veröffentlicht
Detailreiche, intensive Schilderung
Die Schilderung eines Werdeganges aus Sicht eines Jugendlichen (zunächst 15-jährig!) in der "Totenkopf" erfolgt detailliert und plastisch aus Sicht eines... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Lenni veröffentlicht
Das kauf ich Herrn Brunnegger nicht ab
Ein Märchenbuch im Stiel von Hollywood-Drehbüchern oder Russen-Filmen.Es kann ohne weiteres vieles so geschehen sein, aber nicht einem einzelnen... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von jagdtraum veröffentlicht
Verständnis
Mein Vater war bis zum Ende ebenfalls Mitglied bei der Totenkopf-Division/Regiment "Theodor Eicke" . Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Cleverfrank veröffentlicht
Starkes Buch
Ein starkes Buch, welches Nachdenklich macht. Es sollte sich jeder interessierte selber Gedanken zu dem Thema machen, aber das Werk hier kann ich nur empfehlen.
Vor 5 Monaten von Der Bücherwurm veröffentlicht
Stärken und Schwächen
Das Buch reiht sich nahtlos in die Reihe der augenzeugenhaften" Kriegsliteratur ein. Stil und Inhalt sind dabei bedeutend näher am Landserheftchen als z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Phylax veröffentlicht
Was ist aus Brunnegger geworden?
5++ Punkte für Brunneggers "Saat in den Sturm".

Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und ich kann es nicht mehr weglegen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Schibse veröffentlicht
Sehr wenige Buecher beruehren so wie Saat in den Sturm
Sehr wenige Buecher beruehrten mich so sehr wie "Saat in den Sturm". Es war schwer dieses Buch wegzulegen. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Benedikt veröffentlicht
Außergewöhnlich gut !
Eines der besten Bücher das ich je gelesen habe , nicht nur zum Tehma 2. Weltkrieg sondern insgesamt ! Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Hagen veröffentlicht
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